Reisebericht Schottland / Irland 2.6. bis ca 9.8.2015

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Reisebericht

Woche 23 / 02. - 07.06.2015

Bas Kissingen, gemütlich zusammensitzen.
Bas Kissingen, gemütlich zusammensitzen.

Reisetag 1 / Dienstag 02.06.2015: Das Motto unseres Aufenthaltes zu Hause heisst, „nach der Reise ist vor der Reise“. Nun ist vor der Reise wir hatten keinen Grund zu stressen, der Ländi und die Kabine ist beladen und technisch einwandfrei unterhalten. Unser erster Termin am heutigen Tag: die Raststätte Kempthal, wo wir am Mittag mit unserem Freund Giusep abgemacht haben um gemeinsam mit unseren beiden Azalai-Kabinen nach Bad Kissingen zur Abenteuer- und Allradmesse zu fahren. Auf der Autobahn in Richtung Stuttgart liessen wir es einfach rollen. Einen Zwischenhalt machten wir in Filderstadt beim Outdoor Ausrüster Globetrotter und kauften in der Gunst der niedrigen Preise in Deutschland einige Sachen ein. Danach ging es weiter auf einen kleinen Campingplatz in Bad Mergentheim. Der Ort war von Giusep hervorragend ausgesucht worden, zum einen nicht mehr weit nach Bad Kissingen und zum anderen kannte er ein Hotel und Gaststube Bundschu, ein Geheimtip, eine schöne Karte und sehr vernünftige Preise.

So verbrachten wir einen ersten gemütlichen Tag und Abend mit Giusep.


Reisetag 2 Mittwoch 3.06.2015: In einer kurzen Fahrt erreichten wir, von Bad Mergentheim kommend, Bad Kissingen wo sich dieser Tage die europäische Offroadszene ein Stelldichein gibt. Vom Vorabtrupp aus der Schweiz, die Azalai, Overland Tecnics und ATW Gruppe, waren wir die ersten auf dem Platz und machten uns sofort breit um Plätzchen für die Nachkömmlinge zu besetzen. Miriam Oettiker kam mit zwei Fahrzeugen, der Azalai Päscu mit seinem kultigen WV Bus, dann noch weitere Leute die wir noch nicht kannten.

Der Abend gestaltete sich sehr gemütlich, Feuer und Glut in einer Feuerschale sorgten für feine Grillanden und gute Stimmung. Räubergeschichten, Schnupf, Bier und Wein rundeten den Abend ab.


Reisetag 3 Donnerstag 4.06.2015: Heute steht der erste Messetag der Abenteuer- und Allradmesse. Freunde treffen, sehr schön bei traumhafter Witterung, mit Gleichgesinnten die neusten Trends und Produkte für die Abenteurer und Outdoor Szene anschauen. Am Abend waren wir ziemlich geschafft als wir im Camp ankamen, die Sonne brannte gnadenlos und wir suchten bereits Schattenplätze um die Fahrzeuge. Wie schon am Vorabend machten wir ein Feuer und grillten was das Zeug hielt.


Reisetag 4 Freitag 5.06.2015: Giusep und wir Beide nahmen bei erneut strahlendem Wetter die Strasse nach Luxemburg unter die Räder. Einen Tag an der Ausstellung war für uns genau das Richtige. Die Strecke zuerst durch Deutschland westwärts danach in die Luxemburgische Schweiz einem felsigen mit schönen Schluchten bestücktes Gebiet. Giusep will in Luxemburg etwas Rennrad fahren und für uns ist es die halbe Strecke bis zur Fähre nach England. In einem kleinen gut gepflegten, sehr ruhigen Campingspatz in Berdorf schlugen wir unser Camp auf, wahrlich ein Kulturschock verglichen mit dem Treiben im Besuchercamp

von Bad Kissingen.

Als Abschluss unserer paar gemeinsamen Reisetage gingen Giusep, Rita und ich am Abend zu Fuss ins Dorf zum gemeinsamen Nachtessen, bei schön warmen Temperaturen. Nach einem kleinen Absacker bei den Fahrzeugen gingen wir ins Bett, alles war so aufgeheizt, so dass sich die Bettdecke erübrigte bis dann um viertel vor zwei ein ausgewachsenes Gewitter über die Region fegte mit Wind und kleinen Hagelkörnern und danach viel Wasser. Im Wissen dass alles trocken bleiben wird schliefen wir herrlich weiter.


