"DER WEG IST DAS ZIEL Teil 2" Winter- Frühlings Road Trip nach Marokko 2019

Reiseländer: Schweiz, Frankreich, Spanien, Marokko, Spanien, Frankreich, Schweiz.

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Gefahrene Route


Reisebeginn, 3. Februar 2019

Motto dieser Reise:

 

“Reisen – es lässt dich sprachlos, dann verwandelt es dich in einen Geschichtenerzähler.“

Ibn Battuta


Reisetagebuch

Wochen 5 und 6 / 3. - 10.2.2019: Reisetag 1 / 3.2. Der erste Tag ist immer etwas speziell und so war es auch heute! In der Nacht hatte es geschneit und es dauerte eine ganze Weile bis wir schneefrei waren! Bis vor die Tore von Valance im Rohnetal mussten wir uns entlang der Strecke mit mal mehr, mal weniger Schnee herumschlagen. Weiter in Richtung Süden auf der A7, wir fuhren eigentlich entgegen unseren üblichen Gewohnheiten Autobahn, empfing uns Mistral und Tramontagne, böige Winde mit Spitzen bis 120km/H. Im Radio Warnung über Warnung mir der Bitte die Geschwindigkeit auf Grund des Windes anzupassen.

Auf jeden Fall war der Verkehr nicht sehr dicht und wir kamen, mit Tempomat 100, sehr gut voran, so dass wir unser Tagesziel immer weiter schoben um zuletzt 745 Km von zu Hause in Perpignan auf einem Camperstellplatz zu landen. Um nicht restlos durchgeschüttelt zu werden stellten wir den Dino Schnauzte in den Wind und genossen unseren ersten Abend on Tour auf dem Weg nach Marokko.

Reisetag 2 / 4.2. Der Tramontagne hat die ganze Nacht alles gegeben und liess uns aufwachen mit seinen Versuchen den Dino umzuwerfen. Durch den Wind hatten sich sämtliche Wolken verzogen und wir hatten Sternenlicht und einen schönen Sonnenaufgang, mit Morgentemperaturen um die 4°C. Vom Bett aus waren auch die verschneiten Gipfel der Pyrenäen entlang der spanischen Grenze zum Greifen nah zu sehen. Es ist nicht selbstverständlich solch eindrückliche Nächte und Tagesanbrüche erleben zu dürfen, eben dem Motto dieser Reise entsprechend werden wir zu Geschichtenerzähler. Ja die Fahrt über 425 Km in südlicher Richtung mit Grenzübertritt nach Spanien und Übernachtungsplatz in San Rafael del Rio verlief locker, der schönste Teil des Reiseabschnittes war das Ebrodelta, Wetter den ganzen Tag typisch spanisch, eitel Sonnenschein und wir knackten die 15°C Marke.

Reisetag 3 / 5.2. Nacht sehr ruhig mit einer Ausnahme! Wir wussten, dass die Spanier sehr spät essen, was wir aber neu in Erfahrung brachten ist, dass die Abfallentsorgung mitten in der Nacht statt findet, um 0:30 Uhr fuhr der der „Ghüderwage“ rückwärts und mit orangem Blinklicht durch die Einfahrt um dann, nicht gerade leise die Container in die Pressmulde zu kippen! Wie auch immer das tat der Sache keinen Abbruch, ausgeruht bogen wir bereits vor 8:00 Uhr auf die Strasse die uns zu unseren Freunden Dominique und Housi nach Catral brachten. Nach 360 Km trafen wir die Beiden, die uns schon sehnlichst erwarteten, denn sie hatten am Bildschirm auf unserer Trackerseite unseren Reiseverlauf verfolgt „Big Brother is waching you“. Unterwegs unzählige Tonnen Mandarinen an den Bäumen, die Ernte zum Teil in vollen Gang, zudem mehrten sich die blühenden, wir vermuten Kirschbäume, die sich entlang unseres Weges präsentierten, ein Hauch von Frühling der bereits etwas unterhalb Barcelona begann. Wir fuhren schliesslich beim Marjal Ressort (Tourismus Industrie) ein, Dominique kam uns mit Ihren E-Bike bereits entgegen. Für uns ein Art Kulturschock hier schien die Tourismussaison voll im Gang zu sein, an der Rezeption standen wir in einer Reihe an um an einen der 3 belegten Arbeitsplätzen unsere Anmeldung, die Beiden hatten für uns bereits reserviert, zu vollbringen. Anschliessend lotsten uns Housi, der in der Zwischenzeit auch zu uns gestossen war, und Dominique auf ihren E-Bikes zu unserem Standplatz durch ein Meer von Camper und Wohnwagen in einem rechtwinklig angebrachten Strassensystem mit Signalisationen und Kreiseln. Wir fühlten uns etwas erdrückt. Als erste Aktion nachdem der Dino mit Eingang in südlicher Richtung ausgerichtet da stand, war gemeinsames Mittagsessen im Ressorteigenen Restaurant. Hat gepasst und wir fühlten uns irgendwie wie geerdet und von Dominique und Housi herzlichst willkommen aufgenommen. Später am Nachmittag noch outdoor einrichten Stühle und Tisch raus wo wir dann bei über 23°C bis es nach Sonnenuntergang abkühlte und wir dann, es, war schon dunkel um 19:30 Uhr, das innere unserer Fahrzeuge aufsuchten, ein toller Tag ging zu Ende!

Reisetag 4 / 6.2. Wolkenlos von Frühmorgens bis am Abend unglaubliches Klima! Es gibt in der Tat nicht wahnsinnig viel zu erzählen, ausser dass wir bereits am Morgen die kurzen Hosen und T-Shirt montierten die Faltbikes auspackten und zuerst eine grosse Runde im Camp machten um die vielen Monstercamper anzuschauen, eine schier unglaubliche Anzahl an riesigen Dingern. Und bei jedem weiteren dieser Monsterdinger fühlten wir uns mit unserem Dino glücklicher. Was wir nicht zu erwähnen vergessen dürfen sind die Boule Partien die wir, auf schön angelegten Boulebahnen, mit Housi und Dominique gespielt haben.

Reisetag 5 / 7.2. Ein weiterer makelloser Tag stand uns bevor, nach morgendlicher Dusche und Frühstück bewegten wir uns bereits wieder mit kurzer Hose und T-Shirt eine schöne Fahrt mit unseren Bikes führte über San Felipe nach Catral und zurück, wo wir einkaufen gingen. Auf der Rückfahrt durfte ein Apéro in San Felipe nicht fehlen. Zurück im Camp, treu dem Motto ältere Leute sollten am Abend nicht zu spät essen, g genossen wir an der Sonne mit nacktem Oberkörper ein von zu Hause mitgebrachtes Moitié-Moitié Fondue. Da macht Outdoor so viel Spass. Ausgeknobelte Arbeitsteilung ergab, Damen machen den Abwasch und Herren fahren zur Rezeption und begleichen die Schulden. Im Gespräch mit der sehr sympathischen Rezeptionistin wollte ich wissen wieviele Camping-Parzellen beinhaltet der Ressort? 1'500 plus die ganzen Bungalow, also ein Moloch der Spanischen Tourismusindustrie. Bevor sich die Kühle der Nacht einstellte verstauten wir unsere sieben Sachen und zogen uns in unsere Fahrzeuge zurück.

Reisetag 6 / 8.2. Bei schönem Wetter zogen wir weiter, es war eine kurze Etappe von 80 Km bis zu unserem neuen Nachtlager La Manga, vorbei am legendären Tour-Golfplatz „La Manga“. Unterwegs hatten wir die Möglichkeit einzukaufen, die Fischtheke war so einladend, dass wir uns kurzerhand entschieden bei Ankunft im Camp eine Paella zu kochen. Eine gelungene Übung. Nach einem Verdauerli im 1 Km entfernten Strandrestaurant verzogen wir uns, weil es rasch kühl wurde in unsere geheizten Autos zurück. Schon seit ein paar Tagen bin ich am kränkeln, Schnupfen und überlaufende Augen. Am Abend hatte ich offenbar den Höhepunkt meiner Erkältung erreicht, es war mir übel und ich schlüpfte sehr zeitig ins Bett. Das Leide an solchen Erkältungen sind auch die Nebenerscheinungen, verstopfte Nase und etwas Alkohol eine Mischung zum Schnarchen welche der Rita den Schlaf der halben Nacht raubte, i'am sorry Rita.

Reistag 7 / 9.2. Tagesetappe 96Km total locker landeten wir auf einem Stellplatz in der Nähe von Cabezzo de Pozo Negro in Mitten der Spanischen Gemüsekulturen ein weiterer sehr sonniger Tag die Solarpaneele lieferten trotz flachem Sonnenstand einen neuen Rekord Ertrag von 680Wh. Gesamt Ertrag der Paneele seit beginn 45kWh. Erstmals auf dieser Reise warfen wir den Holzkohlengrill an und gönnten uns an der Sonne feine Spareribs mit Salat. Zum verdauen, bevor wir uns im Dino verkrochen spielten wir zu viert noch eine schöne Partie Boules.

Reisetag 8 / 10.2. Die heutige Etappe fing mit der nervigen Besitzerin des Stellplatzes an: Als wir am Morgen zusammenpackten fragte sie: ist das ein Stromaggregat was da läuft in einem nervigen Ton, wir nein das ist die Heizung, wir drehten uns um und fuhren so schnell wie möglich los. Waren froh die unfreundliche Besitzerin der Stellplatzes hinter uns gelassen zu haben. Mit 94Km erneut eine sehr kurze Etappe bis zu einem Campingplatz in der Nähe von Los Gallardos. Ein Campingplatz fest in englischer Hand. Wir waren umringt von netten englischen Rentnern. Den Nachmittag verbrachten wir mit fertig einrichten und Boule spielen.

