Swiss Solidarity Slowride!

Reiseländer: Schweiz.

Schweizer Wirtschaft unterstützen, in der Schweiz bleiben.


Entwicklung, Verbreitung, Verhalten des Virus in der Schweiz


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Schami & Rita's Corona Tagebuch
Wir haben in einer wilden chronologischen Reihenfolge unseren Corona Lockdown Alltag in Wort und Bild zusammengefasst!
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Vorwort: In den ersten beiden Lockdown Wochen (Wochen 11und12) haben wir die Idee zu dieser ersten Reise nach der Coronakrise entwickelt! Niemals hätten wir uns die Lage so wie wir sie beim Reisestart vorgefunden haben vorstellen können!

Es war uns von Anfang an bewusst, dass die vom Bundesrat im Notrecht auferlegten einschneidenden Massnahmen und Stillegungen der Schulen und der Wirtschaft, (in den Wochen 11 und 12) tiefe Wunden hinterlassen würden. Das Leben war von einem Tag auf den anderen auf eine nie dagewesene Art und Weise entschleunigt! So entstand spontan die Idee unser Reisegeld nach der Krise in der Schweiz auszugeben.

Wir versetzten uns in die Zeit zurück als die Rita als Hochbauzeichnerin arbeitete, und ich hatte mehr als mein halbes Erwerbsleben als Agent als Selbständigen KMU im Verkaufsaussendienst verbracht. So erkannten wir ganz genau was insbesondere auf selbständige Kleinunternehmer zukommen wird.

Als Rentner in der Schweiz in eine derartige Lebenssituation zu geraten ist ein grosser Luxus, denn ausser dass wir als Ü65 zu einer Risikogruppe gehören, kann uns finanz- und existenziell gar nichts passieren.

Dass aber entgegen unseren ursprünglichen Vorstellungen das Ganze bald vorbei sein wird und die Schweizer strömen dann wieder in Massen zu ihren beliebten ausländischen Urlaubsdestinationen, und im Gegenzug ausländische Touristen insbesondere die asiatischen Massen-Gäste anfänglich ausbleiben werden, deshalb bleiben wir in der Schweiz!

Aber dass die geltenden Reisebeschränkungen so lange bestehen bleiben hatt zur Folge, dass die Schweizer angehalten wurden ihren Urlaub im eigenen Land zu planen und zu verbringen.

Woche 19

 

Alles andere, und wie es zu dieser Reiseidee kam steht weiter unten!


Motto dieser neuen Reise:

"Dieses Land geht uns etwas an, es steht auf unserer Weltkarte"

Walter Ludin

 


Was gab den Ausschlag zu dieser Idee. Wir wollen unsere, durch den Coronavirus COVID19, arg gebeutelte Schweizer Wirtschaft mit einem kleinen Beitrag unterstützen, so haben wir beschlossen unseren ersten Slowride nach CORONA patriotisch, solidarisch "rund ums Haus" in der Schweiz zu machen.

Solidarität mit unsrer Heimat: So können wir, unter anderem, unserer stark geschädigten Tourismusindustrie, und Schweizer Wirtschaft solidarisch unter die Arme greifen. Entgegen unserer Reisegepflogenheiten, vermehrt auf Campingplätzen, statt frei zu stehen, oder das eine oder andere Mal mehr im Restaurant zu essen, statt selber zu kochen. Nicht online im Ausland einzukaufen, lokale Geschäfte berücksichtigen. Um so einen kleinen Beirag zur schnelleren Erholung der Schweizer Wirtschaft zu leisten, statt unser Reisegeld ins Ausland zu bringen. Einen solidarischen Beitrag, der nach der Coronakrise vielleicht Schule macht, bedenke auch Kleintiere produzieren Mist! Denn es ist im Gegenzug nicht damit zu rechnen, dass uns die ausländischen Touristen, Gäste die Bude einrennen werden. Die Coronakrise hat gezeigt, dass Patriotismus in schweren Zeiten wieder vermehrt gelebt werden sollte, wir sind stolz auf unsere Schweiz, auf das Krisenmanagement unseres Bundesrates und darauf Eidgenosse zu sein, insbesondere auf dessen Selbstbestimmung, die auf keinen Fall geopfert, aufgegeben werden darf. Wenn man sich die Frage stellt warum es einer grossen Mehrheit der Schweizer Rentner gut geht, kommen wir zum Schluss dass unser, auf drei Säulen, aufgestelltes Sozialsystem gut aufgegleist wurde, und jetzt auf Grund der demographischen Entwicklung einer Revision unterworfen werden sollte.

Thema Soforthilfe von Seiten der Regierung: So sind Milliardenpakete Soforthilfe, bei einer Schweizer Verschuldung von aktuell um die 40% des Brutoinlandproduktes (BIP) leichter abzufedern als bei Verschuldungen von 100 und mehr Prozent wie wir sie unweit unserer Grenzen haben. So gesehen hat doch die selbstbestimmte Schweizerische Direkte Demokratie und Selbstbestimmung gegriffen, meinen wir.

In einer Pressekonferenz der Bundeshauses vom 25.3.2020 wurde einmal mehr bewiesen, dass sich der Bundesrat nicht mit Massnahmenpaketen in Form von spektakulären Worten ("Swiss Understatement" eben) geäussert hat, die in der Wirklichkeit letztendlich ihr Ziel nicht erreichen, oder als Luftblase enden. Stattdessen wurde innerhalb weniger Tage mit der Schweizerischen Nationalbank SNB, den Schweizer Banken und der Eidgenössischen Finanzmaktaufsicht FINMA .... ein gangbares Massnahmenpaket, Regeln, eine unbürokratische Lösung, ein Konzept das Hand und Fuss hat um der Wirtschaft in den verschiedensten Formen effizient unter die Arme zu greifen, aus dem Boden gestampft. Es gilt dabei auch zu sagen, dass derartige Massnahmen ein Land nicht in die schiere Insolvez treiben dürfen. Dies ist nur möglich wenn das Finanzsystem, die Banken, der Staat gut aufgestellt sind. Da denken wir, das dies bei uns der Fall ist.