Reisetag 5 Samstag 6.06.2015: Wehmut lag am Morgen in der Luft und das Gewitter in der Nacht brachte einen hartnäckigen Dunst über die Region, denn Giusep's und unser Weg trennten sich. Giusep will sich auf dem Rennrad austoben und wir haben beschlossen nach Zeebrügge und nicht nach Rotterdam zu fahren um die Fähre nach Hull zu nehmen. Es hat alles gepasst, die Etappe zur Fähre 350Km und wir kamen rechtzeitig um das Ticket zu lösen und in die Boarding-Prozedur einzufädeln. Schnell den Fähren-Rucksack gepackt und dann eingeschifft. Es verlief alles planmässig 16.30 Uhr Boarding, 19:00 Uhr Abfahrt. Am Abend haben wir am Buffet und im Dutyfree kräftig zugeschlagen. Das Bier, der Wein, und der Mojito liessen uns bei leichtem einschläfernden Seegang, so wie vollem Magen, ins Reich der Träume gleiten.


Reisetag 6 Sonntag 7.06.2015: Die Matratzen in den Kojen der Fähre kommen bei weitem nicht an unser Fanello Bett im Azalai. Etwas gerädert sind wir beide aufgestanden, die planmässige Ankunft um 09:30 Uhr so wie die stündige Zeitverschiebung liess uns genügend Zeit um ausgiebig zu frühstücken und um danach den Rucksack wieder in aller Ruhe zu packen. So gegen 10:00 Uhr waren wir in der fast ausgestorbenen sonntäglichen Altstadt von Hull. Nach kurzer Zeit nahmen wir unser Fahrt westwärts auf. Wir haben jede Zeit der Welt, denn unser heutiges Tagesziel ist Huddersfield, wo wir Janet, die Frau von unserem Reisefreund Geoff, selber zur Zeit in Bulgarien unterwegs, zu besuchen!

Wie vereinbart etwas nach 16:00 Uhr kamen wir bei Janet an, sie war mit ihren Pferden beschäftigt und wir platzierten uns in der Nähe der Stallungen. Vier schöne Pferde sind auf diesen Hof. Um viertel vor sieben am Abend wurden wir von Janet abgeholt, fuhren zuerst zu einer Ihrer Kolleginnen und Diane, so heisst sie, kam mit uns zum Nachtessen. Taaj Restaurant, wo uns zauberhafte indische Küche erwartete. So verbrachten wir mit Janet und Diane einen sehr gemütlichen Abend mit leckerem Essen.

 


Woche 24 / 08. - 14.06.2015

Mull of Galloway südlichster Punkt von Schottland.
Mull of Galloway südlichster Punkt von Schottland.

Reisetag 7 Montag 8.06.2015: Um neun Uhr verabschiedeten wir uns und zogen in Richtung Norden weiter. Von Huddersfield nach Keighley und weiter in den „Lake-District National Park“ in den „Cumbrian Mountains“. Ein tolles Gebiet mit vielen Seen, stark bewaldet und mit unzähligen kleinen Strässchen. Eine sehr touristische Region. Unser „Sch/Ir Camp 7“ auf einem sehr grünen, ruhigen nicht stark frequentierten Campingplatz in Watermillock.


Reisetag 8 / Dienstag 9.06.2015: Heute war auch wieder einer dieser schönen Tage bei denen der Weg das Ziel ist! Wir haben fast ausschliesslich grün gekennzeichnete Strässchen genommen und viel schönes mitnehmen dürfen. So fuhren wir zuerst zum einkaufen nach Keswick und danach über die B 5289 zum Honister-Pass. Auf der Passhöhe eine touristisch genutzte Steinmine mit einem grossen Angebot an Mitbringsel, zum Glück kämpfen wir immer mit dem Gewicht des Autos sonst hätten wir noch einige dieser Stein-Gebrauchsgegenständen gekauft. Auf der andern Seite des Passes schön gelegene kleine Seen und weiter nach Cockermount, links runter zum Solway Fjord und erneut auf grünen und weissen Strässchen nach Carlisle um danach Punkt 14:55 Uhr in Gretna die Schottische Grenze zu passieren. Danach auf der gegenüberliegenden Seite des Solway Fjords westwärts der Küste nach über Dumfries bis zu unserem ersten Camp in Schottland in Sandyhills zu einem kleinen ruhigen Campingplatz.

