UMS HUS UM 2021

Es gibt viel zu tun 2021, packen wir's an!

Wie soll ein Neustart, eine Neuorientierung der Reisetätigkeit mit- resp. nach Corona aussehen?


Planung: Von normaler Planung sind wir aktuell weit weg, die weltweite Situation ist dermassen aufewühlt, dass wir keine grossen Pläne mit Verschiffung und dergleichen im Köcher haben.

 

Ausserdem durften wir, trotz und mit Corona, im 2020 so viele schöne Reisetage, genau gesagt waren es 111 Reisetage, "Swiss Solidatrity Slowride" verbringen, dass wir uns immer mehr die Frage stellen: Wollen wir überhaupt noch weite, exotische Destinationen ansteuern, teure, aufwendige Verschiffungen, politisch schwierige-, korrupte-, unsichere Länder bereisen? Uns mit äusserst willkürlichen Machenschaften an Grenzen herumschlagen? Zudem werden wir, wen wunderts, mit jedem Jahr nicht jünger und es gibt "ums Hus um" noch so viel tolles zu erleben!

Zum Begriff: "ums Hus um" zu deutsch ums Haus herum wollen wir dir unsere Begriffssichweise erläutern. "Ums Hus um" heisst für uns alles was sich vom äussersten Süden von Griechenland bis zum Nordkapp befindet, wir haben zudem das Glück, in der schönen Schweiz unsere Homebase zu haben, so ziemlich in der Mitte dieses Gebiets.

Auch wenn wir die letzten 111 Reisetage Coronabedingt mehrheitlich in der Schweiz, und in Lichtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien oder Luxemburg unterwegs waren, hoffen wir bald uneingeschränkt grössere Kreise ziehen zu können! Wir haben uns, das gestehen wir sehr gerne ein, so unsäglich in den Norden bzw. Skandinavien verliebt.

 

"Slowride" ein weiterer Begriff den wir uns immer mehr auf die Fahne schreiben resp. zu Herzen nehmen, denn wir stellten immer wieder fest, dass wir an wunderbaren, malerischen, geschichtsträchtigen Orten einfach vorbeigefahren waren. Manchmal unvermeindlich wenn man von A nach B kommen will. Solche Lücken wollen wir mit "Slowride" vermehrt schliessen, um bewusster auf der Landstrasse nach Reiseperlen Ausschau zu halten. Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah?

Gedanken von Nov. 20 bis Feb. 21

Schami & Rita

 


Motto dieser Reise

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,

der andere packt sie an und handelt!

"Dante Alighieri"


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Reisetagebuch "UMS HUS UM 2021"

Erster Teil:

Woche 3+4 / 24. - 27.1.2021 / Reisetage 1 - 4

Reisetag 1 / 24.1.2021: Wir haben Lust auf Winter, auf Sonne,  Schnee, Schneeschuhwandern, Campen, ... haben aber den Reiseantritt nach hinten verschoben, Grund die extreme Wetter- resp. Föhnlage. Jedoch heute Sonntag haben wir das grosse Los gezogen, ein Prachtstag, was für ein Start! Wir sind nicht lange gefahren Bern - Freiburg - Bulle - La Lecherette, knappe 90Km Fahrt. In La Lecherette VD auf 1’400 müM. haben wir unser erstes Camp aufgeschlagen. Nach einer kleiner Stärkung schnallten wir die Schneeschuhe an und total Coronagerecht, fast ganz alleine genossen wir die körperliche Betätigung im Winterwunderland. Etwas vom Parkplatz entfernt staunten wir ob der mustergültigen Disziplin beim Anstehen am Skilift. Entgegen der vorwiegend ausländischen negativen Presse wegen den offenen Skigebiete in der Schweiz, wahrscheinlich spricht da der bare Neid! Wie soll man sich mit dieser frischen, kalten Luft anstecken. Als die Temperaturen rapide sanken, der Skilift abstellte, leerte sich der Parkplatz bis auf noch zwei weitere Camper. Wir machten es uns im Dino gemütlich und kochten ein wunderbares Nachtessen!

 

Reisetag 2 / 25.1.2021: In der Nacht wollten wir eigentlich den Sternenhimmel beobachten, doch nach dem makellosen Sonnenschein am Tag folgte rasch eine  prognostizierte Wolkenfront, so durften wir obwohl die Bedingungen in Sachen Lichtverschmutzung optimal gewesen waren, keinen Blick auf den Sternenhimmel erhaschen. Die Nacht war sehr windig, wir wurden durchgeschüttelt, kalt -7°C und es hat die ganze Nacht geschneit. Am Morgen lagen, wo der Schnee nicht verweht wurde ca. 40-50 cm Neuschnee ein wunderbarer Anblick. Nach dem Frühstück fuhren wir im tiefen Schnee zur Strasse und dann runter nach Aigle. Auf der Fahrt bis nach Fiesch wechselten sich Schneefall und Sonnenfenster ab, eine ganz spezielle Stimmung. Auf dem Camping Eggishorn, wir waren bereits im letzten Sommer dort, trafen wir als erstes auf unseren Reisefreund Ruedi Fankhauser, den wir im Sommer auf dem Camping Giessen im Binntal kennen gelernt hatten. Den Abend verbrachten wir im gut geheitzten Dino und so krönten wir den den Tag mit einem feinen Nachtessen!

 

Reisetag 3 / 26.1.2021: Am Morgen wunderte ich mich warum die Rita in der Nacht nicht ganz so warm hatte, wie in der vorhergehenden Nacht, diese war jedoch um einiges kälter, was war geschehen? Das Geheimnis lüftete sich bald, ich hatte aus unerfindlichen Gründen die Heckklappe offen gelassen, was in der Folge die Kälte unter Rita’s Bettrost leitete, für die nächste Nacht haben wir , resp. ich Verbesserungspotenzial, hmm! Na ja das hinderte uns nicht ein Tagesprogramm auf die Beine zu stellen. Zuerst zu Fuss ins Dorf Fiesch zum Einkaufen, danach beschlossen wir mit der Gondelbahn auf die Fiescheralp um danach mit den Schneeschuhen zur Bettmeralp zu wandern. Die prognostizierte Sonne machte sich ziemlich rar, was aber trotz zeitweiligem dicken Nebel, wir stapften uns von Wegmarkierung zu Wegmarkierung, die mystische Nebelstimmung wurde auch von Sonnenfenster abgelöst. Kurz gesagt es war eine wunderschöne, sehr angesagte Schneeschuh - Wanderung. Der Rückweg führte über die Bettmeralp, mit der Gondelbahn ins Tal und danach mit der Zermatt - Gotthard - Bahn nach Fiesch wo uns noch eine gute halbe Stunde Abendsonne beglückte! Eine warme Dusche und ein tolles Nachtessen machte den Tag einmal mehr unvergesslich.