 

 

Dino und Fridolin (Pipsolin)
Dino und Fridolin (Pipsolin)

Woche 7 11. -17.2.2019: Reisetag 9 / 11.2. Sonniger Tag, Boule Spiel und am Abend hielt das Restaurant, welches Housi und ich tags zuvor rekognosziert hatten den Erwartungen stand. Wir haben fein gegessen und gemeinsam einen sehr netten Abend verbracht.

Reisetag 10 / 12.2. Heute waren wir wieder on the Road 206Km, vorbei an viel Plastik, der Hunger nach Spanischem Gemüse in Europa ist riesig, dafür muss der Süden von Spanien mit seinen mit Plastik verbauten Regionen einen aus unserer Sicht sehr hohen Preis in Sachen Verschandlung der Natur bezahlen. Den Campground, den wir ansteuerten bot erstaunlicherweise einige freie Plätze wo wir uns einrichteten. Bei Parzellen von mindesten 6x8 Meter nehmen wir eine Parzelle die wir uns teilen. können. Housi brachte zum ersten Mal seinen CADAC Safari Grill ins Spiel. Er war beauftragt die vier Filet-Medaillons zu grillen. Ich hatte die Aufgabe auf der Diva (Coleman Benzinkocher) eine schöne Berner Rösti zu zaubern. Angesichts der Tatsache, dass unsere Diva seine besten Zeiten bereits hinter sich hat, sie ist überall von Rost befallen, insbesondere die blechigen Verbrennungskammerteile, trotz auswechseln der Generator-Düse wurde es zu einer Herausforderung. Wir werden uns wohl oder übel nach einem neuen Benzinkocher umsehen müssen! Housi und ich brachen trotz Wind einen Rekord, erstmal sassen wir auf dieser Reise bis 19:30 Uhr draussen. Rita die nun die von mir übertragene Erkältung hat, meldete sich schon bald einmal ab!

Reisetag 11 / 13.2. An Sonne fehlt es hier in Andalusien, Provinz Granada in Carchuna nicht, ganz ruhig liessen wir es angehen machten dann, nach dem Frühstück, einen ausgiebigen Spaziergang ans Meer und dann zum Gemüsebauerndorf Carchuna beschaulich kein Ereignis, wieder zurück spielten wir die obligate Partie Boule und genossen die Sonne.

Reisetag 12 / 14.2. Die 100Km bis zu einem Standplatz am Ostrand von Malaga stellte keine besondere Herausforderung dar. Es war ein weiterer sonniger Tag in Andalusien. Wir staunten nicht schlecht angesichts der Tatsache, dass der Camperstandplatz der über 100 Plätze verfügt mit „Complet“ angeschrieben war! Einen weiteren Moloch der Spanischen Tourismusindustrie hatten wir da angesteuert. Ja der Standplatz liegt strategisch sehr gut um einen Stadtbummel in Malaga vorzunehmen, fünf Minuten zu Fuss bis zur Busstation wo im Zehnminutentakt Busse ins Zentrum fahren. So schauten wir uns im Historischen Zentrum etwas um liessen uns in einem der besseren Restaurant in der Innenstadt nieder und schlemmten was das Zeug hielt. Gegen Abend zurück auf dem Stellplatz spielten Housi und ich noch ein Partie Boule bevor wir uns in die Fahrzeuge zurückzogen.

Reisetag 13 / 15.2. Heute, oh Schreck, bereits zum Aufstehen flächendeckende Bewölkung, ok wir schicken uns drein. Fahrstrecke 148Km wir konnten bevor wir den Europäischen Kontinent verlassen noch beide AdBlue tanken und Housi füllte seinen LPG-Gasvorrat auf! Aufmunitionieren des Bier- und Weinkellers war ein Thema, denn Marokko ist in Sachen Wein nicht so gut aufgestellt wie wir uns das wünschen. Morgen fehlen noch ca. 22Km bis zu den Fähren nach Tanger oder Seuta. Unser Plan ist Morgen den Afrikanischen Kontinent anzusteuern. Am späten Nachmittag vereitelte die fehlende Sonne und der frische Wind, der die herrschenden Temperaturen fühlbar kälter machte ein Outdoor Nachtessen, wir beschlossen alle bei Housi und Dominique im Fridolin zu essen.

Reisetag 14 / 16.2. Die zweite Reisewoche geht zu Ende und wir erwachten, einen Steinwurf vom Fährhafen Algesiras auf! 22Km Fahrt bis zu den Fähren waren schnell bewältigt LPG-Gas AdBlue und so hatten wir bereits gebunkert als konnte uns einzig die stürmische Meerenge zwischen Algesiras und Tanger MED einen Strich durch die Rechnung machen und so kam es auch, alle Fähren waren verspätet unterwegs, so dass wir von 10:00 bis 14:30 Uhr im Hafen hingen und die fehlenden Informationen gelassen hinnahmen. Ein holperige Überfahrt bescherte vielen Passagieren ein grüne Farbe im Gesicht und viele liessen sich das Ganz nochmals durch den Kopf gehen. Auf jeden Fall waren wir froh als wir den säuerlichen Geschmack in den Passagierräumen mit dem Dieselgeschmack in den Autodecks auswechseln durften, wir sind in Kürze auf Nordafrikanischem Boden angekommen. Die Pass- und Zollkontrollen gestalteten sich wie üblich in solchen Ländern, trotz veränderter Zolldokumente, für zeitlich eingeführte Fahrzeuge änderte sich ausser einem nicht mehr nötigen Wisch nicht viel, ging relativ glatt. Die späte Ankunftszeit in Marokko bewegte uns gar nicht erst weiter zu fahren, sondern wir beschlossen im Hafen von Tanger MED zu nächtigen, willkommen in Nordafrika. Es gibt ruhiger Orte aber nichts desto trotz beste Wahl um Morgen gezielt weiter zu reisen.

Reisetag 15 / 17.2. Es gab nicht viel zu tun und wir waren reisebereit, nach einem Orangeneinkauf fuhren wir durch Tanger, schöne grosszügig angelegte Hauptachsen nach Asilah immer wieder sehr schön mit ihren kleinen Gässchen, den weiss getünchten Fassaden und schönen kunstvoll verzierten Türen, wir sind in Marokko angekommen. Der grosse Platz in Asilah der zum Campen immer rege genutzt war wurde aufgehoben. So dass die Plätze zum Übernachten nur noch sehr beschränkt sind! Wir fuhren nach einer Stadtbesichtigung und nach einer feinen Tagine weiter nach Moulay Bousseham auf einen Campground den wir aus früheren Reisen kannten.

 

 

Woche 8 / 18. - 24.2.2019: Reisetag 16 / 18.2. Eine neue Woche, unterwegs ist man nicht immer sicher welchen Wochentag man lebt. So können Hilfsmittel wie Smart Phone sehr hilfreich sein. Unsere Fahrt führte uns südlich über 115Km durch fruchtbares Land, klassische Marokkanische Dörfer mit vielen Storchennestern so wie durch die sehr belebte Stadt Kanitra wo wir am Atlantik an der Mehdia Plage in einem Camp unser Nachtlager aufschlugen. Es war ein bedeckter, leicht regnerischer Tag, also nichts mit draussen sitzen. Das Nachtessen genossen wir im für vier Personen geeigneten Camper.

Reisetag 17 / 19.2. Die heutige Reisestatistik, 4 Stunden 50 Minuten in Bewegung 324Km von Kanitra bis El Jadida, das gestrige schlechte Wetter war überstanden es wurde von Stunde zu Stunde schöner. Wir stiegen in einem liebevoll unterhaltenen Camping „Laguna Park Qualidia“ mit traumhaften Blick auf den Atlantik ab. Unterwegs haben wir erneut Störche gesehen ein riesiger Schwarm von mehreren hundert Störchen flog über uns hinweg. Um mühsame Ortsdurchfahrten im Zaum zu halten beschlossen wir die Städte Rabat und Casablanca auf der Autobahn zu umfahren.

Reisetag 18-19 / 20-21 2. Zwei Tage im Camping Laguna Park Qualidia mit Gang zu örtlichen Souk, Boule spielen, Sonne geniessen und chillen!

Reisetag 20 / 22.2. Eine schöne Strecke 207Km führte uns, dem Atlantik entlang, von Qoalidia über Essaouira, wo wir die Medina besuchten und zu Mittag gegessen haben bevor wir unser Lager am Rande der Fôret d'Essaouira draussen auf dem Lande in Mitten der Natur aufschlugen. Wir knackten an diesem Tag erstmals die 28°C Marke und spielten bis die Sonne unterging Boule!

Reisetag 21-22 / 23. -24.2. Samstag und Sonntag verbrachten wir mit Boule spielen, Schildkröten beobachten und einfach geniesserisch bei Sommerlichen Temperaturen bis 30°C und selbstgekochten kulinarischen Genüssen. Des Nachts lauschten wird den Rufen der Füchse und der nächtlichen Raubvögel. Traumhaft dem Ruf der Natur folgend bevor wir am Morgen in Richtung Marrakech weiterfahren.

 

 

Woche 9 / 25.2. - 3.3.2019: Reisetag 23-24 / 25.-26.2. Unser heutiges Teilziel, Paradies du Safranein wie beschrieben kleines Paradies von Christine Ferrari, einer Schweizerin, die nach Marokko ausgewandert ist und ihr Leben dem Safran verschrieben hat. Wir waren bereits vor ca. 4 Jahren schon bei Christine und die Entwicklung ist sehr frappant, was anfänglich sehr persönlich rüberkam ist nun touristisch ausgearbeitet worden und hat etwas von seinem ursprünglichen Scharm verloren.