An dieser Stelle noch einige Gedanke zur Natur und Wetter: Wir hatten das Vergnügen die Blütezeit in Marokko im März/April, in der Schweiz im Mai und nun in England und Schottland im Juni zu erleben! So zum Beispiel der Ginster der war zu den erwähnten Zeiten in diesen verschiedenen Länder auf unserer Durchreise immer gleich weit. Das Wetter seit unserer Ankunft sehr schön und trotzdem sind wir mehrheitlich froh etwas warmes überziehen zu können. Die Temperaturen kommen schwerlich über 20 Grad C.


Reisetag 9 / Mittwoch 10.06.2015: Heute beschlossen wir den Landy ruhen zu lassen, schon bei Tagesanbruch 4:00 Uhr zeichnete sich ein weiterer traumhafter Tag ab. Nach dem Frühstück an der schottischen Sonne packten wir die Wanderschuhe und die Walkingstöcke aus, denn am Eingang zum Campingplatz beginnt ein Coast-Path der je nach Ebbe oder Flut verschieden bewandert werden kann. Start in Sandyhills gingen wir dem Strand, an Lachsnetzen (wo durch Ebbe und Flut Lachse gefangen werden) und schönen Felsformationen vorbei, bis nach Portling danach ging es auf einem schönen grünen Trail durch Weiden mit Kühen und Schafen, eine sehr diversifizierte Fauna und Flora mit einem speziellen Ginster und vielen weiteren schönen Pflanzen, Idylle pur Rosamunde Pilchner lässt grüssen. Der Weg hoch und runter führte und nach 3 Stunden nach Rockcliffe wo wir glaubten etwas essen und ein Bier trinken zu können, war nichts, so zogen wir ein halbe Stunde weiter nach Kippford wo es ein Hotel/Pub mit Namen „Anchor“ gibt, also gingen wir sinnigerweise dort vor Anker. Wir beschlossen den Nachhauseweg mit dem Bus zu machen und um die Wartezeit vom Bus zu verkürzen nahmen wir trotz schmerzenden Füssen (ich habe mir eine grosse Blase an der rechten Ferse eingefangen da ich mir beim Socken anziehen zuwenig Mühe gegeben habe die Rümpfe zu glätten, selber schuld!) den halbstündigen Weg zurück nach Rockcliffe unter die Füsse. Der GPS Tracker hat in 2 minütigen Intervallen alles aufgezeichnet, schau Dir den Track vom 10.06.2015 an. Es war ein traumhafter Tag mit Sonne pur wie es sie in Schottland nicht alle Tage gibt, wir hatten viel Spass dabei! Das Schottische Wetter ist uns sehr wohl gesinnt und uns ist es recht so, nur nichts verändern!


Reisetag 10 / Donnerstag 11.06.2015: Ein Bilderbuchtag schon früh morgens eitel Sonnenschein, Schottland von seiner besten Seite. Einmal mehr war der Weg das Ziel von Sandyhills, immer noch mit einer schmerzenden Blase an der rechten Ferse verabschiedeten wir uns von einem netten Schweizer Pärchen Rolf und Barbara aus Lohn. Es zog uns westwärts Doundrennan, Newton Stewart auf die äusserste Spitze „Isle of Whinthorn“ danach Port William wir umrundeten die „Luce Bay“ und fuhren südwärts bis zum südlichsten Punkt von Schottland „Mull of Galloway“. Wir waren erstaunt nur wenige Galloway Rinder anzutreffen in deren Heimgebiet. Die Strecke sehr abwechslungsreich so zum Beispiel ab Fort William praktisch keine Bäume mehr wo wir doch kurz zuvor inmitten wunderbarer Wälder waren. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Wir besuchten danach die Halbinsel „Rhins of Galloway“ und wir waren auf dem südlichsten Punkt von Schottland „Mull of Galloway“ ein grosser Leuchtturm zeigt den Schiffen den Weg in und um die Bucht. Weiter auf kleinen weissen Strässchen gings nach Portpatrik und dann rüber nach Stranrear wo wir unser 10es Nachtlager auf einem Camping aufschlugen. Staunten nicht schlecht als wir uns umsahen, jede Menge wilder Kaninchen hoppeln über den Platz, sobald man ruhig sitzen bleibt kommen sie näher. Der Rasen auf dem Campingplatz kommt einem gut gepflegten Fairway eines Golfplatzes sehr nahe. Solch einen Rasen zu haben deutet doch auf häufigen Regen hin, wir hoffen jedoch, dass uns das Wetter so gut bleibt wie im Moment.