Gewisse Zweifel am (evt. fehlenden, hmm) Plan des Bundesrates, flammen gegen Ende der vierten Lockdown Woche auf, es werden immer mehr Stimmen laut die warnen, dass der witschaftliche Schaden in kein Missverhältnis zum Pandemieschaden fallen darf! Was falsch, was richtig da streiten sich die Parteien von links/grün nach rechts.

Wir haben in unseren Reise-Tagebücher, nach Reisen im Ausland, immer wieder erwähnt, dass wir kein gestörtes Verhältnis zu unserer Schweiz haben, wir kommen jedes Mal gerne wieder nach Hause, diese Corona Krise bestärkt unsere Haltung noch mehr.

 

Nun konzentrieren wir uns doch wieder auf's Reisen!

Slowride Symbol, ganz gross!
Slowride Symbol, ganz gross!

Slowride: Als ob wir es geahnt hätten war der Ausdruck bzw. die Philosophy SLOWRIDE bereits ein tragendes Element der abgebrochenen Frühlingsreise. Ja die Coronakrise trägt nun auch dazu bei, entschleunigt durch's Leben zu gehen. An dieser Stelle wollen wir den Introtext resp. die angedachte Philosophy der abgebrochenen Frühlingsreise untenstehend, blau und kursiv nochmals einbauen:

 

"Wir haben uns in ruhigen Momenten anlässlich unserer Reisen  des öftern gefragt, was haben wir von dieser Welt noch nicht gesehen? Und da mussten wir sagen, ja sehr viel von dieser Erdkugel haben wir nicht gesehen, wir haben auch in Europa, so wie in unserer kleinen Schweiz noch so viele weisse Flecken auf der Landkarte. Macht es Sinn, fragten wir uns, weiss was für exotische-, politisch unstabile-, oder weit entfernte Destinationen anzureisen wenn es vor der Haustüre noch so viel Schönes und Interessantes zu bereisen und zu entdecken gibt?

Das macht in vielerlei Hinsichten Sinn, wie wir zu sagen pflegen sich "rund ums Haus" zu bewegen. Und zwar aus soziologischen- ökologischen- ökonomischen Gründen, oder sich ganz einfach altersgerechter (Slowride), ruhiger zu bewegen. Stillstand kommt für uns immer noch nicht in Frage solange es uns nicht gesundheitlich auferlegt wird!"

 

Da stehen so viele Wahrheiten drin, die wir mit Corona soeben erlebt haben! Es wurde so oft gesagt Corona wird die Welt verändern, nun wollen wir Mal sehen, wieviel Positives aus dieser bitteren, ja negativen Zeit im unserem neuen Alltag, und im Alltag der Mitmenschen hängen bleiben wird!


Am 16.2.2020 beschlossen wir, künftig anlässlich unserer Reisen eine persönliche Abfallsammel-Aktion zu starten. Unser kleiner täglicher Beitrag zur Säuberung unser schönen Umwelt, Klick Button.


Reisetagebuch

Woche 21; Reisetage 1 - 7 / 18. - 24.5.2020

Unsere Schweiz, unsere Heimat, viele Gründe stolz zu sein! 😉
Unsere Schweiz, unsere Heimat, viele Gründe stolz zu sein! 😉

Reisetag 1 / 18.5.2020: Ein Befreiungsschlag, so fühlten wir uns nach neun Wochen Corona Pandemie Lockdown, wieder etwas Normalität! Wir hatten uns im Vorfeld sehr auf diesen Montag gefreut, so fuhren wir um neun Uhr morgens bei Dominique und Housi in Arch vor. Unser angedachtes Tagesziel, ein Steinwurf, den nahegelegenen Jura, genauer gesagt die Freiberge um Saignelegier. Doch eine gewisse Ernüchterung stellte sich bald einmal ein, grundsätzlich gilt im Kanton Jura Wild campen verboten. Unsere Suche nach Stellplätzen, so wie Gespräche mit Bauern oder auf Campingplätzen führten zu nichts. Die einzigen Möglichkeiten blieben uns in Form von Wanderparkplätzen, diese leider immer ziemlich in Strassennähe. Warum die Campingplätze geschlossen bleiben müssen, unverständlich. Die innige Ansprache mit der Bitte, „macht Ferien in der Schweiz“, von Bundesrat Ueli Maurer wird so zur Pharse. Wie auch immer wir arrangierten uns mit der Situation und fanden einem Parkplatz. Auf diesem Kiesplatz spielten wir schon Mal, bei prächtigem Wetter, die ersten Partien Boule. Auch die Feuerschale kam zum tragen, wir grillten unser Abendessen Spearribbs und Würste auf der Holzkohle, Wein, Kohlgemüse und Salat rundeten das Ganze ab!

 

Reisetag 2 / 19.5.2020: Die ganze Nacht nichts zu hören, ausser so meint die Rita mein Schnarchen! Ok wir hatten am Vorabend zur Feier der Wiederaufnahme unserer Reisetätigkeit etwas tief ins Glas geschaut, hmm. Ein traumhafter Morgen erwachte in den Freibergen und ein Grossteil der Rinder- so wie Pferdeherden hatten sich ganz in der Nähe unseres Camps versammelt, bimmelnd und schnaubend machten sie sich an ihr Frühstück das taunasse, saftige Gras. 

Ganz gemütlich nahmen wir unser Frühstück ein und räumten Tisch und Feuerschale weg und nahmen eine weitere Etappe Slowride in Angriff, In Saignelegier kauften wir ein, ganz fremd auf Reisen in der MIGROS einkaufen zu können, dann in ruhiger Pace, mit gebührendem Z’nünihalt, über La Chaux de Fonds, Le Locle zu unserem etwa 50Km entfernten Tagesziel Les Ponte de Martel. Auf dem Gemeinde Camperstellplatz richteten wir uns ein, unsere Plätzchen direkt neben die Boulebahn wo wir stundenlange spielten und lachten, und einfach das schöne Camperleben genossen. Beim gemütlichen Zusammensein beschlossen wir am nächsten Morgen weiter zu ziehen und zwar nach Charmey im Greyerzerland, Greyerzerland warum? Einfach so! Die Distanzen in der Schweiz sind so überschaubar, dass man sich solche sprunghaften Gedanken erlauben kann.