Zum Übernachten fuhren wir zu einem für uns neuen Hotel und Camping Komplex, Les Jardins d'Issil, wo wir in einem gepflegten Ambiente fast die einzigen Gäste waren. Die Ruhe und die Nähe zur Natur veranlasste uns noch einen weiteren Tag anzuhängen. Den Tag krönten wir mit einem Fondue, bei sehr angenehmen Temperaturen, am offenen Feuer. Die beiden Abende in der Nähe von Marrakech waren sein Anfang dieser Reise die wärmsten und wir konnten zum ersten Mal bis in die Dunkelheit draussen sitzen und den Sternenhimmel geniessen.

Reisetag 25 / 27.2. Der langen Rede kurzer Sinn wir dislozierten zum Relais de Marrakech von wo wir in Marrakech mit dem Taxi in die Medina fahren können.

Reisetag 26 / 28.2. Wir bekommen hohen Besuch aus der Schweiz, unsere Freunde Alexandra und Roy haben sich für ein verlängertes Wochenende in Marrakech angemeldet. Wir vereinbarten uns nach ihrer Ankunft in ihrem gebuchten Riad zu treffen um gemeinsam Marrakesh zu erkunden, gesagt getan wir durften die Beiden willkommen heissen und zelebrierten zusammen marokkanisches Mittag- und Nachtessen so wie einen ausgiebigen Schlungg durch die Medina und dem Djemaa el Fna (der Platz aller freilaufenden Spinner).

Reisetag 27 - 30 / 1.3. - 3.2. Die Zeit von Freitag bis Sonntag verbrachten wir zu sechst in perfekter Harmonie, am Freitag wollten wir in den Jardins des Majorelles, wir brachen aber wegen unendlichen Menschenschlange vor den Kassenhäuschen ab und beschlossen diese Sehenswürdigkeit auf den frühen Montagmorgen zu verlegen und besuchten ein weiteres Mal die Medina von Merrakesh. Am Samstag fuhren wir mit den beiden Alexandra und Roy erneut ins Paradies du Safran. Am Samstag gönnten wir uns auch wieder mit dem Mietwagen von Roy und Alex einen Ausflug in die ca. 190Km entfernten „Cascades d'Ouzoude“ für uns alle ein schöner und sportlicher Tagestrip im Osten von Marrakech. All die Zeit genossen wir traumhaftes Wetter und eine unvergessliche, gemütliche Zeit unter Freunden mit viel Platz für Spass, Diskussionen so wie für einigen kulinarische, marokkanische Köstlichkeiten.

 

 

Woche 10 / 4. - 10.3.2019 Reisetag 31 / 4.3. Für unsere aus Bern angereisten Freunde Alex und Roy der letzte Tag in Marrakech und den krönten wir mit dem Besuch des berühmten Jardins des Majorelles und dem Yves Sain Laurent Museum. Yves Saint Laurent hat lange Zeit hier in Marrakech gelebt. Das letzte gemeinsame marokkanische Mittagessen genossen wir auf der Dachterasse des Riad Ajadi, dankbar über die schöne gemeinsame Zeit unter der marokkanischen Sonne verabschiedeten wir uns so gegen 15:00 Uhr von den Beiden die ihren Heimflug antreten mussten.

Reisetag 32 / 5.3. Nach einer schönen warmen Dusche verabschiedeten wir uns vom Marrakesch Getümmel in Richtung Süden über den hohen Atlas nach Ouarzazate wo wir unser Lager auf 1130 m üM aufschlugen das Wetter nach wie vor vom Feinsten. Wir waren alle froh vom Trubel von Marrakech weg zu kommen in den weit weniger touristischen Teil von Marokko hinter dem Atlas, wo allmählich die Sahara anfängt. Ein knochentrockenes Gebiet, welches zusehends lebensfeindlich wird.

Reisetag 33 / 6.3. Ein Tag zum retablieren, Luftfilter und Klimaanlagefilter reinigen und ausblasen, Wäsche waschen und aufräumen.

Reisetag 34 / 7.3. Zagora auf 700 m üM, das Tor zur Sahara ist unser neues Ziel, wir staunen, die neue Strasse ist plan wie eine Boulebahn deshalb bietet sich ein neues Bild der Region südlich des Atlas, sehr viele Tuperwaregeschirre (Camper) wo man noch vor geraumer zeit nur 4x4 Fahrzeuge sah, tummeln sich Unmengen mehrheitlich französische Touristen mit ihren rollenden Einfamilienhäusern. Das Ganze verliert den abenteuerlichen Reiz, der noch vor einigen Jahren intakt war. Die sehr guten Strassen öffnen allen Tür und Tor. Das Djebel Bani Gebirge in Richtung Algerischer Grenze, trennt dann die Spreu vom Weizen, wo die Sandpisten beginnen.

Reisetag 35 / 8.3. Wir verbrachten einen sehr ruhigen Tag in Zagora mit einem Einkaufsbummel in der Mainstreet von Zagora. Der Gesundheitszustand von Doninique mit ihren ausstrahlenden Schmerzen scheint sich zu verschlimmern. Mit Unmengen von Medis kann Dominique die Schmerzen kaum mehr im Zaum halten, und wir können alle nur tatenlos zusehen! Sollte sich ihr gesundheitlicher Zustand nicht zum Guten wenden fahren wir gemeinsam nicht weiter südlich in Richtung Mahmid resp. zur geplanten Besichtigung der Sternwarte Saharasky, stattdessen treten wir den den Rückweg nach Fes, resp. Mekness an und trennen uns dann möglicherweise vor dem geplanten 19.3. von wo Housi und Dominique dann die Heimreise nach Hause antreten werden.

Reisetag 36 / 9.3. Die Würfel sind gefallen Dominique's Schmerzen haben sich in der Nacht leider nicht zum Guten gewendet, so dass wir beschliessen in Etappen Nordwärts zu reisen. Nach ca. 150Km fanden wir in Tazzarine bei stürmischem Wind, der Unmengen Sand durch die Luft wirbeln liess, in einem schönen Palmenhain ein relativ windstilles Plätzchen wo wir unser Lager aufschlugen. Vor dem Nachtessen spielten wir noch eine schöne Partie Boule. Morgen verspricht die Wettervorhersage Besserung, resp. weniger Wind. Ausserdem möchten wir erwähnen, dass wir, auch ohne zu fahren, seit mehr als vierzehn Tagen nie mehr am Strom waren. Die gleissende und imm er noch tief stehende Sonne vermag unsere Batterie zu laden. Beim gestrigen Tag in Zagora luden die Solarpaneele fast 1kWh genau 980Wh.

Reisetag 37 / 10.3. Schon bald waren wir auf der Strasse, unser erstes Etappenziel Rissani, wo wir uns für oder gegen den Besuch von Erg Chebbi entschieden. Die Schmerzen von Dominique und der nach wie vor recht starke Wind, was Erg Chebbi nicht angenehmer macht, bewegte uns noch weiter zu ziehen nach Meski zum Camp der „ Source bleu de Meski“, ein Entscheid den wir schon bald einmal bereuten, denn der Platz gehört der Gemeinde Meski und ist nicht nur ein Camp sondern ein Ort wo die verschiedensten Leute die Source Bleu besuchen. Zum einen wäre der Name Source de Plastique passender und zum anderen hatten wir beim Camp einrichten, beim Boule spielen, beim Essen und beim gemütlichen zusammensitzen keine ruhige Minute ohne, dass irgend jemand kam um uns etwas anzudrehen, beim Boule mitreden oder sich einfach ohne zu fragen zu uns an den Tisch setzen um etwas zu verkaufen oder einfach zu betteln. Also unser Tipp: meidet die blaue Quelle von Meski. Der alltägliche Touristenwahnsinn von Marrakesh ist weniger aufsässig als der von Meski. 

 

 


Woche 11 / 11. - 17.3. Reisetag 38 / 11.3. Es fiel uns nicht schwer den Ort zu verlassen wir mussten uns nur noch an den Geschäften vor der Barriere durchkämpfen und abwinken bis endlich die Barriere geöffnet wurde und wir mit einem genüsslichem Aufschnaufer in die Freiheit entlassen wurden. Eine schöne Fahrt zuerst durch den Grossen- und danach durch den Mittleren-Atlas endete für uns in der Nähe von Azrou wo wir gemeinsam noch ein letztes Mal zusammen im Camp waren, Fleisch und Zutaten die wir unterwegs in kleinen Geschäften gekauft hatten kochten und gemeinsam unseren vorläufig letzten gemeinsamen Abend in Marokko genossen. Der Genuss zog sich aber nicht bis weit in die Nacht, denn unser Camp auf 1444 m üM wurde nach Sonnenuntergang empfindlich kühl, so dass wir uns in unsere warnen Gefährte zurückzogen.

Reisetag 39 / 12.3. Nach gemeinsamem Wasser bunkern und Tanks leeren kam nach fünf gemeinsamen Wochen der Abschied, Housi und Dominique traten auf dem schnellsten Weg (Autobahn) den Weg nach Tanger-Med an und wir bewegten uns im Schlendertempo in Richtung Fes, Auto waschen lassen, Einkaufen die Reserven mussten aufgefüllt werden, und dann ganz gemütlich zum Camp „Diamant Vert“ ein sehr guter Ausgangspunkt für die Medina von Fes, und um die versäumte Pflege der Webseite nachzuholen.

Im Verlaufe des Nachmittags bekamen wir News von Housi und Dominique die sehr gut vorangekommen sind und bereits heute eine Fähre nach Algesiras in Spanien erwischen konnten.

Reisetag 40 / 13.3. Geruhsam verbrachten wir den Tag mit erledigen von Pendenzen, Sonne geniessen, Pedicure, Duschen und an Webseite und Newsletter herum basteln.