Reisetag 11 / Freitag 12.06.2015: Die Welt ist in Ordnung, die wilden Kaninchen hoppeln herum und wir nehmen unser Frühstück wie gewohnt im T-Shirt an der Sonne. Danach beschlossen wir in den Galloway Forest Park zu fahren von Stranrear nach Newton Stewart nordöstlich nach New Galloway dann auf der A713 nördlich hoch bis zum Abzweiger nach Loch Finlas und Loch Doon, Pic Nic am Fluss um nachher die verschiedensten Schotterpisten vom „Carrick Forest Drive“ zu erkunden eine sehr naturbelassene Gegend mit riesigen alten Sturmschäden, ganze Landstriche liegen noch heute kreuz und quer Bäume, und vieles ist auch schon aufgeräumt und aufgeforstet. Danach wieder auf schmalen Asphaltsträsschen in Richtung Barr und danach nach Barhill wo wir unser Lager aufschlugen. Das was wir unbedingt nicht glauben wollten ist eingetroffen, der Schottische Sommer macht eine Pause in Barhill eingetroffen bewölkt und ein kalter Wind kommt auf! Das Schottische Wetter hat uns eingeholt.


 

Reisetag 12 / Samstag 13.06.2015: In der Nacht hat es geregnet und der Thermometer steht auf 11 Grad. Unser heutiges Ziel „Culzean Castle“ einem geschichtsträchtigen Ort in Schottland. Der Himmel war verhangen und wir fuhren von Barhill über Girvan und Turnberry zum Schloss. Wir waren früh dran und konnten uns im riesigen Schlosspark umsehen bevor wir um 11:00 Uhr die Schlossführung antraten. Ronny der Guide war nicht immer einfach zu verstehen mit seinem schottischen Akzent, es war eine interessante und belustigende Führung, dank dem humorvollen Guide, in die Geschichte Schottlands und des Schlosses. Das sollte man sich nicht entgehen lassen wenn man in der Gegend ist! Das Wetter wurde in der Zwischenzeit wieder so wie wir es uns gewohnt sind in Schottland, natürlich sonnig, so beschlossen wir vor Ort zu bleiben und gingen zum Camping neben dem Schloss und richteten uns dort für den Rest vom Tag und die kommende Nacht ein.

 

Reisetag 13 / Sonntag 14. 06.2015: Wir sind relativ früh aufgebrochen, denn unser Tagesziel hier „Isle of Arran“, wurde die Insel als ein grünes Stückchen Paradies empfohlen. Also vom Culzean Castle nach Ayr, Irvine zur Fähre in Ardrossant. Wir hatten es gut getroffen kaum dort angekommen legte diese schon ab nach Brodick auf der Insel Arran. Die Insel gilt auch als Golfdestination und wird von sehr vielen Radfahrern besucht als Gümmeler- und Golferinsel. Auch gibt es sehr viele Wanderwege und ein Whiskey Destillerie in Lochranza. Wir umrundeten die Insel mit dem Auto im Uhrzeigersinn von Brodick nach Lochranza mit einigen kleinen Zwischenstopps an der Westküste mit Blick auf Kintyre. Es gibt leider mit dem Auto keine richtigen Möglichkeiten die Strasse zu verlassen, es ist alles ziemlich eng und eingezäunt was aber der Schönheit der Insel keinen Abbruch tut. Zu guter letzt liessen wir uns auf einem kleinen Camping in Lochranza nieder, wo sich 300m zu Fuss gut zu erreichen die Arran Whiskey Destillerie befindet. Diese Gelegenheit liessen wir uns nicht nehmen und buchten ein geführteTour mit Degustation so wie Einkauf. Trotz schwieriger Verständigung, denn der schottische Akzent ist nicht immer leicht zu verstehen, insbesondere wenn es um spezifische, Whiskeybezogene Ausdrücke geht. Auf jeden Fall war es sehr interessant und die ultimative Lehre die wir aus unserem ersten Destillerie-Besuch mitbekamen ist:


NEVER, NEVER, NEVER DRINK WHISKEY,

TASTE IT“


Wir wären mit den erlangten Kenntnissen, mit Sicherheit noch nicht in der Lage unseren eigenen Whiskey zu brennen aber wir haben eine Tasche voll davon gekauft und darüber hinaus hatten einen im Helm als wir zum Camp zurückzottelten, macht sehr viel Sinn eine Whiskey-Brennerei ohne Auto zu besuchen!

 

Wir erholten uns an der wunderbar wärmenden schottischen Sonne und genossen dann später am Abend auf unserem Kerzen-Racletteofen ein wunderbares Schweizer Raclette, ein Stück Heimat nach Whiskey-Kultur. Auf jeden Fall bekundeten wir später keine Mühe einzuschlafen.

 

Wanderung um Cock Arran, 15.06.15 ca. 14Km in knapp 6 Stunden
Wanderung um Cock Arran, 15.06.15 ca. 14Km in knapp 6 Stunden

Woche 25 / 15. - 21.06.2015

Reisetag 14 / Montag 15.06.2015: Uns gefällt es auf Arran, so beschlossen wir noch eine Nacht anzuhängen. Da wir gestern ziemlich tief im Whiskey lagen war heute sportliche Betätigung angesagt. Mit Wanderschuhen und Walkingstöcken bewaffnet gingen wir um 10:00 Uhr los auf eine am Schluss fast sechs stündige Wanderung. Über ein sehr abwechslungsreiches Gebiet mit gutem Wanderweg bis hin zu steinigen Strandabschnitten so wie anforderungsreichere Felspartien haben wir alles reingezogen. Es war eine tolle Wanderung und wir waren am Schluss ziemlich geschafft, ein gutes Gefühl nach der gestrigen Whiskey-Tour.

Am Abend gingen wir, gleich neben dem Camping, in eine Gaststube „Stags Pavillon“ ohne Alk-Lizenz, das gibt es in England und Schottland häufig, da bringt jeder seinen Wein und sein Bier selber mit, für uns ungewohnt. Haben wunderbar gegessen, ein schönes Fisch-Trio!


Reisetag 15 / Dienstag 16.06.2015: In der Nacht hat es geregnet, juckt uns nachts wenig, unser Häuschen ist dicht. Bereits um 8:15 Uhr nahmen wir in Lochranza die kleine Fähre nach Claonaig Kityre, wir begaben uns im 3/4 Takt auf die Spuren Paul McCartneys und umfuhren die Halbinsel in einer grossen 8, wir waren beim Leuchtturm von „Mull of Kintyre“ hier als Erinnerung die Worte vom Klassiker Mull of Kintyre.


Paul McCartney - Mull Of Kintyre

Mull of Kintyre, oh mist rolling in from the sea

My desire is always to be here

Oh Mull of Kintyre


Far have I traveled and much have I seen

Darkest of mountains with valleys of green

Past painted deserts the sun sets on fire

As he carries me home to the Mull of Kintyre


Mull of Kintyre, oh mist rolling in from the sea

My desire is always to be here

Oh Mull of Kintyre


Sweep through the heather like deer in the glen

Carry me back to the days I knew then

Nights when we sang like a heavenly choir

Of the life and the times of the Mull of Kintyre


Mull of Kintyre, oh mist rolling in from the sea

My desire is always to be here

Oh Mull of Kintyre


Smiles in the sunshine and tears in the rain

Still take me back where my memories remain

Flickering embers go higher and higher

As they carry me back to the Mull of Kintyre


Mull of Kintyre, oh mist rolling in from the sea

My desire is always to be here

Oh Mull of Kintyre


Mull of Kintyre, oh mist rolling in from the sea

My desire is always to be here

Oh Mull of Kintyre


Das Wetter war heute nicht berauschend aber es hat wenigstens fast nicht geregnet, waren ja die ersten Tag verwöhnt worden, die Schottische Realität musste uns früher oder später einholen. Wir haben unser Lager für die Nacht in „Lochgilpheat“ bezogen!