 

Reisetag 3 / 20.5.2020: Heute ist Rita’s Geburtstag, Happy Birthday Rita, ein traumhafter Frühsommermorgen erwacht, dank einer leichten Bise, über dem Neuenburger Jura, bereits kurz nach sechs Uhr scheint die Sonne in voller Pracht durch den Dino. Wir konnten es ja ruhig angehen lassen unser neues Tagesziel Charmey im Greyerz nur etwa 100Km entfernt konnte zügig geschafft werden. Wir sassen noch beim Kaffee als Dominique und Housi die Rita zu sich riefen, ein längliches Paket zogen sie aus dem Kofferraum von ihrem Friedolin (Camper) und übergaben das Päckli mit einem Happy Birthday der Rita. Freudig zog die Rita ein Mini Trottinette aus seiner Verpackung! Das Teil wurde sofort aufgeklappt und ausprobiert, eine super geniale Idee. Genau das Fortbewegungsmittel für kurze Distanzen, danke euch beiden. Nachdem wir dann etwas später startklar waren, Frischwasser aufgefüllt Chemie Klo geleert, machten wir uns auf den Weg über Neuenburg, Murten, Freiburg, La Roche, rechte Uferseite des Lac de la Gruyere nach Charmey, wo wir bei der Talstation der Gondelbahn unser Camp einrichteten.

Mit einem Apéro stiessen wir auf die Rita an und die Diskussion drehte sich  bald einmal um diese Mini Trottinette’s, nun standen wir vor dem Dilemma vier Personen, Dominique und Rita haben je einen dieser Treter und Housi und ich nicht! Wir rätselten nicht lange nahmen Rita’s Panda den wir, da wir ja eigentlich ums Haus rumfahren mitgenommen haben, fuhren nach Bulle und kauften uns zwei unserer Gewichtsklasse angepasste Trotties! Schon die Fahrt aus dem Einkaufszentren wurde zum Gaudi als ich merken musste, dass die Reifen, voll gebremst, dieser Gefährte auf den längsgerillten Rollbahn die zu den Tiefgaragen führte nicht hielten, konnte mich jedoch noch elegant auffangen. Wir stellen uns bereits die Schlagzeilen vor wenn ich dort verunfallt wäre! „Über 70ig -jähriger Grufty verunfallt mir einem Trottinett auf der Rolltreppe“, Mann ist nie zu alt um lustige Ideen zu haben.

Zurück beim Camp wo sich’s die Damen in der Zwischenzeit gemütlich gemacht hatten, führten wir unsere neuen Teile vor bevor wir uns der Grillade zuwandten. Als Krönung nach Rita’s Geburtstagsessen, hatte Dominique eine schöne Geburtstagstorte gemacht, ein gelungener Abschluss eines schönen Reisetages.

 

Wanderung auf dem Jaunpass.
Wanderung auf dem Jaunpass.

Reisetag 4 / 21.5.2020: Heute ist Auffahrt und das Wetter zeigt sich von seiner allerbesten Seite! Nach dem Frühstück setzten wir uns alle in den Panda und fuhren von Charmey auf den Jaunpass wo wir ein schöne Wanderung in malerischer Kulisse mit saftigen Blumenwiesen genossen, es war allerhand los auf dem Pass Motorräder, Mountainbiker, Ausflügler und Wanderer wohin das Auge reichte!

Gute drei Stunden später genossen wir wieder unser Basecamp bei der Talstation der Gondelbahn in Charmey. Dominique bereitete eine Poulet-Tagine vor, der Geruch der beim langsamen garen der Tagine entwich machte uns hungrig und versetzte uns gewissermassen in die Durftwelten des Magreb, ein weiterer gelungener Tag fand sein Ende und wir sanken müder und erfüllt in die Federn. 

PS: Dass die Öffnung der Camping- und Stellplätzen einem Bedürfnis entspricht zeigt einzig die Anzahl Camper auf diesem Parkplatz in Charmey, diese Nacht 27 Stk.

 

Reisetag 5 / 22.5.2020: die Nacht einmal mehr sehr ruhig kein Muks zu hören, das morgendliche Ritual, als erstes den Vortag eintippen, dann Beauty, dann Frühstück! Danach beschlossen wir alle vier mit dem Trottinett nach Charmey zum Einkaufen zu fahren, war das ein Gaudi! Zurück im Camp zuerst den Einkauf verstauen und dann ab nach dem nahegelegenen Broc, auf einen Besuch der Cayller Schokoladenfabrik, es war eine interessante virtuelle Führung, wo in acht Zimmern, die in einem vorgegeben Rhythmus auf und zu gingen, in Corona Zeiten nicht mehr als 5 Personen, wir waren als Kleingruppe zu viert, bekamen wir die Geschichte der Schokolade serviert. Der zweite Teil des Rundgangs gilt der Produktion und dem Kosten der Schokolade, was wir ausgiebig genossen! Im dritten und letzten Teil im Shop deckten wir uns mit einigen Leckerbissen ein, ein rundum gelungener Ausflug.

Mit einem Rinds Thaicurry rundeten wir im Camp unseren Tag ab!

 

Reisetag 6 / 23.5.2020: Die Wettervorhersagen für diesen Samstag waren rundum mies, was nicht ausschloss, dass sich der erste Teil des Tages absolut von seiner besten Seite zeigte. Reisetag ist bei uns angesagt, so erledigten wir mit der gebotenen Infrastruktur Möglichkeiten, Entleerung der Clo-Kassette und des Grauwassers so wie Wiederauffüllen des Wassertanks. Bevor wir jedoch die Jaunpassstrasse in Angriff nahmen, setzten wir uns alle vier in den Panda und besuchten in Gruyere die Schaukäserei, ein interessanter Einblick wird Dir hier über die Geschichte und die Produktion des berühmten Fromage de Gruyere AOP vermittelt. Nachdem wir uns auch mit Fondue, Gruyere und verschiedenen Assessoirs eingedeckt hatten fuhren wir die paar Kilometer zurück zum Dino und Fridolin um den kurzen Weg über Jaunpass, Zweisimmen, Saanenmöser, Schönried und Saanen um letztendlich in Rougemont auf dem Vidmanette Skilift Parking, direkt an der Saane, unser Camp aufzuschlagen. Waren gerade rechtzeitig dran die Markise mit Seitenwand von Fridolin aufzustellen bevor der Himmel die Schleusen öffnete. Gewitteriger zum Teil ziemlich starker Regen prasselte auf uns nieder aber das Wetter konnte uns nichts anhaben in unseren mit Schaf- und Rentierfellen ausgelegten Stühlen. Rita machte im Omina-Ofen einen Kartoffelgratin, Housi warf den Grill an und ich war der Discjockey der mit Spotify die Musikwünsche von uns vier in die Warteschleife reihte! Es wurde ein Mix zwischen Rock und Hardrock, Blues und Chanson, Reggae und Soul, Folklore und Pop. Es war, trotz der widrigen äusseren Umständen, ein ausserordentlich gemütlichen Abend bis uns so gegen 21:00 Uhr die kühle feuchte Luft in die Knie zwang und die Musikparty beendete.