Reisetag 41 / 14.3. Heute haben wir einen sehr gefreuten Ausflug in die Medina von Fes gemacht, erfreulich authentisch mit all den vielen Handwerkern, die im Gegensatz zu der Medina von Marrakesh freundlich und nicht penetrant. Die Marrakschi sind ja schon fast aggressiv auf Kundenfang, im touristisch überlaufenen Marrakesh. Wir haben uns erneut sehr wohl gefühlt und konnten nahezu unbehelligt unsere Medina-Erkundungen durchziehen.

Reisetag 42 / 15.3. Wir beschlossen um die Wäsche zu machen noch einen geruhsamen Tag im Diamant Vert zu verbringen, gesagt getan!

Reisetag 43 / 16.3. Die erste Aktion war nachdem wir unsere Wasservorräte gebunkert hatten die Fahrt zum Carrefour um Essens- und Getränkevorräte aufzufüllen. Danach haben wir uns entschlossen Ostwärts Richtung Taza zu fahren mit dem ersten Ziel Parc Nationale de Tazzeka eine sehr schöne dünn besiedelte, kurvenreiche und bewaldete Region, die Strassen total ohne Verkehr. Unterwegs erfreuten wir uns einmal mehr ob den Störchen wir haben welche in sehr ausgefallenen Nest-Standorten fotografiert, auf den Antennen einer grossen Mobilfunkantenne. Die Temperaturen trotz Höhe bis 1400 m üM über 30° C hinaus. In einem Teil der Strecke hatten wir eine Dinogerechte stark ausgewaschene Schotterpiste. Zum Übernachten haben wir uns abseits der Strasse auf einer kleinen Alpweide auf 1080 m üM verzogen.

Reisetag 44 / 17.3. „Der Weg ist das Ziel“ wurde heute wieder Mal wortwörtlich gelebt! Nachdem wir eine total ruhige, entspannte Nacht im nahezu nirgendwo verbracht haben, beschlossen wir zum Lac de Tislit zu fahren, wir haben noch zwei Säcke Kleider die wir der Malinka abgeben wollen, sie weiss am besten wer in dieser Bergregion um Ilmichil sie am besten gebrauchen kann! Doch es kam wieder Mal alles ganz anders! Wir befanden uns zwischen Zeida und Ilmichil als wir in eine Wetterwand liefen! Ganz den Wetterprognosen entsprechend hatten wir vom Morgen weg eine ungewohnte Bewölkung. Doch nun alles der Reihe nach! Eine sehr schöne Fahrt in den Tälern des Mittleren Atlas eine sehr zerklüftete Gegend ging über in ein endloses Hochplateau, mit verkehrsarmen Strassen. In Zeida trafen wir, für kurze Zeit, wieder auf die verkehrsreichen RN13, bogen dann wieder ab und erkannten Süd/westwärts eine schwarze Wetterwand. Anfänglich hielten wir an unserem Plan fest weiter in die Berge des hohen Atlas zu fahren, dann jedoch zeigten sie frisch verschneite Hänge und wir hatten bereits die ersten schweren Regentropfen! Wir wussten dass sich unser geplanter Schlafplatz auf gut 2'800müM befindet und dass wir uns erst auf 1'640müM befanden! Eine klare Sache für uns, wir drehten um und peilten eine neues Ziel an! Es wurde Midelt und wir fanden uns entgegen unserem Plan wieder auf der RN13 und den Campern. Einen zermürbenden Unterschied zu gestern Abend, wo wir alleine in der Natur standen, jetzt stehen wir am Rand des Geschehens, vor einem Wald von nach Süden gerichteten Satellitenschüsseln das Camp ist voll von Tupperware, Hmm.

 

 

Download
Reisetagebuch von Housi und Dominique
Eine andere, interessante Wahrnehmung der Reise aus Housi's Sicht. Wir waren vom 5.2. - 12-3-2019 gemeinsam unterwegs und diese Beiden Daten sind im Bericht rot markiert.
Tagebuch housi 2019.pdf
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Woche 12 18. - 24.3. / Reisetag 45 / 18.3. Das Camp war noch ziemlich verschlafen als wir nochmals Wasser auffüllten und uns über die Reiseroute unterhielten. Wie sich zeigte haben wir eine gute Wahl getroffen, auf der RN 13 nach Rich, dann rechts ab in kleinere Strassen und Pisten durch die Gorges du Gheris nach Goulmima dann süd/westlich nach Erfoud von wo wir nach Merzouga und Erg Chebbi fuhren, wir verbrachten die Nacht am Rand der Grossen „Dune de Merzouga“.

Reistag 46 / 19.3. Wir genossen vor der Wegfahrt beide eine warme Dusche und machten uns auf den Weg um Erg Chebbi. Zuerst gehörig Luft aus den Reifen nehmen und danach machten wir die ersten Erfahrungen mit dem Dino im tiefen Sand. Es ist in der Tat eine neue Erfahrung, der Dino verhält sich nicht ganz genau die der Landi aber metzget sich sehr gut. Wir werden künftig noch mehr Luft ablassen müssen, so dass die Reifen sich noch platter auf dem Sand breit machen. Die Power von V6 hat den etwas zu hohen Reifendruck wett gemacht. Nach 65Km fanden wir nach der fast vollständigen Umrundung mit einigen kleinen Abstecher in die Dünen, unser Nachtlager am Rand der Dünen. Blues und das Rauschen des Windes begleiteten uns den verbleibenden Nachmittag bis in den Abend. Ein pikantes Chicken-Curry mit Reis rundete den gelungenen Tag ab!

Reisetag 47 / 20.2. Unser Tagesziel weiter süd/westlich Zagora Oasis Palmier. Wir versuchten soweit wie möglich die Asphaltstrassen zu vermeiden und wählten Pisten die wir bisher noch nie gefahren hatten, ein Erfolg wie sich herausstellte, denn wir erfuhren abwechslungsreiche Gebiete entlang der Algerischen Grenze, wobei wir mit Absicht nicht die Piste ganz nahe der Grenze benutzten, da diese zu gewissen Zeiten nicht unbedingt zu den angesagtesten Strecken gehört. Anderseits erfuhren wir, dass bei uns auf der nicht neusten Karte Pisten asphaltiert wurden und dadurch den überhand nehmenden Camper Tür und Tor öffnet.

Wir kommen jedes Mal sehr gerne ins Oasis Palmier ein schöner, aufgeräumter Platz. Und wo sich früher ausschliesslich die 4x4 trafen nehmen die Tupperwaregeschirre allmählich überhand, Hmm irgendwie schade. Zum Nachtessen nutzten wir den Campeigenen Service, sie bringen für wenig Geld das schmackhafte marokkanische Essen zum Fahrzeug, Keffta, Tagine und Marokkanischen Salat.

Reisetag 48-49 / 21. - 22.3. Die zwei Tage verbrachten wir teils chillend im Camp oder machten uns zu Fuss auf den Weg in die 3,5 Km entfernte Stadt Zagora. Wir haben wie schon seinerzeits beim Ländi, ein aus Palmholz gefertigtes Miniatur Modell unseres Dino's. Beim Walk in die Stadt besuchten wir die Werkstatt wo die Miniaturen gemacht werden, ein extrem kleiner Raum mit einem kleinen Fenster im ersten Stock eines Gebäudes, der nach den Farben der Mini-Fahrzeuge riecht!

Reisetag 50 / 23.3. Heute wurde auch wieder einer dieser Tage, der so nicht in das im Kopf geformte Programm passte. Plan: In aller Ruhe in's Erg Chegaga fahren dort eine unvergessliche Nacht unter Sternenhimmel verbringen! Realität: Mir merkten schon bald einmal, dass sich in der Sahara etwas anbahnte, der Wetterbericht war ohnehin nicht über alle Zweifel erhaben, so dass wir je mehr wir in Richtung Dünen vorstiessen die Luft extrem Sand geschwängert wurde. Der langen Rede kurzer Sinn schon bald begruben wir unseren Plan in den Dünen zu übernachten und stellten uns auf einen langen holperigen Tag ein! Wir blieben, was wahrscheinlich nicht die beste Idee war, auf der oberen Piste entlang dem Jebel Bani und diese ist im Gegensatz zur Tiefsandpiste entlang dem Erg Chegaga in einem sehr rauen Zustand. Es ergaben sich 137Km Piste die keine hohen Geschwindigkeiten erlaubte. Einzig der obere Rand des Lac d'Iriki erlaubte eine höhere Geschwindigkeit. Wir haben trotzdem die lebensfeindliche Umgebung sehr genossen und sind an sehr vielen Kamelen vorbeigefahren und verbrachten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit unter 30Km/h viel Zeit in unseren Recaro Sitzen. Wie erschlagen checkten wir Eingangs Foum Zguid bei einem kleinen Campingplatz ein, kochten einen Teller Pasta und fielen dann zu Bett! Es ist auch erwähnenswert nachzureichen, dass wir entlang des letzten Abschnittes Regen hatten, ein kühles Nass das in dieser staubtrockenen Region Seltenheitswert hat, denn es regnet hier nicht jedes Jahr!

Reisetag 51 / 24.3. Die Nacht war mit Regenschauern und Sturmböen versehen und als wir am Morgen den staubbeladenen Wind aus der Sahara sahen, bestätigte sich unser Entscheid nicht in den Dünen des Erg Chegaga zu nächtigen als der einzig richtige. Die heutige Fahrt von Foum Zguid nach Tata war nach der stundenlangen Rüttlerei von gestern wie ein schweben auf Wolken. Die 140Km auf der neuen fast verkehrsfreien Asphaltstrasse war sehr erholsam. In Tata, die Stadt in der Wüste, angekommen gönnten wir uns Kringel (die schon fast legendären Beignet) ein Must wenn man Tata besucht. Wir nächtigten im Camping-Municipal von Tata was uns die Möglichkeit gab bequem und zu Fuss einen Bummel durch die ausserordentlich kühle, 27°C, Stadt zu machen. Andere Male hatten wir zur selben Zeit bereits trockene 46°C am Schatten.