 

Reisetag 4 / 27.1.2021: Die Nacht war sehr ruhig, es hatte wieder angefangen zu schneien und die Temperatur am Morgen lag bei -7°C. Die Wetterprognosen könnten schlechter nicht sein, so stellte sich für uns die Frage was nun? Ein Variante wollen wir ins Tessin fahren, wo das Wetter minimal besser prognostiziert wurde, wollen wir 3-4 Tage im Dino aussitzen? Sie melden eine markante Erwärmung, mit viel Regen bis 1’800 M.ü.M. möglich, oder als dritte Option wir legen eine kurze Reisepause ein und fahren nach Hause! Wir entschlossen uns für ein paar Tage @Home. Die Strasse von Fiesch nach Brig war bereits sehr glatt, wir waren froh um unseren permanenten 4x4 Antrieb.

 

 

Reise-Pause

vom 28. bis 31.01.2021

 

 

Woche 5 / 1. - 4.2.2021 / Reisetage 5 - 8

Camping in Surcuolm, Graubünden.
Camping in Surcuolm, Graubünden.

Reisetag 5 / 1.2.2021: Heute haben wir die „Ums Hus Um Reise“ wieder aufgenommen. Von Bern haben wir uns ins Bündnerland verschoben, genauer gesagt in die Surselva nach Surcuolm auf einen kleinen, gepflegten, familiären Campingplatz. Wir wurden von Denise und Beat Nay, dem Besitzerehepaar, herzlich empfangen. Es liegt gut 1.5.Meter gesetzter Schnee, eine traumhafte Landschaft. Mit den letzten Sonnenstahlen des Tages kochten wir, nachdem wir uns eingerichtet hatten, draussen unser spätes Mittagessen. Wir waren wegen den Geruchsemmissionen froh, dass wir unser Sauerkraut mit Rippli und Wadtländer Sausisson, nicht drinnen haben kochen müssen. Im späteren Nachmittag setzte weicher Schneefall ein, auch wenn wir uns auf 1’300 m.ü.M. befinden, ist es schon fast Schneeregen. Es ist viel zu warm für die Jahreszeit.

 

Reisetag 6 / 2.2.2021: In der Nacht hatten wir ganz wenig Schnee, leider ist es viel zu warm. Doch hier im Bündnerland zählen wir zu den Privilegierten, das Wetter ist eine Nummer besser als im Rest der Schweiz wo es im Mittelland, seit Tagen, Bindfäden regnet. Wir haben uns nach dem Frühstück für eine Schneeschuhwanderung entschieden. Wir wanderten von Surcuolm auf dem Winterwanderweg nach Obersaxen-Meierhof es wurden gute 6 Kilometer mit einer sehr steilen Passage auf der Skipiste. Den Heimweg traten wir mit dem Postauto an. Zu Hause stillten wir unseren Hunger, bei schönem Sonnenschein kochten wir wieder draussen!

 

Reisetag 7 / 3.2.2021: In der Nacht hat es ein paar Tropfen Regen gegeben, wir stecken nach wie vor in einer, für die Jahreszeit, viel zu warmen Phase. Hätte es hier auf 1’300 m.ü.M. vorrangig nicht so viel Schnee gegeben wäre dieser wie im Mittelland dem warmen Wetter zum Opfer gefallen. Wir beschlossen heute über die Winterwanderwege zum Einkaufen zu gehen. Mit Rucksack bewaffnet legten wir von Surcuolm zum Volg nach Affaire und zurück, etwas mehr als sieben Kilometer verschneiten Wanderweg, so war unsere tägliche Ration Bewegung abgedeckt und wir konnten vor dem Dino die Sonnenstrahlen geniessen, ein weiterer toller Tag in den Bergen nahm sein schönes Ende.

 

Reisetag 8 / 4.2.2021: Heute kurz nach dem wir aufgestanden sind ereilt uns ein weiterer gesundheitlicher Tiefschlag. Die Rita wurde, wie auch schon, von  akuten starken Rückenschmerzen eingeholt. Die Schmerzen waren so stark, dass wir unser Treffen mit unserem Freund Giusep in Vrin, einen Steinwurf vom Camping Surcuolm entfernt, kurzfristig absagen mussten. Wir fuhren dann umgehend nach Hause, müssen schauen, dass die Rita wieder auf die Beine kommt, sehr schade, denn das Wetter war zudem an diesem Donnerstag vom Feinsten!

 

Reise-Pause

vom 05.02. bis 5.3.2021

 

 

Die Reisepause war geprägt durch Rita’s Wiedergenesung und durch meinen gebrochenen Handknöchel, gestern erhielt ich soweit guten Bericht, der Bruch ist zusammengewachsen aber die Schmerzen sind immer noch da! Das heisst, dass mich Kay mein Handchirurg einer weiteren Untersuchung unterwarf und eine, das ist meine Interpretation resp. Übersetzung „eine klickende Sehne in einer wahrscheinlich gerissenen Sehnenscheide, ist. Kay empfiehlt mir weitere 3-9 Monate Geduld zu haben, denn er ist der Meinung, dass sich das ohne OP ergeben wird! Die gute Nachricht ist, dass ich nichts kaputt machen kann, und dass mir die Schmerzen meine Grenzen setzen werden. Ich darf nun wieder biken und meine Hand normal gebrauchen und muss keine Schiene mehr tragen! So gesehen good News.