 

Reisetag 7 / 24.5.2020: in der Nacht war ausser das Rauschen der durch die Regenfälle angeschwellten Saane nichts zu hören, mit ca. 5°C war der Morgen kühl aber traumhaft schön, die gestern noch tief ins Tal hängenden Wolken über Rougemont waren über Nacht verschwunden, ein neuer Prachtstag gab sich die Ehre. Wir steuerten als erstes Ziel Gstaad an, parkten etwas ausserhalb und fuhren mit unseren Trotties ins Zentrum, vorbei an den edlen Läden wie Louis Vuitton, Baume & Mercer ....... Und bevor wir uns wieder auf den Weg machten, genossen wir Kaffee und Gipfeli an der Sonne, mit den Trotties wieder zurück zu Fridolin und Dino und ab über den Col du Pillon runter nach Aigle, von hier aus machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Lagerplatz, ist irgendwie wunderbar, denn die zu fahrenden Distanzen in der Schweiz sind so kurz, wir fuhren schöne aber überfüllte Plätzchen an, aber auch leere völlig unschöne Baustellenähnliche Plätzchen, auf jeden Fall fuhren wir nach einem grossen Bogen über die Höhen von Villars- und Grillon sur Ollon wieder runter ins Tal, wo wir in Aigle einen wunderbaren Pic Nic Platz auswählten. Wir machten ein Feuer und genossen im Chessi am Dreibein ein ausgezeichnetes Holzfeuer Fondue. Lange sassen wir mit Weinglas in der Hand am Lagerfeuer. Das Leben im und als Camper ist so schön, müde und mit Rauchgeschmack im Haar suchten wir unsere Betten auf.

 

Woche 22: Reisetage 8 - 14 / 25. - 31.5.2020

Montreux mit den Trottie's.
Montreux mit den Trottie's.

Reisetag 8 / 25.5.2020: Das kontinuierliche Rauschen des Baches ist wunderbar und lässt einen in einen Tiefschlaf versinken, und schwupp ist es auch schon wieder Morgen! Wir hatten schon am Vorabend beschlossen noch eine Nacht in Aigle anzuhängen.

Unsere erste Tat galt dem Einkauf, unter anderem berücksichtigten wir les Caves d’Henry Badoux um etwas Wein zu bunkern, anschliessend zurück im Camp luden wir die Trotties in den Panda und fuhren nach Montreux. Mit unseren Trotties fuhren wir die ganze Küstenpromenade so wie die Einkaufsstrasse auf und ab mit einem Egli- resp. Loup de Mer-Teller rundeten wir dann den äusserst schönen und gelungenen Ausflug ab. Mitte Nachmittag wieder zurück in unserem schönen Camp machten wir in der Feuerschale ein Feuer an. Im Gegensatz zu gestern waren wir nun ganz alleine auf dieser schönen grünen Pik-Nic Stelle so dass wir wie schon in Rougemont den Platz mit unserem eigenen Wunschkonzert beschallten um dann mit der hinter dem Berg untergehenden Sonne noch etwas auf die Glut zu hauen! Wir hatten in Charmey bei der Dorfmetzg ausserordentlich feine Burger gekauft, und diese mit Salat und rotem 18er Aigle les Murailles genossen.

War das erneut ein toller sehr abwechslungsreicher Tag, mit dem Wetter, diesem Ausflug nach Montreux, sowie einem grandiosen Abschluss im Camp!

 

Reisetag 9 / 26.5.2020: Es ist aktuell schon fast nicht fassbar, dass wir in der Schweiz einen derartigen Wetterverlauf haben, ein wunderschöner Tag reiht sich an den anderen, einfach traumhaft. Nach zwei Nächten in Aigle war weiterreisen angesagt, doch einen Wermutstropfen haben wir noch, was wir bis dahin nicht angesprochen hatten, Dominique’s Halswirbelsäule bereitet ihr grosse Schmerzen und hindert sie ihre ganze Freude an unserer gemeinsamen Reise zu entfalten.

Trotzdem setzten wir unsere Reise in Richtung Wallis fort, unsere erste Station war die Camperservicestation auf der Raststätte Grand St. Bernhard, ein mässiger Erfolg, denn dort war die Wasserstelle dermassen verdreckt (verschissen) dass wir auf Wasser auffüllen verzichteten. Zum Glück hatten wir auf der Raststätte auch keinen Diesel für Fridolin und Dino getankt was uns noch ein gewisses plus, bei der Suche nach einem Trinkwasserhahn resp. Tankwart, der uns erlaubte auch Frischwasser zu bunkern. Wir wurden bei einer grossen Migrol Tankstelle fündig und wir liessen Diesel und Wasser fliessen!

Wir beschlossen von Martigny den Forclaz Pass nach Trient zu fahren. In Trient beschlossen wir auf einem, einmal mehr im Park4Night gefundenen Platz auf 1240 müM, unser Lager aufzuschlagen. Eine tolle Stelle nahe der Kantonsstrasse, die jedoch wegen den aktuellen Reisebeschänkungen am Zoll Schweiz-Frankreich, von Le Châtelard sehr wenig befahren wird. Eingebettet in einem steil abfallenden Bergtal spielten wir Boule, entfachten Feuer und kochten und assen draussen inmitten der wunderbaren Bergkulisse. Doch hier in der Höhe konnten wir nicht so lange wie am Vorabend verweilen, die Temperatur trieb uns bald einmal von Out- nach Indoor.