 

 

Woche 13 / 25. - 31.3. Reisetag 52 / 25.3. Bereits in der Nacht brachte der Wind aus der Sahara Sand zu uns, so dass am Morgen die Sonne milchig schien. Zudem hatte die Rita einen schlechten Tag erwischt, ihr ist die Hexe eingefahren, so dass sie sich nur sehr mühsam bewegen konnte und trotzdem wollten wir weiter und versuchten möglichst wenig holperige Strassen zu fahren. Strecken die wir als Piste nach Tafroute von vorhergehenden Reisen kannten, fanden wir asphaltiert und mit neuer Streckenführung. Heute kam das der Rita entgegen. Kurz vor Tafroute sagte ich zu Rita muss anhalten, ich glaube wir haben einen Platten erwies sich als korrekt, hinten links war der Druck von 4 auf 1 Bar abgefallen! Wir packten den Kompressor und pumpten den Reifen wieder auf und unsere Hoffnung die verbleibenden 16Km nach Tafroute zu schaffen ging in Erfüllung, so steuerten wir die erste Reifenwerkstatt an und in der Zeit von 15 Minuten und einer Rechnung von umgerechnet 3,60 Fr war der Reifen repariert! Danach kauften wir auf dem Markt von Tafroute Orangen und Gemüse ein und fuhren zum Camp. Die Rita ist nach wie vor leidend aber die starken Medis dröhnen sie doch etwas zu!

Reisetag 53 / 26.3. In der Nacht hat Rita wegen ihren Rückenschmerzen suboptimal geschlafen! Und nach dem Aufstehen schoss es ihr ein weiteres Mal in den Rücken, wenn die Hexe zuschlägt hmm! Wir machten uns trotz allem wieder auf den Weg es war eine sehr abwechslungsreiche Fahrt von Tafroute über Igherm nach Taliuline, der Hauptstadt des Safrans. Wir, Rita so gut es ging, genossen die fast endlosen Weiten des Antiatlas, zwischen 1000 und 2000 m üM, wo der Safran angebaut wird. Wir kamen, als wir die Frauen in den kargen Hängen arbeiten sahen, einmal mehr zur Erkenntnis, dass in Afrika die Frauen die Arbeit machen. Sie ernten Kräuter, Gras oder sammeln Holz und beladen sich und ihre kleinen Esel, währenddessen die Männer Tee trinkend und herumfummelnd irgendwo sich im Windschatten oder der Ortskneipe verdrücken. Ganz Afrika würde es wirtschaftlich besser gehen, folge der Idee und der Entwicklung der Mikrokredite die an Frauen, in Afrika vergeben werden damit sich eine lebenswerte Existenz sichern können, wenn die Männer dieser geschichtlich gewachsenen Hierarchie entmachtet würden. Natürlich ist das, insbesondere in muslimischen Ländern, reines Wunschdenken aber aus unserer Sicht ein möglicher Schlüssel zum Erfolg in Afrika! In Taliuline bezogen wir einen Campingplatz, den wir vor ein paar Jahren bereits einmal besucht hatten, und stellten den Dino so gut wie möglich in einen Windschatten und warteten auf die angekündigten Gewitter!

Reisetag 54 / 27.3. Gewitter und der anschliessende Landregen kamen, jedoch später als angekündigt. Dem nächtlichen Landregen gelang es die sandgeschwängerte Luft zu reinigen, am Morgen war der Himmel wieder klar und das verstaubte Fahrzeug wieder einigermassen abgewaschen. Wir haben nicht zuletzt wegen dem leichten trommeln des Regens auf dem Dach wunderbar geschlafen. Rita's Rückenschmerzen sind noch nicht verflogen aber es ging ihr am Morgen schon viel besser. Schnell hatten wir unsere sieben Sachen aufgeräumt, Grauwasser abgelassen und Frischwasser gebunkert und schon waren wir wieder on the Road. Auf der Nordseite des Djebel Bani zuerst auf der RN10 und danach bogen wir ab auf die R108 mitten durch Safranland am östlichen Ende des Antiatlas eine ausserordentlich schöne Gegend entlang des Djebel Anaour bis Agdz. Die Strasse eine wahre Billardbahn, kein Wunder dass auf der Strecke auch wieder Camper anzutreffen waren. Anschliessend benutzten wir die RN9 bis Ourzazate wo wir unseren Kühlschrank und Wein- und Ginkeller wieder auffüllten bevor wir unser Camp aufschlugen.

Reisetag 55 / 28.3. Der 55ste Reisetag wurde für uns sehr unerwartet zu einer ziemlichen Herausforderung. Alles der Reihe nach: Als erstes wollten wir bei Maroc Telecom unseren Internet-Hotspot wieder aufladen, wir parkten vor dem Shop auf der abhängigen rechten Strassenseite, vor uns parkte mit etwa zwei Meter Abstand ein VW Tiguan und der Fahrer stieg aus, er hatte vergessen das Fahrzeug zu sichern und es knallte in unsere Front. Er kam sofort zu mir, entschuldigte sich es sei seine Schuld und plötzlich beim Verhandeln, wie wir vorgehen wollten, ging er zu Fahrertüre, ich dachte er wolle Abstand zwischen den Fahrzeugen machen, damit wir den Schaden begutachten können, aber nein er fuhr einfach davon, hatte leider kein Telefon um zu fotografieren bei mir, noch konnte ich mir seine Autonummer merken, weg war er. Danach, was wollten wir ohne Autonummer? Wir fuhren mit unserem Schaden, gebrochene Stosstange, von Ouarzazate auf der RN10 bis Skoura danach gut ausgebaute meist asphaltierte Single Trails immer schön den Oued's nach. An einem gewissen Punkt fehlte die Piste, die wir gemäss Navi hätten nehmen sollen gänzlich und vorbeifahrende Einheimische sagten uns das sei der neue Weg und wir engagierten uns in ein steiles Bergsträsschen, welches uns alles abforderte, hätten wir gewusst was uns erwartet wären wir erst gar nicht in dieses Bergsträsschen gefahren, schmal in den Felsen gehauen ja an einem Ort war die Kurve so eng, dass ich mit dem langen Radstand auch nicht mit manövrieren dem Felsen ausweichen konnte und wir trugen eine Schramme an der unteren rechten Schürze davon. Das grösste Horrorszenario wäre gewesen wenn wir hätten umkehren müssen, da mach ich mir am Besten keine Gedanken darüber. Wir waren froh den Timassiminine Bergkamm 2'400 m üM einzig mit dieser Schramme erklommen zu haben und vor uns lagen noch einige Kilometer zum Teil übelster Piste (Insgesamt 125Km), mit ein paar weitern Herausforderung durch die vielen ausgetrockneten Flussläufe. Schafften es schlussendlich und genossen das letzte Stück bis Boumalne du Dades und bis zum Eingang der Gorges du Dades wo wir uns in einem kleinen Camping einrichteten und gleich noch das Nachtessen zum Dino bringen liessen. Ruhiger kann eine Nacht nicht sein.

Reisetag 56 / 29.3. Schon bald fuhren wir los, zuerst erlebten wir die gut ausgebaute, steile und kurvige Strasse der Gorges du Dades, also den Bereich wo Kreti und Plethi fahren können, ein tolle Strecke die wir sehr genossen. Später trennt sich die Spreu vom Weizen und es geht über in eine knapp 90km lange Piste zu dem wirklich schönen Teil der in nord/östlicher Richtung verlaufenden Schlucht. Unterwegs kreuzten wir zwei Lastwagen mit Schafen, 3 Britische Biker auf ihren Enduros und eine Dreiergruppe ebenfalls Briten mit Land Rover. Im Gegensatz zur gestrigen Pistenfahrt waren wir beide total entspannt und so macht es so richtig Spass. Unser Tagesziel den Lac de Tislit wo wir Malinka die herzensgute Campingplatz Besitzerin überraschen wollten, daraus wurde nichts, denn sie sei, so die Person welche den Camping interimsweise führt, zur Zeit krank in Casablanca, offenbar mit Herzproblemen. Der Campingwart bestand darauf, dass wir mit Malinka am Telefon sprechen und stellte die Verbindung her. Wir konnten beide mit ihr sprechen und ihr selber mitteilen, dass wir 2 Säcke Kleider zum verteilen mitgebracht haben. Malinka wird in den nächsten Tagen wieder nach Imilchil zum Lac de Tislit zurückkehren.

Reisetag 57 / 30.3. Die Nacht war kalt und regnerisch am Morgen hatten wir noch 4°C und wir warfen bevor wir aufstanden die Heizung an. Ein Wort zur Eberspächer Dieselheizungen, diese benötigen um auf grossen Höhen korrekt zu funktionieren sogenannte Höhenkitts was unsere beiden Heizungen natürlich haben und deshalb so zuverlässig und sparsam funktionieren. Die kommenden 272 Km waren sehr entspannend und führten uns durch sehr schöne und topographisch spezielle Regionen im Atlas. Und zwar vom Lac de Tislit über Tiriboula, Khenifra nach Azrou. Wir haben seit Tagen nicht mehr geduscht, deshalb bezogen wir unser Camp auf dem Platz wo wir uns am 12.3. von Housi und Dominique getrennt hatten. Das Wetter macht nicht wirklich mit wir hatten auf der ganzen Fahrt immer wieder Regen und auf dem letzten Abschnitt, nachdem wir unseren Dino haben waschen lassen, goss es wie aus Kübeln, die ganze Region ist sehr grün.