Natürlich haben wir uns in diesem Monat zu Hause sehr viel bewegt und mehrere Wanderungen zwischen 10 und 20 Kilometer gemacht! Zudem haben wir uns mit dem Trauerspiel unseres BAG (Bundesamt für Gesundheit) befasst, wo eine Panne an die andere gereiht wird, Impf- Test- Falschzahlendebakel. Unglaublich was da bei den hochbezahlten Beamten abgeht, in der Privatwirtschaft stünden da nur noch Enthauptete in der Landschaft.

 

Woche 9+10 / 5. - 14.3.2021 / Reisetage 9 - 17

Traumwetter im Wallis, Val d'Hernence
Traumwetter im Wallis, Val d'Hernence

Reisetag 9 / 6.3.2021: So schön, wir sind wieder on the Road, in der Region Bern gab es, wie so oft bei einer Bisenlage, Hochnebel. Wir fuhren in Richtung Berneroberland und hatten noch kein klares Ziel vor Augen. Wir wählten um eine Option Wallis beizubehalten, das Simmental und machten in Zweisimmen einen ersten Halt um uns Kaffee zu kochen, die Kneipen sind ja noch im Lockdown, und wir lauschten den Wetterprognosen im Radio! Im Süden und im Wallis, speziell in den Walliser Südtälern, so wie im Engadin waren die Wetteraussichten für die kommenden Tage die Besten. Rita suchte im Park4Night etwas Geeignetes und so verschlug es uns ins Val d’Hérens auf einen ganzjährig geöffneten Campingplatz in Les Haudères. Das schätzen wir am Campen, einfach dorthin zu steuern wo es uns Lust macht, oft im Takt der Wetterprognosen. So verbrachten wir einen sehr schönen Nachmittag an der Sonne im Windschatten vom Dino bis die Sonne unterging, und es kalt wurde.

 

Reisetag 10 / 7.3.2021: Ein schöner Sonntag nahm Fahrt auf, unser Entscheid dem guten Wetter zu folgen war goldrichtig. Wir beschlossen nach dem Frühstück mit dem Postauto hinauf nach Arolla La Gouille zu fahren. Dort schnallten wir inmitten anderer Schneeschuhläufer und Tourenskifahrer unsere Schneeschuhe an  um den Aufstieg zum Lac Bleu in Angriff zu nehmen. Es war für uns ein Aufstieg den wir sehr ruhig angehen mussten um nicht schon auf halber Strecke mit gebrochenen Flügeln da zu stehen. Stetig  setzten wir, den ruppigen steilen, vereisten Weg, einen Schritt nach dem anderen fort bis wir, von einigen jungen Leuten überholt, auch oben beim Lac Bleu ankamen. Der Ausblick und die ganze Situation dort oben auf 2’100 m.ü.M. war jeden Schritt wert. Wir haben zum Wandern, Biken und Schneeschuhwandern eine App entdeckt, „OUTDOORACTIVE“ zum planen, tracken, navigieren teilen oder suchen von Touren. Folge diesem Tourlink zu unserem Tourtracking. Oben verpflegten wir uns, auf einer Bank an der Sonne, aus den Rucksack. Gerne hätten wir oben noch etwas verweilt, aber der eisige aufkommende Wind, bewegte uns den ebenso steilen und eisigen Abstieg in Angriff zu nehmen. Unten in „La Gouille“ warteten wir auf das Postauto nach Arolla  auf über 2’000 m, wo wir eine kleine Dorfbesichtigung machten bis das Postauto eine Stunde später den Rückweg nach Sion, bzw. für uns zum Camping Molignon fuhr. Etwas müde, einem heissen Kopf von Wind und Sonne kochten wir uns im Dino ein tolles Nachtessen. An other nice Day in Paradise.

 

Reisetag 11 / 8.3.2021: Unser heutiger Plan bestand darin im Talboden etwas zu unternehmen. Hier auf 1’400 m.ü.M. hat die Märzsonne schon ganze Arbeit geleistet, so dass der ausgeschilderte Schneeschuh-Trail über weite Strecken nicht mehr als solchen zu bezeichnen war. Also Wanderschuhe anziehen, und Schneeschuhe im Dino lassen! Auf Outdooractive stellten wir ein Wanderung zusammen und wir folgten, nachdem sich die wärmende Sonne ins gefrorenen Tal legte, unserer geplanten Spur in die schöne Natur des Val d’Hérence. Hier das Resultat. Nach der Wanderung setzten wir uns vor dem Dino an die Sonne, unsere Campingstühle mit den Rentierfellen ausgelegt und genossen einen schön gekühlten Rosé! Ach ja fast vergessen, heute ist „Tag der Frau“ da liess ich die Rita alleine in der Küche wirken, da ich vom Rosé leicht angeschlagen war, hmm! Alles halb so schlimm, ich koche auch ausser dem Tag der Frau sehr viel! Es wurde trotz allem ein schöner Abend!

 

Reisetag 12 / 9.3.2021: Nach drei Nächten in diesem schönen Val d’Hérence wollten wir wieder weiter, hier auf einer Höhe von 1’400m war es nicht mehr richtig Winter, aber auch noch nicht Frühling! Während der Fahrt ins Rhonetal, wir waren uns noch nicht einig ob wir nach Fiesch, in die Gletscherarena (Hochwinter), oder ins höher gelegene Obergoms fahren, wo noch genügend Schnee lag zum Schneeschuhwandern. Aus den Radiolautsprechern kamen die Wetterprognosen. Ab Donnerstag starken Sturm im Mittelland mit Auswirkungen auf’s Goms mit möglichem Schneefall, im Süden schön und frühlingshaft. Die Rita sagt plötzlich, eigentlich habe ich etwas genug vom Winter und Schnee, darauf sage ich warum fahren wir nicht ins Tessin? Warum nicht? Wir waren uns sofort einig, Nase in Richtung Süden, unser neuer Plan wir fahren nach Oberwald, nehmen den Autozug nach Andermatt und von dort ab durch den Gotthardtunnel ins Tessin! In Gedanken versunken sage ich zur Rita, es ist irgendwie blöd mit den Schneeschuhen im Gepäck in den Tessiner Frühling zu fahren ohne unsere schönen E-Mountainbikes dabei zu haben! Komm lass und nach Bern fahren den Dino auf Sommer umpacken und dann fahren wir am nächsten Tag in der Früh ins Tessin, so entstehen sehr spontane Aktionen, das ist es, was uns an der Reisefreiheit mit dem Dino so begeistert!