 

Reisetag 10 / 27.5.2020: Ein gefälliges und kühles Erwachen in dieser Bergwelt, nichts war in der Nacht zu hören, so dass der Gesang der vielen Vögel ab Fünf Uhr morgens sehr angenehm auffiel, dann kam auch eine kurze Welle von Grenzgängerverkehr, dann gehörte das Tal wieder uns alleine. Nachdem wir unser Fahrzeuge fahrbereit gemacht hatten fuhren wir zum Einkaufen nach Martigny zurück um dann über verschiedene Abstecher, auf der Suche nach einem neuen Lagerplatz, unter anderm Bains de Saillon, welche natürlich wegen Corona geschlossen sind. Oberhalb Sion wurden wir in der Nähe von Saviése auf einem sonnigen Hochplateau fündig, ein eigentlich geschlossener Camperplatz, Sanitäre Infrastruktur ist abgeschlossen, jedoch nicht abgesperrt, somit befanden sich eine Handvoll Camper auf dem riesigen Platz. Sogar die Polizei machte eine Runde auf dem Platz und winkte freundlich, also kein Problem. Auf unsern Handy’s verfolgten wir die Pressekonferenz des Bundesrates betreffend einem Zurück in die sogenannte neue Normalität, die Botschaft für uns Senioren dürfen sich wieder frei bewegen, was wir ja schon länger praktizieren, und am 6. Juni gehen Campingplätze und Bergbahnen wieder auf, so wie weitere Lockerungen in der Gastronomie und die 5 Personen Regel wird auf 30ig erweitert. Alles Schritte die von der arg gebeutelten Tourismusindustrie sehnlichst erwartet wurden, und uns die Reiserei, hauptsächlich in Sachen Wasser bunkern, erleichtern wird. Nach diesen News verbrachten wir erneut einen tollen Nachmittag und Abend auf unserer wunderschönen Walliser Sonnenterrasse.

 

Reisetag 11 / 28.5.2020: Um 6:15 Uhr schien die Sonnen durch den Dino, wenn das nicht ein guter Tagesstart ist dann weiss ich nichts mehr! Ganz ruhig liessen wir alles angehen, die Dominique hatte dank ihren Medis eine wieigehend schmerzfreie Nacht, und wir beschlossen nach dem Frühstück einen Ausflug mit dem Panda zu machen, wir fuhren runter nach Sion und suchten den einen oder anderen Weinkeller auf. 

Zurück auf unserem sehr schönen Hochplateau konnte ich nach einem kleinen Imbiss niemanden dazu bewegen die Wanderschuhe anzuziehen, so dass ich einfach alleine loszottelte. Ich hatte gelesen, dass sich in der Nähe, seit 1430 die Stone de Saviése Torrent-Neuf, einst das kühnste Bewässerungsprojekt ihrer Art befand. Nach einem Ab- und Aufstieg fand ich schon fast zufällig den Einstieg in dieses kühne Projekt das heute sicher ausgebaut die Kühnheit und das Durchsetzungsvermögen dieser Leute zeigt, die damals diese Bewässerung unter lebensgefährlichen Bedingungen bauten. Jetzt überqueren drei 87 - über 100 Meter lange, schmale Hängebrücken die gefährlichsten Stellen. Es ist ein richtiges Erlebnis, muss man gesehen haben!

Am Abend wurde es erneut schnell kalt und stürmischer Talwind schickte uns beizeiten in die Haya.

 

Reisetag 12 / 29.5.2020: Die dritte Nacht auf dieser schönen Terrasse hoch über Sion, wir nahmen uns Zeit den Tag anzugehen. Unser Plan erneut die Torrent  Neuf Wanderung zu machen, leider mussten Dominique und Housi, da Dominique eine schmerzvolle Nacht hinter sich hatte, auf den Hike verzichten, so dass Rita und ich, nachdem die Sonne nach unserem Gusto den richtigen Stand hatte, alleine losziehen. Wir gehörten zu den Ersten die in die steile Bergflanke wanderten ein neuerlich tolles Erlebnis. Auf dem Rückweg kamen uns dann immer mehr Gleichgesinnte in allen Altersklassen entgegen. Wir wählten für den Rückweg einen anderen Pfad der länger auf der Höhe der Rhonetalflanke verlief um in einem weiten Bogen, an zwei kleinen Seelein vorbei, um dann von der anderen Seite im Camp anzukommen. Zurück im Camp das übliche chillen und plaudern, so wie Rita und Housi’s täglichem Boulespiel wurden absolviert.

 

Reisetag 13 / 30.5.2020: Ja der Monat Mai ist schon bald Geschichte, wie doch die Zeit läuft. Nach drei Nächten auf dem Hochplateau von Saviése hatte wir das Bedürfnis weiter zu ziehen, was wir nachdem alle üblichen Handhabungen in Sachen füllen und leeren getätigt hatten, bewegten wir uns ca. 35Km weiter nach Ovronnaz auf einen Platz namens Tourbillon auf 1430 müM, seines Zeichens Startplatz für Langlauf- und Schneeschuhtouren im Winter und Wanderrouten im Sommer. Die kurvige Anfahrtsstrasse versaute der Dominique mit ihren Nackenschmerzen die Laune, was sich aber wieder von selber wieder legte, von Stunde zu Stunde bekam auch Domi unseren Platz lieber. Mit der Rita machte ich mich auf eine kleine Wanderung, wir haben uns in der Wahl der Route jedoch etwas vergriffen, „Stotzgrotze“ haben wir die Route genannt, wir bauten uns gegenseitig auf indem wir uns sagten „nach dieser Kurve wird es flach“ doch es stieg ohne Ende an bis wir nach ca. 2Km den Pickel wegwarfen und umkehrten und den Abstieg antraten. „Stotzgroze“ entwickelte sich auch beim Abstieg als Burner für mein lädiertes rechtes Knie, was soll’s, Sport ist und bleibt gesund und wir hatten unsere Bewegung in der wunderschönen Natur.

Das Abendessen nahmen wir bei ganz leichtem Regen unter Fridolins Vordach ein und als es dann kühl wurde verzogen wir uns in unsere rollenden Häuschen zurück.

 

 

Reisetag 14 / 31.5.2020:

Woche 23 Reisetage 15 + 16 1 - 2.6.2020

Wandern ein Thema auf dieser Reise.
Wandern ein Thema auf dieser Reise.