Reisetag 58 / 31.3. Der Wetterbericht ist versch... die Temperaturen bei nicht mehr als 10°C wir beschliessen heute einen Ruhetag einzulegen um das Auto nach den Strapazen der letzten Tage etwas zu pflegen Staub, Schlamm, Gerüttel haben dem Dino zugesetzt. Ausserdem ist es ja im geheizten Dino so gemütlich wenn es draussen regnet und windet. Ab Montag soll sich das Wetter beruhigen.

 

 

Woche 14 / 1. - 7.4. Reisetag 59 / 1.4. Es ist kein Scherz wir sind heute Morgen weitergefahren! Nach anfänglichem nächtlichem Regen beruhigte sich das Ganze bis zum Morgen so dass wir die kurze Strecke von 71 Km nach Meknes unter die Räder nahmen im Park4Night haben wir einen Stellplatz in der Nähe des Golf Royal de Meknes gefunden und gleich bezogen. Meknes ist weit weniger touristisch als Marrakech oder Fes und die Verkäufer verkaufen meist ihr eigenes Handwerk, so dass wir uns mit ein paar Sachen, Teppiche und Kunsthandwerk eingedeckt haben. Von unserem Parkplatz konnten wir leicht und unbekümmert in die Medina, wo mehrheitlich Händler für die Einheimischen sind, so wie viele Geschäfte mit gefälschten Markenartikel wo sich die heimische Jugend eindeckt, mit dieser Ware lockt man keinen Touristen hinter dem Ofen hervor!

Wir verspürten absolut keine Lust selber zu kochen, so dass wir uns für ein spätes Mittag- resp. frühes Nachtessen entschlossen, Erkenntnis daraus, wir hatten einmal mehr zu viel gegessen aber wir hatten reichlich Zeit zum verdauen bevor wir zu Bett gingen.

Reisetag 60 / 2.4. Kurz vor 8:00 Uhr verliessen wir den Standplatz in Meknes und fuhren nordwärts auf der RN13 bis nach Jorf-el-Melhal um dann in eine gelbe Piste einzufahren welche uns rüber zum Barrage de el Wahda und Taounate führte. Auf dieser Strecke wir nannten sie die Esel-Strecke unglaublich vielfältig zersiedeltes, fruchtbares Gebiet mit vielen Leuten und alle waren sie mit ihren Esel unterwegs eine nicht ausgesprochen attraktive Strecke doch sie war für uns neu! Anschliessend querten wir das Rif Gebirge von Taounate nach Isguen Katama wo praktisch die ganze Strecke erneuert wird, zudem wurden wir auf den gesamten Strecke von Leuten angepöbelt um Cannabis-Tüten zu kaufen. Die Streckenführung empfanden wir als eine der vermülltesten Regionen die wir je in Afrika bereist hatten. So jammerschade für eine derart topographisch und landschaftlich schöne Bergregion, die in weiten Teilen an unseren Jura erinnert. Jeder Abhang dient dort als Müllkippe, zum kotzen, ganz extrem! Ist ja vielleicht nicht ganz von ungefähr, dass dieser Teil von Marokko touristisch nicht wirklich erschlossen ist. Die Region lebt zur Hauptsache vom Cannabis Verkauf. In Isguen Katama warf sich ein offenbar total bekiffter und ausgeflippter Cannabis-Verkäufer vor unser Auto um uns zu stoppen. Er gestikulierte mit Cannabis-Säcklein vor unserem Auto herum und lallte etwas Unverständliches, wir waren echt froh diese völlig versiffte Stadt verlassen zu können. So fuhren wir auf den kurvenreichen Strassen weiter bis zu einem der wenigen Campingplätze in Kalah Iris. Ein kleines Paradies auf der Klippe mit wunderbarer Aussicht auf das Mittelmeer.

Reisetag 61 - 62 / 3. - 4. 4. So genossen wir die Müll- und Cannabis-Verkäuferfreie Zone mit Sonnenbaden und einfach mit chillen! Apropos Kiffen: Ganz ohne Cannabis ging es auf dem Campsite doch nicht, denn unsere sehr netten jungen italienischen Nachbarn mit Kind, Hund und Camper zogen sich in aus unserer Sicht doch schon bedenklichem Masse von Morgens früh bis Abends spät eine Tüte nach der anderen rein.

Reisetag 63 / 5.4. Heute unser 63ster Reisetag von dieser Reise und unser 45ster kirchlicher Hochzeitstag, wie die Zeit vergeht. Über einen ca. 10 Km langen Streifen Piste entlang der schroffen Mittelmeerküste gelangten wir auf die RN16, die der Küste folgt, begleitet von sehr starken, ruppigen Windböen nach Tetouan. Und unterwegs bekamen wir die Bestätigung einer Frage die wir uns bereits mehrmals gestellt hatten! Haben die übermässig hoch überladenen Lastwagen und Busse keine Kopflastigkeit-Problem? Oh doch, die Probleme sind da, an einer Stelle zwischen zwei grossen Felsköpfen hatte Minuten vorher eine starke Windböe einen Lastwagen einfach auf die Seite gekippt, kein Wunder bei der Art Lastwagen zu überladen! Es waren schon helfende Leute zur Stelle so dass wir weiterfuhren.

In Tetouan füllten wir im grossen Carrefour Market unsere Reserven für die Weiterfahrt mit Jüre und der ATW Gruppe auf. In diesem Carrefour gibt es, wie bei uns zu Hause, alles was das Herz begehrt inkl. Alkohol an einem Freitag, muslimischer Sonntag, (jedoch mit gegenüber anderen Wochentagen eingeschränkteren Öffnungszeiten). Es hatte fast den ganzen Tag nicht nur gewindet sondern geregnet was unsere Campwahl etwas einschränkte, wollten eigentlich in Martil dem Camping von Tetouan nächtigen, dieser war jedoch ziemlich überfüllt und voll von tiefen Wasserpfützen, so dass wir unseren nächsten Punkt Rest. Argovia mit dem Schweiz- Marokkanischen Besitzerehepaar ansteuerten. Vor Ort verging uns die Lust auf den abschüssigen Parkplatz direkt an der Strasse zu nächtigen, wir hätten gar nicht so viele Steine unter die Räder packen können um einigermassen gerade zu stehen. Also entschieden wir uns früher als vorgesehen „La Ferme“ Hotel, Restaurant und Stellplatz anzusteuern. Ein sicherer Wert, da waren wir bereits einige Male und die Küche ist im Gegensatz zur normalen Marokkanischen Küche mit Tagine, Couscous, Couscous, Tagine eine echte Auswahl an anderen Gerichten anbietet. Die Wahl für unseren 45sten Hochzeitstag war ausgezeichnet.

Reisetag 64 + 65 / 6. + 7.4. Samstagmorgen wir beschliessen im 7,2 Km entfernten Martil erneut einen Versuch zu starten um auf dem Camping fündig zu werden! Siehe da alles ok, viele sind offenbar heute Morgen abgereist, an Wochenenden gehen viele auf die Fähren. Der Motor wurde kaum warm und schon richteten wir uns erneut im Camp ein. Der Campingplatz recht sauber nicht wirklich lauschig aber strategisch sehr gut gelegen um zu Fuss ins schöne Städtchen Martil zu gehen.

Bereits am Freitag bekamen wir vom ATW Jüre die erste Hiobsbotschaft, Thomas einer der Reiseteilnehmer hat mit seinem Unimog bereits auf der Reise nach Genua zur Fähre einen Motorenschaden abbekommen. Je nach Schwere des Schadens wird er Nachreisen oder nicht, Shit-happens. Hiobsbotschaft Nr 2 die Fähre von Genua über Barcelona nach Tanger-Med ist, der Grund ist noch nicht bis zu uns gelangt, mit 7 Stunden Verspätung ausgelaufen. Jüre hält uns mit latest New's aus Barcelona auf dem Laufenden. Morgenabend werden wir im Hafen von Tanger-Med die Nacht verbringen und auf Jürg und das verbleibende Pärchen warten und unsere Reise dann zu dritt fortsetzen.

 

 

Woche 15 / 8. - 14.4. Reisetag 66 / 8.4. Neue Woche, neuer Reiseabschnitt, heute haben wir uns Abends im Hafen von Tanger Med mit Juerg (ATW, Atlas Travel World) und mit für uns neuen Gesichtern, die von Sibylle und Stephan, getroffen. Wir hatten ja erwähnt, dass die Fähre mit 7 Stunden Verspätung abgefahren war, wir wissen jetzt auch warum, sie haben ein herrenloses Päckli gefunden, und ein Bombenalarm wurde ausgelöst. Auf jeden Fall, die Fähre legte sogar ein halbe Stunde vor geplanter Zeit an. Das Abladen und die Zollformalitäten waren für Juere ziemlich glimpflich verlaufen, jedoch Sibylle und Stephan benötigten über ein Stunde länger. Um Mitternacht waren alle da und wir gingen zu Bett.

 

Den ersten Tag haben wir mit etwas Schoppen und einem Umweg über Tanger verbracht und am Abend hat es entgegen allen Wetterprognosen ziemlich stark geregnet.

 

Reisetag 67 / 9.4. Ab dem 66sten Reisetag sind die Übernachtungsplätze mit gelben statt mit roten Dreiecks markiert! Es war für Sibylle und Stephan der erste Reisetag auf marokkanischen Strassen und es musste wahrscheinlich als erstes so sein, wir waren kaum vom Hafen weggefahren hob ein entweder bekiffter oder ein geisteskranker Typ Kieselsteine auf und traf zuerst Jürgs und dann das Auto von Stephan und Sibylle, die in dem Moment aus dem offenen Fenster den Hafen hinter uns fotografierte und den Spinner gar nicht bemerkte als sie von kleinen Kieseln, ohne Folgen am Kopf getroffen wurde. Wir haben als Schlussfahrzeug nichts abbekommen! Steinwürfe sind in Marokko eigentlich völlig unüblich im Gegensatz zu zum Beispiel Äthiopien wo wir täglich Steine von Kids abbekamen.