 

Reisetag 13 / 10.3.2021: Der auf Sommer umgestellte Dino, mit den Bikes auf dem Gepäckträger wartete schon auf uns, bereits vor sieben Uhr streckten wir im morgendlichen Berufsverkehr die Nase gegen Süden. Ohne namhafte Verzögerung und bei gutem Wetter standen wir bereits vor zwölf Uhr Mittags in Locarno auf dem  bereits gut besuchten Camping Delta. Wir waren bald einmal eingerichtet und die Bikes abgeladen, so dass wir den Nachmittag einfach mal mit nichts tun an der schönen wärmenden Tessiner-Sonne verbrachten. In den späten Nachmittags Sonnenstahlen kochten wir draussen unser Mittag/z’Nacht und liessen einen weiteren schönen Reisetag bei einer schönen Flasche Rotwein ausklingen.

 

Reisetag 14 / 11.3.2021: Wir beschlossen den heutigen Tag mit einem Ausflug nach Lugano zu krönen, für die Aufenthaltsdauer in einem Tessiner Hotel oder Campingplatz bekommt man pro Person einen Pass, kommt einem GA gleich, für den öffentlichen Verkehr mit Bahnen und Bus. So nahmen wir zuerst den Lokalbus zum Bahnhof von Locarno und fuhren zuerst nach Bellinzona um von dort mit dem Regionalzug nach Lugano zu gelangen. Wir flanierten durch die schöne Altstadt zum See, resp zur Seepromenade. Natürlich vermissten wir die lauschigen Bar’s, Kaffee’s so wie die typischen Tessiner Restaurants und Grotti’s, wo wir uns üblicherweise kulinarische Höhenflüge nicht entgehen lassen, stattdessen nahmen wir eine gefaltetes Stück Pizza mit einem Glas Wein in einem Pappbecher bei einem der wenigen Take Away’s. Ein Corona Trauerspiel für die vielen Gastronomen die um ihr Überleben kämpfen, viele von ihnen werden auch nie wieder aufmachen können. Wir hoffen jeden Tag, dass dieser Albtraum bald ein Ende findet, obschon wir als Rentner auf keinen Fall jammern dürfen, wir dürfen reisen und die Rente ist uns sicher!

 

Reisetag 15 / 12.3.2021: Das Aufstehen fällt nicht schwer bei dem Wetter, ein neuer toller Tag im Tessin nimmt Fahrt auf. Ganz langsam liessen wir alles angehen, denn die Sonne musste die Luft noch etwas aufwärmen bevor wir auf die erste Erkundungstour in dieser neuen Bikesaison losfuhren. Die Region ist reichlich mit Radwegen ausgestattet, welche ein relativ unbekümmertes, sicheres Vorankommen garantieren. Wir machten eine erste Delta Erkundungstour, der Camping liegt auf der linken Seite des Deltas, so dass wir zuerst der Maggia hoch in Richtung Norden, um danach auf der rechten Uferseite, alles auf Naturwegen in den wilderen Teil des Maggiadeltas kamen. Von dort aus wieder der Maggia hoch um dann links nach Ascona, alles auf dem Radweg, zu gelangen. Ascona ist immer eine Reise wert, doch diesmal im Vergleich zum letzten Sommer, wo trotz Corona die Restaurants und Terrassen offen waren, alles zu, nur einige bieten Take Away an. Wir schnappten uns eine der seltenen freie Parkbänke, holten uns zwei Bier und genossen den Ausblick auf den Lago Maggiore so wie die wärmende, wohltuende Sonne. Wie gerne hätten wir uns hingesetzt und wie im letzten Sommer Mittag gegessen. Alles nichts, ich weiss eigentlich dürfen wir nicht jammern, die Betroffen sind die Gastronomen, welche um ihre Existenz und um die ihrer Angestellten kämpfen. Irgendwann fuhren wir wieder zurück und genossen die Sonne vor unserem Dino. Auf dem Camping sieht es allmählich aus wie im Hochsommer, es ist Freitag und die freien Plätze schwinden wie Schnee an der Sonne.

 

Reisetag 16 / 13-3-2021: Als wir am Morgen erwachten, stellten wir fest, dass am späten Abend noch mehr Camper angekommen waren, unglaublich dieser Boom, wo führt das noch hin? Die idyllische Ruhe der ersten Tage war vorbei, es macht einen Unterschied ob sich einige Rentner, oder junge Familien mit Kindern auf dem Platz tummeln! Für uns ist es jedoch immer sehr erfrischend in die strahlenden Kinderaugen zu schauen, die draussen herumtollen und -schreien zu schauen. Im späteren Vormittag beschlossen wir mit den Bikes eine Runde zu drehen, wir wollen es langsam angehen lassen, da wir uns wieder in der Angewöhnungsphase befinden, lange im harten Sportsattel zu sitzen sind noch kein Thema. Rein nach Locarno entlang den Radwegen am See in Richtung Tenero und zurück war unsere Route. Viele Leute waren unterwegs, doch alle sehr diszipliniert Coronagerecht mit Abstand unterwegs. Zurück beim Dino liessen wir uns von der warmen Frühlingssonne verwöhnen. Unser Timing an Tagen wo, wenn die Sonne untergeht, die Temperaturen ein draussen sein ungemütlich machen, nehmen wir unser sogenanntes Z’Mittag/Z’Nacht. Spätes Mittagessen, resp. frühes Nachtessen, dadurch können wir draussen an der Sonne kochen und essen und sobald die Sonne weg ist bleibt nur noch der Abwasch und das sich Verziehen in den Dino.