Woche 23: Reisetage 15 + 16 / 1. - 2.6.2020

Reisetag 15 / 1.6.2020: Meteorologischer Sommeranfang und die aufgehende Sonne gibt dem Tag bereits das Zeug dazu. Die Damen gingen noch etwas einkaufen, wir machten die Fahrzeuge bereit und schon waren wir wieder on the Road, wir hatten einen kleinen Platz mit dem Prädikat umgeben von Natur im Park4Night gefunden. Im Freiburgerland liegend, nur ca. 30 Km entfernt von unserem  Camp in Charmey, doch der entpuppte sich als Flop, nicht nachvollziehbar was Leute als schön und naturnah bezeichnen, ja die Bezeichnung Notlösung wäre da wohl passender gewesen. Park4Night ist ein App von User für User. Wir beschlossen nach Niederried zu fahren um unseren letzten Abend vor dem Reiseunterbruch zu zelebrieren. Der Platz mit den Feuerstellen war abgesperrt und wir nutzten den Parkplatz bei der Pumpstation an der Aare in der Natur draussen. Kaum halbwegs eingerichtet erschien Päscu (Azalai) mit seinen beiden Söhnen Juri und ??? mit den Bikes auf der Suche nach einer Grillstelle an der Aare, etwas später stand auch Jrene mit ihrem Bike bei uns zu einer kurzen Plauderrunde.

In der Feuerschale machten wir ein tolles Feuer und grillten am Abend Gemüse und Fleisch. Doch bevor es soweit war kam auch Sigi, der uns bekannte Platzwart auf einen Schwatz und ward seiner Funktion als Platzwart gerecht als er uns darauf hinwies dass der Camping geschlossen sei und wir auf den Parkplätzen eigentlich nicht campen dürften! Wir bekamen das geregelt und hatten einen tollen, vorläufig letzten Abend bevor es in Kürze weiter geht.

 

Reisetag 16 / 2.6.2020: Genau heute vor einem Jahr starteten wir zu unserer Skandinavienreise mit Carlo. Genauso heute treten wir einen kurzen Reiseunterbruch an, wir halten uns für ein paar Tage zu Hause auf und nutzen die Zeit für Wäsche, Rechnungen bezahlen, Arzttermin wahrnehmen und so!

 

Reisepause 3. - 8.6.2020:

So schön, wenn man sich rund ums Haus bewegt ist man ja eigentlich immer zu Hause!

Woche 24: Reisetage 17 - 22 / 9. - 14.6.2020

Fischen ist nicht immer einfach,
Fischen ist nicht immer einfach,

Reisetag 17 / 9.6.2020: Eine Woche zu Hause war gerade richtig um Familie und Freunde zu sehen. Die Genesung  meiner chirurgischen Eingriffen an Stirn, Wange und Rücken kam gut voran, so dass wir  beschlossen wieder auf Tour zu gehen, es heisst ja auch „Dino on Tour“ und nicht „Dino @ Home“. Das Wetter alles andere als ein Burner lud nicht unbedingt zum reisen ein, das Lockdown Frühlingswetter hatte uns sehr verwöhnt. Nachdem wir die neuen Hüllen für unsere Trottinet’s bei unserem Lieblingssattler abgeholt hatten starteten wir auf der Landstrasse durchs „Chabisland“ Toffen, Mühlethurnen, nach Thun um unseren Kühlschrank auf Vordermann zu bringen. Es goss nach wie vor  wie aus Kübeln, nachdem wir uns ausgiebig im Panorama-Center umgeschaut und eingekauft hatten. Unser ursprünglicher Plan war in Zweisimmen zu übernachten. Der stete Blick auf die Scheibenwischer vom Dino empfahl uns etwas anderes! Weiter über Schönried, Saanen, Château d’Oex, Col des Mosses, Aigle, Martigny bis wir in Richtung Sion die Sonne sahen, dann sagte die Rita ich weiss wo wir nächtigen, in Saviése. Gesagt getan wir verbrachten entgegen aller Wettervoraussichten den Rest vom Nachmittag an der Sonne, die Temperaturen und der Wind hier auf 1050 müM trieb uns jedoch nicht zu Schweissausbrüchen.

 

Reisetag 18 / 10.6.2020: In der Nacht ist der Wind in sich zusammengefallen so dass der Regen wieder einsetzten konnte. Am Morgen ganz ein anderes Bild, die Wolken hingen tief, wir sahen vor lauter Nebel die Hand vor dem Gesicht nicht mehr! Im geheizten Dino liessen wir nichts anbrennen, beim Kaffee und Frühstück bestätigen unsere WetterApp’s unseren bereits gestern ins Auge gefassten Plan. Binn im Binntal der Camping Giessen sollte unser Ziel werden. Von allen angepeilten Orten versprach die App das beste Wetter.

Unsere Fahrt führte uns zuerst über Crans Montana, wir blieben in der Höhe, dann runter nach Sierre, Pfinnwald, das Rhonetal hoch ins Oberwallis Visp, Brig, Lax, dann rechts weg Ernen, Binn zum Camping auf 1’460 müM, aus unserer Sicht einen, zusammen mit Niederried, der naturnahen Plätze mit vielen Feuerstellen direkt am Fluss Binna, wo vor ein paar Tagen die Fischerei eröffnet wurde. Auf diesem Stück Paradies richteten wir uns ein. Wir hatten im Gegensatz zum Rest der Fahrt, wo wir stockdicken Nebel in den Höhen von Montana und sonst fast durchgehender, einmal stärkeren einmal schwächeren Regen hatten, schon bald angenehmes Wetter und gegen Abend zeigte sich sogar die Sonne. Am späten Nachmittag kamen wir mit Ruedi ins Gespräch, er wusste aufgrund der gelesenen Tagebücher, auf unserer Webseite, bald mehr über unsere Reisen als wir selber. Ruedi pensioniert, in meinem Alter, ist in seinem Leben beruflich und privat sehr viel in der Welt herumgekommen und geniesst mit seinem T6 sein Rentnerleben in vollen Zügen.