 

Nach dieser etwas speziellen Begrüssung auf den Strassen Marokkos fuhren wir eine kurze Etappe von ca. 120Km nach Chefchouen im Erggebirge, eine Fahrt in total grüner Umgebung. Es ist sehr angenehm in einem kleinen, von 3 Fahrzeugen bestehendem Konvoi zu fahren. Wir richteten uns ein auf dem seit Jahren unveränderten Campsite hoch über Chefchouen ein, verpflegten uns, bevor wir den steilen Fussweg nach dem Städtchen antraten. Chefchouen ein malerisches Örtchen in blau/weissen Farben mit Andalusischem Einfluss, einfach schön. Medina, Schoppen, Bilder schiessen und zuletzt haben wir noch in einem kleinen typisch Marokkanischen Restaurant gegessen, bevor wir den steilen Heimweg antraten.

 

Reisetag 68 / 10.4. Nach kühler Nacht genossen wir unser Frühstück warm angezogen draussen und verliessen dann in Richtung Meknes und Azrou das Camp. Durch die zum Teil ergiebigen Regenfälle der letzten Zeit war alles sehr grün, auf der Fahrt aus unseren bereits an Marokko gewöhnten Augen keine speziellen Vorkommnisse, keine Steinwürfe, also war alles im grünen Bereich. In Meknes machten wir bei einem Carrefour einen Einkaufsstop. Was in der Region speziell auffällt sind die Störche die an den unmöglichsten Orten ihre Nester aufbauen. Für die Störche haben wir den einen oder anderen Fotohalt gemacht.

 

Nach ca. 250Km erreichten wir oberhalb Azrou die Zedernwälder, wo wir uns einen wunderbaren Platz aussuchten, sofort eine Menge Holz sammelten, ein Feuer entfachten und, trotz ziemlich kühler Temperaturen auf 1'600 müM, sassen wir bis 23 Uhr draussen am grossen wärmenden Feuer und erzählten Geschichten, ein wahrlich traumhafter Abend in guter Gesellschaft.

 

Reisetag 69 / 11.4. Eine kalte Nacht mit Minustemperaturen, die aber an Ruhe und Stille kaum zu übertreffen war, brachte uns einen neuen strahlenden Tag. Wir mussten nicht wegstressen, denn unser Ziel „Cirque de Jaffar“ lag 135 Km entfernt und führte uns auf der RN13 südwärts über den Mittleren Atlas. Am Verkehrsknotenpunkt in Zeida, danach etwas weiter auf der RN13 um dann rechts auf Pisten abzubiegen, die zum Eingang der Schlucht des Cirque de Jaffar am Fuss des Djebel Ayachi auf 1'800 müM führen. Eine zauberhaft, malerische Landschaft, wo wir am Eingang der Schlucht unser Lager aufschlugen. Holz sammeln für das Campfire damit wir uns dann bei untergehender Sonne gemeinsam ein Fondue auf dem offenen Feuer gönnen konnten. Obwohl wir 200m höher lagen als gestern war der Abend wärmer, doch dadurch, dass wir weniger Holz hatten als gestern, verzogen wir uns bereits um 21 Uhr in unsere rollenden Hütten.

 

Reisetag 70 / 12.4. Nun stand uns nach dem Frühstück die Durchquerung der Schlucht bevor. Eine vom Wasser geformte Naturschönheit die, wie es sich zeigte seine Tücken hatte und nicht einfach zu bewältigen war. Insbesondere die Masse und das Gewicht vom Dino stellte uns vor ziemliche Aufgaben. Rita und Sibylle gingen mit Handfunk zu Fuss vor und machten Jürg mit dem Spitzenfahrzeug auf Schwierigkeiten aufmerksam. Das bedingte, dass wir, alle drei Fahrer, uns zu Fuss ein Bild machten und von Hindernis zu Hindernis beschlossen ja, das sollten wir packen. Ein Stelle, ziemlich in der Mitte der gut 1 Kilometer langen Schlucht, erwies sich als besonders tricky diese konnte vom Dino fast nicht bewältigt werden, es bedingte bauliche Massnahmen mit vielen Steinen und mit der Schaufel bevor wir uns ans Werk wagten, der Toyo von Jürg meisterte die Stelle als erstes mit Bravour, dann war Stephan an der Reihe und es holperte mächtig aber er kam durch. Der Dino hatte da etwas mehr Mühe, denn beim ersten Versuch die Hürde zu passieren wichen unter dem Gewicht des Autos grosse Steine und das hatte zur Folge, dass der Dino gegen rechts abrutschte und sich gegen den Felsen verkeilte, und zudem hatte sich ein grosser Stein bei den rechten hinteren Blattfedern verkeilt! Das bedingte eine weitere gute halbe Stunde Arbeit um den Truck aus dieser misslichen Lage zu befreien. Der nächste Versuch durchzukommen führte mit Einweisung von Jüre, zum Erfolg. Nachdem die Knacknuss Geschichte war fühlte sich der Rest der Schlucht trotz rechter Hindernisse wie ein Kindergeburtstag an. Fazit, der Dino hat drei weiter kleinere Schrammen (Gebrauchsspuren) abbekommen.

 

Es gab dann an diesem Tag keine Menge Kilometer und wir verschlauften uns dank den glücklichen Händchen von Jüre erneut am einem traumhaften Plätzchen für die Nacht. Wir bekamen Besuch von Beduinen Kinder die auf Grund der fehlenden Schulbildung kein Wort Französisch sprachen, sehr bedenklich für die Perspektiven dieser Kinder.

 

Wir hatten kein Feuer was dazu führte, dass wir uns alle bereits um 20 Uhr verzogen und die Heizungen laufen liessen.

 

Reisetag 71 / 13.4. Ein neuer traumhafter Tag, leider konnte ich ihn nicht in vollen Zügen geniessen, Fieber und Durchfall hatten mich im Griff. Eine Fahrt vom ca. 128 Km auf Pisten von Bou-Draa-de-l'Oudghes nach Imilchil und dann zum Lac de Tislit bis auf 2600 müM in malerischer Umgebung. Ein traumhafter Spätnachmittag am See, den ich leider nur vom Bett aus geniessen konnte. Die gesunden vier gingen zu einer Tagine bei Malinka, währendem ich im Bett lag und vor mich hin seuchte.

 

Reisetag 72 / 14.4. Nach einer kalten Nacht servierte uns Malinka ein Frühstück auf der Terasse, mit Blick auf den See. Der Lac de Tislite ist ein traumhaftes Stück Paradies und trotzdem beschlossen wir unsere Kreise weiter zu ziehen. Da es mir gesundheitlich nur unmerklich besser ging und ich an Unwohlsein und Appetitlosigkeit litt, machte Jürg dem Vorschlag einen Ruhetag am See einzubauen, was ich entschieden ausschlug, mir war die Beschäftigung beim fahren einfacher, um meine Seuche auszukurieren. Wir fuhren dann auf einen stillen, wilden Platz am Stausee „ Barrage El-Mansour Eddafibi“ vor Ourtazazat, leider kommen auf Grund der zu wenig schlechten Strasse auch Wohnmobile zum See..

 

 

 

Woche 16 / 15. - 21.4. / Reisetag 73 / 15.4 Heute stand ein touristisch viel besuchte Attraktion Ait Benhaddou, einem alten Lehmdorf welches in letzter Minute vor dem Zerfall gerettet wurde und zu einem Touristenmagnet ausgebaut wurde, auf dem Programm. Um die Autos fit für die Wüste zu bekommen haben wir auf einem kleinen recht schönen Campinglatz genächtigt und die Wassertank aufgefüllt.

 

Reisetag 74 / 16.4. Auf dem Weg nach Foum Zquid besuchten wir in Tazenahkt eine Berberteppich Knüpferei, wo wir fündig wurden und uns in einen Safranfarbenen Berberteppich verliebten und diesen kauften. Vor dem Einstieg in die Sahara hiess es Diesel füllen und dann bereits früh auf der sehr schlechten Piste ab Foum Zquid Luft ablassen damit die Plomben nicht aus den Zähnen fallen, Wir fuhren nicht mehr weit und Jüre fand einmal mehr ein traumhaftes Plätzchen für die Nacht eingebettet zwischen zwei Bergkämmen, schöner geht fast nicht mehr! Im Übrigen erreichten die Temperaturen die 38°Grad Marke und die Nacht war 24°C tropisch.

 

Reisetag 75 / 17.4. Nach dem Frühstück rollten wir dem Lac d'Iriki entgegen, durch Ralley's war ziemlich viel los auf den Pisten, deshalb entschied sich Jürg für diejenigen Pisten, die am wenigsten befahren waren. In einem der lauschigen Cafés im See, der ist mehrheitlich trocken uns man fährt durch den See, genossen wir bevor es in den Sand ging eine Berber-Omelette und Tee. Dann, einige Male durch Wind gestoppt, den Einstieg in die grossen Dünen, mit dem Ziel die grosse Düne vom Erg Chegaga. Wir sind nicht zum ertsen Mal da, aber es ist immer wieder schön durch die Dünen zu wühlen um sich dann am Fusse der grossen Düne niederzulassen. Die Tagestemperaturen überstiegen die 45°C und die Autos mussten schwer arbeiten und schafften es pannenlos.