 

Reisetag 17 / 14.3.2021: In der Nacht hat es unerwartet geregnet, doch am Morgen erwachten wir bei strahlender Sonne und blauem Himmel. Ein böiger starker Wind aus Norden blies, nicht so in den vorangehenden Tagen. Wir entschlossen uns trotzdem einen Ausflug mit dem Bike zu machen, es wurde eine knapp 30 Kilometer lange Fahrt zuerst entlang der Maggia hoch Ascona, Losone um dann entlang der Melezza im Wald auf dem Dammweg bis zum Campingplatz auf dem wir im letzten Sommer einige Tage verbrachten. Zurück über eine Fussgänger- und Velobrücke überquerten wir die Melezza gelangten nach Ponte Brolla wo wir eine Schleife zur Maggia drehten und um nicht auf der schmalen Verbindungstrasse von Ponte Brolla nach Locarno ohne Radweg zu fahren, kehrten wir zu Melezza zurück überquerten diese wieder um dann zurück nach Locarno zu fahren. Auf dem Camping hatte sich die Lage wieder etwas normalisiert es herrschte nicht mehr Hochsaisonstimmung dicht an dicht, viele waren nur übers Wochenende gekommen und fuhren am Sonntag wieder nach Hause.

 

Woche 11 / 15. - 21.3.2021 / Reisetage 9 - 17

Fahrrad- und Fussgängerbrücke über die Melezza, Tessin
Fahrrad- und Fussgängerbrücke über die Melezza, Tessin

Reistag 18 / 15.3.2021: Auch heute begrüsste uns am Morgen die Sonne, schön so mitanzusehen wie die Tage wieder entscheidend länger werden. Wir entschieden uns zu einem Ausflug mit Bus, Bahn, Schiff und das nach Gambarogno zum „Parco Eisenhut“ einem schön angelegten botanischen Park. Eine überwältigende Blumenpracht und auch hierzulande seltene Bäume wie der Sequoia eine Gattung der Mammutbäume. Wir trafen auch wieder Christa und Andreas wir hatten die Beiden im letzten Sommer in Silvaplana auf dem Stellplatz kennen gelernt und so haben wir sie in diesem Frühling auch wieder auf dem Camping Delta angetroffen. Mit den beiden nahmen wir den Heimweg zum Camp in Angriff mit dem Bus und dann mit dem kleinen Fährschiffchen von Magadino nach Locarno. Nach einem Take Away Apéro trennten wir uns in Locarno, denn wir wollten noch einkaufen gehen um unseren Dino Kühlschrank wieder auf Vordermann zu bringen. Den Tag krönten wir mit einer schönen Pizza im Camping Restaurant, trotz Lockdown dürfen sie wie auch die Hotels ihre Campinggäste bewirten!

 

Reisetag 19 / 16.3.2021: Wie könnte es auch anders sein? Ein neuer Prachtsmorgen im Tessin, aus der Alpennordseite kommen nur Meldungen über Kälte, Schnee und Sturm inneralpin sollen bis zu mehr als einem Meter Neuschnee gefallen sein, vielerorts spricht man von Lawinenstufe 4, was ja nicht selten ist zu dieser Jahreszeit. Wir haben nun umgestellt die Schneeschuhe sind weg und die Mountainbikes entstaubt. Ein windiger Tag war prognostiziert und dem war auch so, deshalb liessen wir nichts anbrennen und gingen das Ganze sehr ruhig an. Keine grossen Pläne, etwas chillen und am Nachmittag machten wir einen Spaziergang nach Locarno und daraus wurden doch stattliche 7 km Bewegung. Zurück im Camp war Grillen angesagt.

 

Reisetag 20 / 17.3.2021: Mendrisio „FoxTown“ unser heutiges Ausflugsziel. Wir gehen ganz gerne shoppen, so haben wir uns einmal mehr mit verschiedenen Dingen die man braucht und manchmal auch nicht unbedingt braucht, in diesen Marken Outlet Shops eingedeckt. Einmal mehr genossen wir, dass die Ticino-Gästekarte als Generalabo für den ÖV gilt.

 

Reisetag 21 / 18.3.2021: Immer noch schönes Wetter, jedoch kühler als zu Beginn unseres Aufenthalts im Ticino. Bevor wir uns auf’s Bike schwangen, hatten wir einen kurzen Besuch von Roli und Dagmara mit ihrem schönen, schwarzen Bulli wir kennen Roli vom Land Rover Club (LRoS) und vom Caravan Salon in Bern. Die beiden machten sich ans Camp einrichten und wir machten einen Ausflug ins Maggia- und Melezzatal. Vor dem Nachtessen besuchten wir Roli und Dagmara, auf eine nette Plauderrunde.

 

Reisetag 22 / 19.3.2021: Gemäss Wetterbericht sollte es hier im Südtessin schneien, beim Blick aus dem Fenster deutet allerdings rein gar nichts auf möglichen Schnee, stattdessen blauer Himmel und Sonnenschein. Allerdings war es der kälteste Morgen seit wir hier auf dem Camp sind, der eisige Nordwind war nicht wirklich einladend grosse Pläne zu schmieden, so verging die Zeit mehrheitlich im Dino, Webseite updaten und und und. Wir nahmen die Bikes um in Locarno einzukaufen, und am Nachmittag verfolgten wir die Pressekonferenz des Bundesrates wo einmal mehr kein Wiedereröffnungsenscheid der Corona Massnahmen fiel. Es gibt so viele KMU oder Gastronomen die sich wenigsten eine Öffnung der Aussengastronomie gewünscht hätten, für uns die gerne draussen leben völlig unverständlich.

 

Reisetag 23 / 20.3.2021: Wir erinnern uns kaum mehr wann wir zuletzt so lange am gleichen Ort geblieben sind, aber auch wenn es nicht mehr ganz so warm ist wie als wir in Locarno ankamen. Unsere Reisefreunde Margrit und Rolf, animiert durch unseren positiven, gemeinsamen Chat, kommen heute an. Rita und ich fuhren im späten Vormittag mit unseren Bikes nach Ascona auf einen Apéro, es war wahrlich nicht warm, der kalte Wind geht durch alles. Zudem bin ich mit meinem noch nicht ausgeheilten rechten Handgelenk immer noch sehr stark beeinträchtigt. Der Kay mein Handchirurg stellte mir einen Zeitraum zwischen 3 - 9 Monaten bis zur Genesung in Aussicht die Zeit soll es richten, wobei er bei schlechtem Genesungsverlauf einen chirurgischen Eingriff als unausweichlich erachtet.