 

Reisetag 19 / 11.6.2020: Am Morgen sind wir jeweilen sehr froh dass wir heizen können um die Kälte und die Feuchtigkeit der Nacht zu verjagen. Bereits 7:15 Uhr ist die Bäckersfrau auf dem Platz mit frischen Backwaren, das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Danach nahmen wir uns Zeit und bestimmten für uns ein Zeitfenster, eine Rundwanderung von 7 Km und einer Zeit von 3 Stunden. Die Topographie der Wanderung waren 2/3 stetig hinauf, von 1’450 - 1’790 müM, und 1/3 ziemlich steil, abenteuerlich runter. Ein Mittagspause mit Picknick rundete die sportliche Aktivität ab, und das Ganze ohne Regen, erst als wir wieder zurück beim Dino waren gab es immer wieder ein paar Tropfen. Es ist ein wunderbare Bergwelt, die Schweiz ist so schön. Und wenn sich ab Morgen das Wetter nochmals verbessert dann werden wir auch länger wieder draussen sitzen und das Lagerfeuer anfachen!

 

Reisetag 20 / 12.6.2020: Der frühmorgendliche Gang zum Bäckerwagen ein erster Aufsteller, frischen Zopf und ein schmackhaftes Walliser Roggenbrot mit Nüssen. Unser heutiger Ausflug Binn, hin und zurück 4.6 Km auf einem schön angelegten Höhenweg mit Blick ins Tal der Binna. Binna war natürlich ein Stichwort für den heutigen Tag, denn auf den Abend erwarteten wir unsere Freunde Margrit und Rolf mit ihrem „Mungg“ einem Land Rover TD5 mit Azalaikabine wie wir sie auf unserem Sir Black Jack hatten. Ja das Dazutreffen von Margrit und Rolf hatte zur Folge, deshalb das Stichwort Binna, dass ich im Touristoffice in Binn ein Walliser Fischerpatent für vier Tage löste. Rolf und ich wollen die archaische Ernährerrolle übernehmen und fischen, Petri Heil. Auch den Dorfladen von Binn suchten wir auf um unsere Essensvorräte aufzufüllen, mit den etwas schwereren Rucksäcken traten wir den Weg zurück ins Camp an.

Im weiteren Tagesverlauf konnte, die leider ziemlich spärliche Sonne, uns die Zusatzbatterie nicht ganz füllen, was aber weiter nicht tragisch ist, denn unser Kühlschrank droht trotzdem nicht aus zu gehen wir haben mehr als genug Energie. Wir haben weiter oben von Ruedi dem pensionierten Reisenden aus Niederwangen berichtet und der wiederum hat einen Bruder Ueli, der mit einem IVECO Massiv angereist kam. Ueli ein seit Jahren begeisterter Fliegenfischer der, wenn jetzt nicht diese Corona Geschichte wäre, sich in Schweden dem fischen widmen würde. Ueli und ich kamen ins Gespräch und ich als nach wie vor Fliegenfischer Anfänger erhielt sehr viele wertvolle Tips und Tricks von Ueli der sich in solch schwierig zu befischenden Fliessgewässer wir die Binna auskennt. Es wird eine Art Dipfischen werden, mit Fliegenrute, Schwimmschnur  und Goldkopf Nymphen!

Später kamen wie geplant Margrit und Rolf an, das Lagerfeuer brannte schon sie sagten lachend, sie seien ganz einfach der Rauchwolke gefolgt bis sie bei uns waren! Corona Begrüssung jedoch nicht minder herzlich und dann folgten Schlag auf Schlag Apéro, Grillgut vom Feuer, Salat, Rotwein, Whiskey und lange Gespräche, wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen, rundeten den Tag ab.

 

Reisetag 21. / 13.6.2020: Den Tag ruhig angehen lassen war unser aller Credo. Margrit und Rita haben beschlossen auf eine Wanderung zu gehen, und Rolf und ich schlüpften in die Rollen des Ernährers, die Fischpatente waren gelöst, also ran an die Ruten. Es war für uns beide eine neue Herausforderung in dieser Binna einem viel Wasser führenden, wilden Bergbach zu fischen, und wir wurden an Erfahrung reicher! Ich wage es kaum auszusprechen nachdem wir am Vorabend und nach dem Frühstück breitspurig verkündet hatten, heute Abend wird Fisch grilliert! Beide hatten wir Materialverluste zu verzeichnen abgerissene Nymphen, Bissanzeigen, Löffel, Bienenmaden und Vorfächer, es ist sehr schwer und bedarf bestimmt grosser Erfahrung erfolgreich in solchen Gewässern zu fischen, und im Gegensatz zu unserem Ankunftstag hier in Giessen wo ich Fische in der Binna sichtete, heute  keinen gesehen und keinen Biss verspürt. Nichts desto trotz war, für Rolf und mich, es ein toller Tag am Bach mit viel Zeit in sich zu schauen und geduldig Angelzeug reparieren. Rita und Margrit haben in der Zwischenzeit eine ausgiebige, lange Wanderung im Binntal mit Sichtung unter anderem von Murmeltieren. Nach einem auch wettertechnisch schönen Tag entfachten wir das Lagerfeuer erzählten uns gegenseitig die Erlebnisse des Tages und assen Bratwurst und Koteletts, ja der von der Ernährerrolle ging einmal mehr gründlich in die Binsen! Ein toller erfüllter Tag fand bei einem Gläschen Whiskey ein schönes Ende:

 

Reisetag 22 / 14.6.2020: Ein neuer Tag, neues Glück dachten wir uns als wir beschlossen den wunderschönen Giessen Campingplatz im Binntal zu verlassen um uns ca. 33 Km weiter nach Ulrichen zu bewegen, Rolf wusste, dass im 2 Km entfernt gelegenen Geschinensee ausschliesslich mit Fliegen gefischt werden darf. Alleine das Wort Fliegenfischen hatte eine magische Anziehungskraft auf Rolf und mich. Das in Binn nass eingepackte Tarb (Sonnensegel) war hier in Ulrichen eins zwei wieder aufgestellt, danach sortierten wir unsere Fliegenfischer Ausrüstung, Rita lieh dem Rolf ihr Trottinett, ich nahm meines und dann ging es ab zum See. Margrit und Rita bereiteten sich auf eine Wanderung vor und sie besuchten uns auf dem Wanderweg von Ulrichen nach Münster und zurück zwei Mal am Geschinensee wo wir so konzentriert wie glücklos Nassfliegen, Trockenfliegen, Nymphen und Streamer so geschickt wie wir nur konnten auswarfen und wieder reinholten. Wir hatten die Fische vor Augen und konnten sehen wie sie den Fliegen folgten aber anbeissen wollten sie leider nicht! Wir haben andere am See Fischende angesprochen und konnten zu unserem Trost sagen, es ging allen gleich auch sie zogen nichts raus! Nebenbei erwähnt ist das mindest Fangmass der Forellen im Geschinensee beachtliche 40 cm, nicht ganz ohne!