Reisetag 16 / Mittwoch 17.06.2015: Es hatte die ganze Nacht geregnet mit zum Teil starken Windböen. Eine schöne Dusche, ein Frühstück und wir waren bereit zur Weiterfahrt. Unser heutiges Ziel ist Glasgow, oder ein Schlafplatz in deren Umgebung. Mehrheitlich hatten wir Nieselregen und trotzdem konnten wir uns über die Fahrt entlang des Loch Fyne freuen, danach über einen kleinen Pass wo kurzzeitig zu sehen war dass es die Sonne noch gibt, dann ging es nach Arrochar am Loch Long dann rüber den Loch Lomond entlang nach Glasgow. Einkaufen und Parkplatzsuche nähe Zentrum mit unserem Fahrzeug immer schwierig wegen der Höhe so parkten wir in einer 2 Stunden Zone wo wir prompt eine 60£ Parkbusse kassierten.

In Glasgow besuchten wir die grosse Einkaufsstrasse Buchanan Street und natürlich das Hard Rock Café Glasgow, ein Glas mehr in unserer Sammlung.

Weiter ging es dann südostwärts zu einem kleinen Dorf namens Lanark, danach zum New Lanark Parkplatz wo wir über Nacht blieben. Wir machten einen kleinen Fussmarsch zum New Lanark World Heritage Village eines des ehrgeizigsten Projekte im Bereich der schottischen Denkmalpflege siehe www.newlanark.org, wo der Industrielle und Sozialreformer Rober Owen seine Vorstellungen einer bessern Welt schuf.


Reisetag 17 / Donnerstag 18.06.2015: Ruhiger kann es nachts nicht sein, kein Mensch war weit und breit auf der grosszügigen Parkinganlage wir haben fast zehn Stunden geschlafen wie die Murmeltiere, reisen macht müde! Wir näherten uns noch mehr Eginburgh, denn Morgen Freitag nehmen wir unsere lieben Nach-Pärlis in Empfang von Basel Airport herkommend landen sie in Edinburgh wo sie ihren Mietcamper in Empfang nehmen werden. Doch bleiben wir noch bei unserer heutigen Tagesetappe, sie führte uns durch wunderbare, wechselne Landschaften von Lanark westwärts nach Blyth Bridge danach südwärts nach Moffat einem kleinen traditionellen Schottischen Städtchen, Kaffeehalt und etwas Shopen. Weiter fuhren wir in nordwestlicher Richtung Selkirk. Unterwegs schauten wir einer professionellen Schafschärer Crew zu, zu dritt schären die, sowie sie sagten ca 200 Schafe pro Stunde, wir haben nicht nachgezählt. Alte, sehr alte, stattliche Bäume säumten über weite Strecken die Strasse, man konnte beim richtig zuhören ihre unendlichen Geschichten hören. Dann ging die Region wieder über in kahle Hochebenen (Höhe ca 300 m/üM). Einfach eine tolle Gegend. Kurz vor Selkirk besuchten wir das Bowhill House, welches noch bewohnt wird, das Haus durften wir nicht besichtigen aber die schöne Gartenanlage, wo im Moment ein grosses luxuriöses Pavillon für eine Hochzeit aufgebaut wird. Ein Stückchen weiter schauten wir uns eine Lachs Station an, im River Tweed kommen die Lachse hoch zum laichen. Unser Weg ging bis nach Peebles wo wir auf einem schönen Camping, Rosetta Holydaypark, unser Lager aufschlugen.