Am Nachmittag, wir waren wieder zurück im Camp fuhren Margrit und Rolf ein, was für ein freudiges Wiedersehen. Mit einem Apéro an der Sonne feierten wir unser Wiedersehen, und mit einem gemeinsamen Nachtessen im Camping Restaurant setzten wir dem offiziellen Frühlingsanfang die Krone auf. Wie jedes Mal hatten wir einander sehr viel zu erzählen.

 

Reisetag 24 / 21.3.2021: Wow was für ein Tag, mit Margrit und Rolf machten wir eine 20km Biketour ins Melezza Tal, einzig die Temperaturen waren zu bemängeln, dem kalten Wind an exponierten Stellen konnten nur warme Kleidung trotzen. Uns aber outdoor zu bewegen und leben beflügelte uns vier, auch nach dem Biken, zu ausgiebigen Diskussionen über das Reisen, Campen und über Reisemobile. Noch gerade bevor die Sonne hinter den Bergkämmen verschwand sassen wir bei Gratin (aus den OMNIA Campingofen) und Würsten beim gemeinsamen Nachtessen.

 

Woche 12 / 22. - 25.3.2021 / Reisetage 25 - 28

Margrit und Rolf, unsere Freunde zu Besuch im Tessin.
Margrit und Rolf, unsere Freunde zu Besuch im Tessin.

Reisetag 25 / 22.3.2021: Mit Margrit und Rolf haben wir eine schöne Biketour gemacht. Ein Rundtour über die Höhen von Arcegno und Gruppaldo. Hier findest Du den Link zur Tour. Nach dem Biken genossen wir die Sonne bei den Fahrzeugen, die Temperaturen wären perfekt gewesen, wenn der Abendwind nicht so stark aufgekommen wäre, es ist halt noch nicht Sommer um die Abende draussen zu verbringen.

 

Reisetag 26 / 23.3.2021: Nach dem Frühstück setzten wir uns alle vier in den California von Rolf und Margrit und fuhren auf „Colomba-“ und „Panettonekauf“ und zwar zur Panetteria Poncini in Maggia, fahre einfach hin wenn du in der Nähe bist. Anschliessend machten wir uns, vom Parkplatz in Bignasco, auf eine schöne Wanderung im Maggiatal. Hier die Details zur Wanderung! Wir konnten aufgrund eines Felssturz nicht wir geplant nach Broglio und machten uns mangels Alternative auf dem gleichen Weg zurück, statt mit dem Postauto zum Ausgangsort zu fahren. Wir schlossen unsere gemeinsame Reisephase, denn Morgen fahren wir zurück nach Hause, im Camping Restaurant, wo uns die inzwischen lieb gewordene Wirtin eröffnete, dass sie ab Morgen wieder schliessen müssen. Der Bundesrat beschloss in seinem Blindflug, dass die Campinggäste nicht mehr wie Hotelgäste angesehen werden, deshalb ist Schluss mit der Camping-Gastronomie. 

 

Reisetag 27 / 24.3.2021: Ja heute wieder ein Reisetag, zwischen 8 und 9 Uhr verabschiedeten wir uns von Margrit und Rolf, wir haben ein paar schöne Tage zusammen verbracht und schon neue Reisefolgen angesprochen. Unser Weg führte uns auf der Landstrasse nach San Bernardino durch den Tunnel ins Bündnerland. In aller Ruhe erreichten wir an diesem traumhaften Frühlingstag beidseits der Alpen unseren Nachtplatz auf einem freien Parkplatz am See in Mühlehorn am Walensee, wo wir mit Blick auf den schönen See und auf die noch verschneiten Berggipfel auf der gegenüber liegenden Seite, vor dem Dino die schöne Nachmittagssonne genossen.

 

Reisetag 28 / 25.3.2021: Trotz der Nähe zu den Bahngeleisen vom Bahnhof Mühlehorn haben wir wunderbar geschlafen, wir denken im Schlaf gestört werden ist weitgehendste Kopfsache! Ein neuerlich sehr schöner Frühlingstag meldet sich an. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Schieren ZH ein neues Projekt steht an! Anschliessend noch die kurze Heimfahrt nach Bern, „Sweet Home“.

 

Reise-Pause

vom 26.03. bis 11.4.2021

 

 

Woche 15 / Reisetage 29 - 35 / 12 - 18.4.2021

Ascona in Corona Zeiten!
Ascona in Corona Zeiten!

Reisetag 29 / 12.4.2021: Ein guter Groove, nach einer gefühlten Ewigkeit zu Hause wieder auf der Strasse zu sein. Das Wetter eine ziemliche Katastrophe kalt, nass, Schneeregen was uns dazu bewegte nicht wie ursprünglich gedacht in den Jura oder an den Bodensee zu fahren, nein das Wetter ist im Tessin an besten gemeldet also nichts wie hin! Unterwegs machten wir noch einen grösseren Einkauf um unsere Vorräte und Kühlschrank aufzufüllen. Insbesondere schwerere Sachen versuchen wir mit dem Auto zu transportieren, denn vor Ort fahren wir mit unseren Bikes und Rucksack zum Einkaufen. Der Camping Melezza, etwas weg vom Trubel von Ascona und Locarno, wurde unsere Destination!

 

Reisetag 30 / 13.4.2021: Auch jetzt sind die Nächte im Tessin noch kühl, man schläft um das noch besser! Ganz gemütlich liessen wir den Tag im Dino angehen, draussen herrschte wie vorausgesagt böiger Nordföhn, so beschlossen wir die zwei drei Sachen die wir gestern beim Grosseinkauf vergessen hatten einkaufen zu gehen, und zwar zu Fuss was eine Wanderung von 10Km mit sich zog. Zurück im Camp, die tägliche Sportaktivität erledigt, sassen wir mit Apéro an der Sonne und schauten dem Treiben der neu Ankommenden zu! Ein Wahnsinn als ob Sommerferien wären, der Platz füllte sich bis auf den letzten Platz. Wir haben Grund uns zu fragen, wie wird es in der Hauptsaison aussehen? Der Camper Boom durch Corona aktiviert mit den vielen „NeuCamper“ lässt erahnen, dass die sich durch teilweise regional fehlende, oder überalterte Camping Infrastrukturen ein Chaos abzeichnen wird! Wir sind bis anhin immer auf gut Glück gefahren und haben nie Reservationen getätigt, wird das noch aufgehen?