An einem gewissen Punkt gaben wir auf und fuhren mit den Trottie’s wieder zum Camp und genossen ein schönes Z’vieri Plättli mit Bier und Weisswein. Auch der Kühlschrank gab noch etwas her, so dass der fehlende Fisch wett gemacht werden konnte!

 

Woche 25: Reisetage 23 - 29 / 15. - 21.6.2020

Feuerstelle, Giessen Camping Binntal
Feuerstelle, Giessen Camping Binntal

Reisetag 23 / 15.6.2020: Nach dem Frühstück haben wir erneut separate Damen- und Herrenprogramme. Die Ladys widmeten sich dem Comer Höhenweg von Ulrichen nach Oberwald und zurück und Rolf und ich stellten unser Equipment um auf Zapfenfischen mit Wurm und Bienenmaden und setzen uns in den Zug von Ulrichen nach Gluringen um von dort aus zuerst in der regulierten, gestauten Rhone und danach Flussaufwärts zu fischen, Die Verhältnisse zum fischen in der Rhone alles andere als ideal, sehr viel Wasser (Schmelzwasser). Zu Fuss von Stelle zu Stelle arbeiteten wir uns langsam in Richtung Reckingen. Unterwegs trafen wir sehr viele Biker und Wanderer aber keine Fischer, was etwas mit den aktuell schwierigen Voraussetzungen zu tun hat. Doch plötzlich, ich sagte noch zu Rolf ich versuche es mal hinter diesen grossen Stein und siehe da beim zweiten Auswurf eine Regenbogenforelle 25 cm gerate 1 cm über dem Mindestfangmass. Endlich mal einen Fang nach drei Tagen fischen war ein gutes Gefühl, leider blieb Rolf dieser Erfolg vergönnt, schade! Danach fischten wir immer wieder bis wir dann beim Bahnhof Reckingen wieder in den Zug nach Ulrichen stiegen, wo Rita und Margrit nach ihrer über 4 stündigen Höhenwanderung wieder im Camp angekommen waren. Wir tauschten unsere Tageserlebisse aus tranken ein Bier und gönnten uns eine Dusche. Der hier übliche kalte und starke Abendwind verscheuchte uns in unserere Schneckenhäuschen, wir konnten nicht einmal die frische Forelle, die ich in einem Weisswein- und Schalottensud als kleine zu teilende Vorspeise gemacht hatte, gemeinsam draussen essen, ein Gaumenschmaus! Zu kalt und windig!

 

Reisetag 24 / 16.6.2020: Der Morgen unseres vierten und vorläufig letzten gemeinsamen Fischtages präsentierte sich von der besten Seite. Unser Plan auf der Grimsel am Totensee fischen zu gehen, obere Rhone so wie alle Nebenflüsse haben am Dienstag und Freitag jeweils einen Schontag, also ab auf die Grimsel. Wir hatten erneut nicht wirkliches Fangglück, abgefressen Würmer, oder Bienenmaden oder Fische die sich selbst vom Hacken, ohne Widerhaken, lösen konnten. So schlossen wir unsere vier Tage fischen mit „einer“ Regenbogenforelle, aber es war trotz allem eine schöne, ausgeglichene Zeit in der Natur am Bach, Fluss und See.

Mit eine gemeinsamen späten Mittagessen schlossen Margrit, Rolf, Rita und ich vier tolle kurzweilige Tage ab und fuhren nach Hause, um einen Parkdienst vorzunehmen damit alles für den nächsten Start am 18.6.2020 gerüstet ist.

 

Pausentag: 17.6.2020

 

Reisetag 23 / 18.6.2020:

 


Die Schweiz, klein aber fein: Landschaftlich sehr schön und vielfältig. Die Schweizer, in vielerlei Hinsichten etwas kleinkarriert, jedoch pflichtbewusst, sauberkeitsliebend und schaffig! Die Schweiz bekannt für Schokolade, Käse, Uhren, Banken, Chemische Forschung und -Industrie, Seen, Bege (willkürliche Reihenfolge). Politisch eine funktionierende und geschätzte, direkte Demokratie, Selbstbestimmung heisst unser Erfolgsrezept, und das soll auch so bleiben!

Die 26 Kantone der Schweiz / 8,7 Mio Einwohner im 2020

Die Kantone sind die Gliedstaaten der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Schweiz hat 26 Kantone; 20 „Vollkantone“ und 6 „Halbkantone“:

 

Die „Vollkantone“ sind Aargau (AG), Bern (BE), Fribourg / Freiburg (FR), Genève / Genf (GE), Glarus (GL), Graubünden (GR), Jura (JU), Luzern (LU), Neuchâtel / Neuenburg (NE), St.Gallen (SG), Schaffhausen (SH), Schwyz (SZ), Solothurn (SO), Thurgau (TG), Ticino / Tessin (TI), Uri (UR), Valais / Wallis (VS), Vaud / Waadt (VD), Zug (ZG) und Zürich (ZH).

 

„Halbkantone“ ist heute nicht mehr die offizielle, jedoch weiterhin übliche Bezeichnung für die geteilten Kantone, welche im Ständerat mit nur einem Sitz vertreten sind, während die „Vollkantone“ in der sogenannt kleinen Kammer im Parlament zwei Sitze innehaben. Bei der Berechnung des Ständemehrs haben die Halbkantone dementsprechend nur eine halbe Stadesstimme.

 

Die Halbkantone sind Appenzell Ausserrhoden (AR) – Appenzell Innerrhoden (AI), Basel-Stadt (BS) – Basel-Landschaft (BL), und Obwalden (OW) – Nidwalden (NW) (gemeinsame Bezeichnung: Unterwalden)