 

Reisetag 76 / 16.4. Ein schönes Erwachen in den Dünen, die Nachttemperaturen gingen nicht unter 20°C und wir wurden von einem sehr schönen Tag empfangen, wir hatten um die Piste zu erreichen eine schöne Dünenfahrt bei idealen Lichtverhältnissen vor. Wunderbar den Fahrtag mit Dünenfahren zu beginnen, eine sehr sanfte, harmonischen Abfolge von Kurven Steigungen und steilen Abfahrten. Jüre wählte den Ausstieg aus der Wüste nicht in Mhamid sondern in Tagounite wo wir Diesel einfüllten, Brot einkauften und gleich wieder in die Wüste eintauchten um die weniger befahrene Strecke entlang der Algerischen Wüste nach Merzouga zu nehmen, wo zwei Übernachtungen geplant waren. Die Erste, ein erneut einsames Plätzchen runde 18 Km von der Grenze, hier ist eigentlich alles sehr einsam! Sibylle machte Spaghetti Carbonara für alle und wir assen gemeinsam draussen. Der Tag war etwas weniger warm die Temperaturen überstiegen die 40° nicht. In der Nacht, genauer gesagt um 3:05 Uhr kam sehr stürmischer Wind auf, der uns abgeschwächt bis zum Morgen und aus der anderen Richtung kommend blieb.

 

Reisetag 77 / 19.4. Die Nacht war zum Teil sehr windig und etwas kühler. Ein weiterer Tag Wüstenquerung stand uns bevor. Es wurden weitere 130 Km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,5 Km/h durch sehr schöneres abwechslungsreiches Wüstengebiet Stein- Staub- und Sandwüste mit ausgetrockneten Moorseen. Die Temperaturen nicht mehr so heiss wie die beiden vorhergehenden Tage richtig angenehm. Bei Stephan und Sibylle's TryeOn Camper verabschieden sich leider immer mehr Sachen, nach dem Heizventilator, dem Kühlschrank ist nun die Zweit-Batterie völlig hinüber und als Krönung haben sie nun noch eine undichte Stelle im Bremssystem und die rote Warnleuchte ist an. Wir müssen morgen nach dem Ausstieg aus der Wüste eine Werkstatt aufsuchen.

 

Den gestrigen wunderbaren Fahrtag krönten wir mit einem Steinpilzrisotto für alle. Bevor wir uns vom starken auffrischenden Wind schützend, in unsere Fahrzeuge zurückzogen.

 

Reisetag 78 / 20.4. Der heutige Tag führte uns nach ca. 35 Km aus der Wüste, wieder auf den Asphalt nach Taouz über Merzouga nach Rissani wir haben vier Tage und vier Nächte in der Wüste verbracht. Es war ein ein sehr toller Reiseabschnitt, drei Mal Daumen hoch.

 

In Rissani mussten wir uns der Behebung des Bremsproblems am ISUZU von Stephan und Sibylle kümmern, der Grund war bald einmal gefunden, eine durchgescheuerte Bremsleitung führte zum Verlust der Bremsflüssigkeit. Die Leitung wurde ausgebaut und die durchgescheuerte Stelle gelötet, zum Mittag waren wir wieder auf der Strasse und gingen zu einer Berber-Pizza, eine in den Reiseführern erwähnte pizzaähnliche Lokale Spezialität. Danach knappe 20Km bis zum Campingplatz etwas ausserhalb von Erfoud.

 

Reisetag 79 / 21.4. Ostern, Nach ruhiger Nacht stand nur eine kurze Etappe bevor, das Wetter auf der Südseite des Atlas ist viel besser als auf der Nordseite, deshalb halten wir uns so lange wir möglich im Süden auf. Zu den versifften Source bleu de Meski wollten wir nicht mehr, hatten vom letzten Mal noch genug davon (siehe Reisetag 37). So liefen wir Boudenip an, wo François, der französische Besitzer des Campingplatzes, der sowohl im I-Overlander so wie im Park4Night mit guten Kommentaren für Sauberkeit und guter Küche überschüttet wird, das Rekkam Camp führt, eine wahrlich tolle Adresse.

 

Bei so tollen Essensreferenzen machten wir uns die Mühe nicht selber zu kochen und setzten uns in das gastliche Restaurant und bestellten, für Marokko sehr speziell eine Plancha, rotes und weisses Fleisch zum selber grillen auf der grossen Tischplancha, toller marokkanischer Wein aus Meknes rundeten das ganze ab.

 

 

 

Woche 17 / 22. - 27.4. Reisetag 80 / 22.4. Ostermontag, Wir beschlossen Thomas, ein ausgewanderter deutscher Marokkoliebhaber, der in der Nähe von Beni Tajjite eine Olivenfarm und Schaf- und Ziegenzucht betreibt zu besuchen. Er unterstützt damit eine ganze Sippe von Berbern, Nomaden, die aus dem nahe gelegenen Bergen stammen. Ali der Vater und Vorarbeiter der Farm lebt teils im Zelt, teils im Lehmhaus mit seinen acht Kindern, die alle zur Schule gehen, die Mütter bekommen von Thomas monatlich 100 MAD wenn sie die Kinder zur Schule schicken. Wir wurden von den Kindern einzeln in deutscher Sprache begrüsst „Hallo ich bin Fatima“ was uns unglaublich erstaunte und der zweit älteste Sohn Lassem erklärte und zeigte uns die Farm, perfekt deutsch sprechend.

 

Reisetag 81 / 23.4. Kalte klare Nacht, am Morgen keine 10°C mit Sonnenschein, nach dem Frühstück begaben wir uns auf die Strecke. Es wurden in Etappen 320Km bis in die Nähe von Guercif auf einen Campingplatz gefahren. Unterwegs verschlechterte sich das Wetter und wir hatten viel Wind und etwas Regen. Die Strassen hier im Nord/Osten sind touristisch fast nicht genutzt und überhaupt sehr wenig befahren, so dass man sehr gut vorankommt. Die Küche des Campingplatzes wird gerühmt was wir natürlich testen wollten. Nachtessen Couscous, ein sehr gutes mit Rindfleisch, serviert in einem hohen Saal mit etwas überschwänglichen Stukkaturen, alles in allem ein etwas kaltes, im wahrsten Sinn des Wortes, Ambiente. Nach dem Essen hatte der Wind abgeflaut und Jürg und ich rauchten noch eine Krumme und genossen bevor wir uns zurückzogen einen schönen Talisker.

 

Reisetag 82 / 24.4. Zweitletzter Reisetag in Marokko. Wir haben uns den Lac Mohamed VI vorgenommen ein Örtchen am Stausee wo wir unser Camp für die letzte Nacht vor der Fähre, die uns von Nador nach Barcelona bringen wird aufschlugen. Ein schönes Lagerfeuer und ein dazu passendes Fondue am offenen Feuer rundeten unseren schönen Marokko Aufenthalt ab!

 

Reisetag 83 / 25.4. Ein prächtiger Tag erwachte, bereits zum Frühstück setzten wir uns im T-Shirt an den Tisch mit Blick auf den Lac Mohamed VI. Es fehlten dann nur noch ca. 70 Km bis zum Fährhafen in Nador, wo wir bevor wir uns auf das bewachte Hafengelände gingne, fuhren wir zum tanken mit ca. 95 Rappen/l pro Liter Diesel, lohnt es sich alle verfügbaren Kanister aufzufüllen. In Nador lungert sehr viel Gesindel rum, die jede Gelegenheit nutzen sich unter- oder auf ein Auto zu setzen, um nach Europa zu gelangen. Am Rotlicht, ich hatte vorerst gar nichts bemerkt versuchte sich ein Flüchtling an der Schaufel auf das Auto zu hiefen, die Schaufel gab mit lauten Krach nach und hing nur noch am unteren Haltebügel und der Junge fiel runter.

 

Reisetag 84 / 26.4. Den Tag verbrachten wir auf der Fähre, und da wir am Abend nach unserer Ankunft in Barcelona noch ein Stück fahren wollten versuchten wir etwas vorzu schlafen! Um 21:00 Uhr legte die Fähre an und es dauerte bis fast 23:00 Uhr, bis die Spanischen Behörden das OK zum ausladen gaben, Vorgänge die von uns nur schwer nachzuvollziehen sind. Der Entlad ging zügig voran und wir flutschten nur so durch die Zollkontrolle und schon waren wir wieder auf der Strasse und benutzten die Autobahn um über die Französisch/Spanische Grenze zu kommen. Um ca. 02:30 Uhr beschlossen wir die Fahrt zu unterbrechen und legten uns auf einem Rastplatz in der Nähe von Sigean aufs Ohr. Ich war anfänglich noch zu aufgezogen vom Fahren und konnte trotz grosser Müdigkeit keinen Schlaf finden.

 

Reisetag 85 / 27.4. Das ist kurzum erzählt, Fleissarbeit stand auf dem Programm und wir schafften die restlichen 720 Km mit und trotz der einen oder anderen Krise nach Hause. Schon zur Tradition geworden ist das Ankunftsnachtessen bei unseren NachPärlis, danke euch Beiden!

 

 

Die Reise in Zahlen:

 

 

  • 85 Reisetag

  • 11'700 Km gefahren

  • Durchschnittlich 137 Km/Tag

  • Durchschnittsgeschwindigkeit 47 Km/h

  • Unsere Solarpanele haben in dieser Zeit 50 kW Strom produziert

 

 

Eine abermals tolle Reise in zwei Teilen, Teil eins mit unseren Freunden Housi und Dominique, danke euch Beiden, und im zweiten Teil haben wir uns Jürgs ATW Reisegruppe angeschlossen, danke Jüre, danke Sibille & Stephan.

 

 

 

Unser erstes selbst geschnittenes Video,  hmm!

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Tagebuch der Weg ist das Ziel Teil 2
Marokkoreise in zwei Teilen 2019
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