 

Reisetag 31 / 14.4.2021: Der Nordföhn hat in der Nacht abgestellt und die Temperatur zeigte sich von der kühlen Seite. Nach dem Frühstück macht die Rita den Vorschlag, nach Lugano zu fahren an die „Leonardo da Vinci Expierience“ eine momentane Ausstellung über das Schaffen von da Vinci, dem genialen Maler, Techniker und Architekten in den Messehallen von Lugano. Unser Kulturausflug  nach Lugano beschäftigte uns den ganzen Tag.

Wir bewegten uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, hatten es schon beim vorherigen Tessin Aufenthalt, vor Ostern, erwähnt, für die touristische Aufenthaltsdauer bekommt man eine Art Generalabo für alle öffentlichen Verkehrsmittel im Tessin.

 

Reisetag 32 / 15.4.2021: Es hatte die ganze Nacht durchgeregnet, die umliegenden Berggipfel waren bis auf halber Höhe weiss gezuckert und die Temperaturen waren auch entsprechend. Wir beschlossen am heutigen Tag einfach zu chillen. Im Verlauf des Tages gab es immer mehr Sonne und wir genossen diese in unseren Campingstühlen beim Dino, und feilten in Gedanken an unserem neuen Projekt: Das Projekt heisst „Lundi on Tour“ mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Reisetag 33 / 16.4.2021: Ein neuer Tag, wir beschliessen nach dem Frühstück mit unsern Bikes etwas zu unternehmen, so fuhren wir der Melezza entlang hoch nach Intragna und auf der anderen Seite des wunderschönen Flusses wieder runter, wieder über die Melezza und auf der rechten Uferseite weiter nach Ascona, dort haben wir eine Kleinigkeit eingekauft und sind wieder zurück zum Camp gefahren. Es wurde eine 20Km Schleife mit ganz wenigen Abschnitten auf asphaltierter Strasse. Zurück im Camp war Sonne geniessen und im OMNIA Ofen Brot backen angesagt!

 

Reisetag 34 / 17.4.2021: Es ist bereits wieder Samstag die Zeit läuft förmlich davon. Wir sind dann nach dem Frühstück mit unseren E-Bikes nach Ascona und Locarno zum Einkaufen gefahren. So kehrten wir mit schwer beladenen Rucksäcken über unser mittlerweile Haus-Bike-Strecke  der Maggia und Melezza entlang wieder zum Dino zurück. Das Wetter prächtig und es wir von Tag zu Tag wärmer.

 

Reisetag 35 / 18.4.2021: EIN DENKWÜRDIGER TAG! Nachdem wir ein schönes 20Km Bike-Türli den Höhen über Ascona, gemacht hatten kamen wir zum Camp zurück und wir liessen uns von der Sonne verwöhnen. Denkwürdig? Ja heute bekommen wir Besuch von Iris und Hansjürg aus Zürich, wir haben die Beiden genau vor einer Woche bei uns in Bern kennengelernt. Die Beiden waren die Ersten die auf unsere Ausschreibung „Zu Verkaufen“ auf unserer Webseite reagiert haben.  Wir hatten von der ersten Minute an ein gutes, gegenseitiges aufrichtiges Gefühl zu den Beiden. Sie hatten sich eine Woche Bedenkzeit genommen, und kamen gestern Nachmittag mit ihrem Bulli zu uns, es war als ob alte Freunde zu Besuch kommen, und brachten uns die erfreuliche und gleichermassen beklemmende Nachricht: „WIR KAUFEN EUREN DINO“ und wir feierten bis tief in die Nacht bei Wein und gutem Essen unsere neu gewonnen Freundschaft und den Verkauf unseres geliebten Dino’s.

Natürlich schulden wir Dir noch eine Begründung zum Verkauf unseres geliebten Familienmitgliedes Dino: Wenn alles nach Plan gelaufen wäre befänden wir uns zur Zeit in Mittel- oder Südamerika. Wir wollten so Ende März 20 den Dino nach Halifax Kanada verschiffen, Kanada, Alaska, USA und in südlicher Richtung weiter. Doch Corona hat uns einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht und wir sind in der Zwischenzeit auch nicht jünger geworden und haben gemeinsam unsere Reisezukunft überdacht und kamen zu Schluss, dass wir unsere Reisen „UMS HUS UM“ ums Haus herum machen werden. Bleibt noch die Definition unserer Ums Hus Um Begriff: und das ist vom Nordkapp bis zu den südlichen Griechischen Inseln. In Folge dessen sagten wir uns, dass für diese neuen redimensionierten Reisepläne der Dino als Fernreisefahrzeug völlig overdressed ist. Und so folgten wir Rita’s Redimensionierungsidee einen Bulli zu bestellen und nach unseren Wünschen umbauen zu lassen. Wer uns kennt wieso dass ein normaler Camper also ein „Tupperwaregeschirr“ keine gangbare Alternative gewesen wäre. Das ist schon alles!

 

Woche 16 / Reisetage 36 - 43 / 19 - 25.4.2021

Die neuen und alten Dinobesitzer!
Die neuen und alten Dinobesitzer!

Reisetag 36 / 19.4.2021: Der Hansjürg wollte selbstverständlich nun den Dino auch mal fahren und so setzen sich die Damen in den Bulli von Iris und Hansjürg, und Hansjürg und ich fuhren mit dem Dino unser Ziel Spruga im Onsermone Tal, eine gute Strecke um den Dino durch die zum Teil ziemlich engen Stellen bis ganz oben wo die Strasse dann in Spruga endet. Dort trennten wir uns und gingen wieder unsere Wege, Iris und Hansjürg nach Hause und wir beschlossen ins Verzasca Tal zu fahren wo wir Sonogno auf dem Camperstellplatz auf nicht ganz 900 m.ü.M. die Nacht, wo die Temperatur 7 - 8° kühler als in der Magadinoebene war, verbrachten.

 

Reisetag 37 / 20.4.2021: Nach einer kalten Nacht in den Tessiner Bergen beschlossen wir doch lieber runter an die Wärme zu fahren, nun wollten wir Mal ins Mendrisiotto. Zuerst eine Shopping Tour im Fox Town und danach gingen wir auf den Camping Paradiso in Melano am schönen Lago di Lugano.

 

Reisetag 38 / 21.4.2021: Der heutige Mittwoch gemäss Wetterprognose kein Burner, deshalb beschlossen wir einmal mehr von unserem Ticino-Ticket zu profitieren. Immer wieder interessant zu erfahren wie gut die Schweiz mit den ÖV zu bereisen ist. Wir setzten uns in Melano ins Postauto dann in den Zug nach Lugano, nachdem wir einmal mehr durch die schöne Stadt geschlendert waren beschlossen wir die etwas olderliche Bahn FLP von Lugano in ca. 15Min nach Ponte Tresa zu nehmen. Eine solide Fahrt auch abwechslungsreiches Gebiet mit schöner Natur, protzigen Villen, Flugplatz Agno, Golfplatz .... Als wir in Ponte Tresa ankamen bewahrheitete sich die Wetterprognose, es regnete und des Weiteren mussten wir feststellen, dass Ponte Tresa ohne eine Gang über die Brücke nach Italien nicht das selbe ist, Corona sei Dank. Der Regen begleitete uns dann auf der Rückfahrt zum Camp am Lago di Lugano im schönen Mendrisiotto.

 

Reisetag 39. / 22.4.2021: Ja der heutige Tag ist bald einmal im Tagebuch verewigt. Wetter schön, warm den ganzen Tag ohne festes Programm am chillen vor dem Dino, die eine oder andere Partie Boule war das höchste an sportlicher Aktivität, es muss nicht immer Action sein!

 

Reisetag 40 / 23.4.2021: Genug gechillt am Vortag, heute stand eine ca. 30 kilometrige Biko-Tour auf dem Programm mit Start und Ziel im Camp. Melano, Melide, Vico Morcote, Codate, Grancia, Lugano Paradiso, Melide, Melano. Wobei wir  uns in Bissone den Freuden der Tessiner Küche ergaben und bevor wir zurück ins Camp fuhren, wo wir selber hätten kochen müssen, „Brasato di Manzo con Polenta“ mit dem dazu gehörenden Merlot genossen! Ein weiterer toller Tag wurde Geschichte.

 

Reisetag 42 / 24.4.2021: Am heutigen Tag nutzten wir einmal mehr die ÖV um die Region zu erkunden und es war ordentlich was los entlang der Seepromenaden und Restaurant- und Hotelterassen man spührt richtig, dass sich die Menschen  nach Normalität sehnen in diesen verdammten Coronazeiten.

 

Reisetag 43 / 25.4.2021: Ein Bilderbuch Sonntag es war der unumstritten wärmste Tag seit wir 2021 wieder on the Road sind. Auf dem See viele Boote so auch Wasserskifahrer, Sommerfeeling pur. Da gibt es nicht viel zu erzählen. Es zog mit allen Mitteln die Menschen nach draussen. So verbrachten auch wir den Tag an der Sonne sitzend, chillend,  kochend, Boule spielend ....

 

Woche 17 / Reisetage 44 - 46 / 26 - 28.4.2021

Reisetag 44 / 26.4.2021: „Der Regen kommt, Nigg’s gehen“, so die Kurzfassung. In dieser Woche wird im Tessin viel Regen erwartet, Schweizweit am meisten, wir müssen am Mittwochabend ohnehin, um Termine wahrzunehmen zu Hause sein, also fahren wir einmal mehr dem besseren Wetter entgegen! Der Plan war eigentlich über das Centovalli nach Domodossola und über den Simplon ins Wallis zu fahren! Wir entschlossen uns aufgrund der Wetterlage, die Schweiz war in zweit Wetterhälften geteilt, im Süden Regen im Norden schön, so strichen wir das Wallis aus unserem Plan und ersetzten es mit dem Bodensee, „oh wie tut das Herz weh, wenn ich im Glas den Boden seh“. Eine weise Entscheidung denn hier konnten wir davon ausgehen, dass die verbleibenden zwei Tage bis zu unserer nächsten Reisepause nicht dem schlechten Wetter zum Opfer fallen! Wir landeten in Uttwil, zwischen Arbon und Konstanz, auf einem Camping.

 

Reisetag 45 / 27.4.2021: Was für ein Morgen, was für eine gute Entscheidung hier an den Bodensee zu kommen. Ein Tag vom feinsten den wir zum Biken nutzten, von Uttwil auf super angelegten Radwegen, da scheinen die hier Radweg - Weltmeister zu sein, nach Romanshorn und zurück mit entsprechender Bierpause. Und ehrlich gesagt auch wenn nicht Wochenende war, waren wir nicht die Einzigen die solche Pläne im Kopf hatten. Alles in allen etwas mehr als 45 Km Strecke mit nur ganz wenig Höhenmeter, bei idealen Bedingungen, was will man mehr?

 

Reisetag 46 / 28.4.2021: Timing vom Feinsten, nun kippt auch hier am Bodensee das Wetter, also heisst es wieder „Regen kommt Nigg’s gehen“ wir nahmen die 200Km unter die Räder um zu Hause zum Rechten zu schauen und um einige Termine wahrzunehmen! Nach der Reise ist vor der Reise, bis bald.

 

Reise-Pause

vom 29.04. bis 16.5.2021

 

 

Woche 20 / Reisetage 47 - 53 / 17. - 23.5.2021

So ist der Plan, mal sehen obs klappt.
So ist der Plan, mal sehen obs klappt.

Reisetag 47 / 17.5.2021: 


Plan Entwurf 2021? Norddeutschland, Dänemark, Ost- und Nordsee so wie Skagerak und Kattegat.

Ostfriesische Inseln

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