Reisetag 18 / Freitag 19.06.2015: Es war nicht weit bis zu unserem vereinbarten Treffpunkt bei der Campervermietung in Edinburgh. Unsere Nach-Pärli's landeten gegen Mittag aus Basel-Airport kommend und wurden, da wir kein 4-plätziges Auto haben, von der Campervermietung abgeholt. So nach 13:00 Uhr waren Martina und Res, sehr aufgestellt endlich die lange ersehnten Schottlandferien anzutreten. Nach der Camperübernahme fuhren wir zum einkaufen, die Vorräte wurden aufgefüllt und abgesprochen, da wir doch meistens gemeinsam kochen, resp. essen werden. Unser erstes gemeinsames Camp beschlossen wir in North Barwick an der Nordsee aufzubauen. Eine grosse Kappe Spaghettis, zuvor ein sehr brittisches Apéro mit Cedar-Chees und Chutney, Wein und Whiskey zur Genüge krönten den ersten gemeinsamen Abend mit wunderschönem Blick in die „Firth of Forth und North Sea“.


Reisetag 19 / Samstag 20.06.2015: Heute konnte es also so richtig weitergehen. Wir fuhren zusammen auf der Umfahrungsstrasse von Edinburgh über die imposante Forth Bridge und danach alles der schönen „Coustal Road“, alles grün gekennzeichnete Strässchen, bis zur äusseren Spitze in Crail um dann in der Wiege des Golfsports, in St. Andrews anzukommen. Alles in und um St. Andrews ist auf Golf ausgerichtet, unzählige Shops und natürlich Golf Courses. Das Ganze ist sehr touristisch und überall historische Gebäude und Hafenanlagen, man kann sowieso nie alles anschauen, so beschlossen wir in Richtung unseres morgigen Besuches des Balmoral Castle über Dundee hinaus in nordwestlicher Richtung bis zu einem kleinen Wanderparkplatz im Wald „Cally Car Park“ zu fahren. (Koordinaten vom Parkplatz: N56° 34' 29.8'' W003° 35' 29.9'') An dieser gemütlichen Stelle im Wald konnten wir seit Tagen wieder entspannt draussen kochen und essen, auf dem Menuplan stand Salat, Trockenreis und auf dem Grill gegarte Lachs- und Kabeljautranchen, war alles wunderbar so macht campen echt Spass, und wir mussten uns auch nicht in Schale werfen um in den Speisesaal reinzukommen.


Reisetag 20 / Sonntag 21.06.2015: Heute ist also der längste Tag im Jahr! Ja, das Wetter keine wirkliche Offenbarung, wir starten unabhängig voneinander, Rita und ich fahren zuerst zu einem am Vortag aufgespürten Punkt „Land Rover Expierience“, das durften wir natürlich nicht verpassen. Es war der Schottische Land Rover Expierience Punkt, ein von Land Rover betriebenes Center wo neue Land Rover Besitzer auf einem Gelände-Parcour ihre Geräte testen dürfen. Heute war Fathersday und der wurde unter dem Motto Papa s'amuse im Landy-Center zelebriert.

Dann hatten wir uns da verabredet: Balmoral Castle die Sommerresidenz der Royals in Schottland. Ein schönes kleines Schloss, wobei klein sehr relativ ist. Es war sehr sympatisch, wir wurden von einem Landy mit Personenanhänger abgeholt und zum Schloss gebracht. Aus dem Besuch halte ich das Wichtigste heraus, es waren einige Landy's zu sehen einer davon ein 1953 Series I mit dem königlichen Logo am Kühlergrill.

Weiter fuhren wir in die Scottish Highlands in die Heimat vieler Myten und vom Highland Malt Whiskey's. Glenfittich und Glenlivet beides Whiskey's, die nicht zu meinen Favoriten gehören. Ausserdem empfingen uns die Highlands mit einer ordentlichen Portion Regen, das müsste nicht sein, uns würde schönes Wetter genügen. Unser Camp für die Nacht schlugen wir in Grantown auf.



Woche 26 / 22. - 28.06.2015

Artgerechte Haltung
Artgerechte Haltung


Reisetag 21 / Montag 22.06.2015: Wir haben am Vorabend gut und schwer gegessen „Pie and Chips“. Es hatte mehr oder weniger die ganze Nacht geregnet. Mit Niesel und Regen ging es den ganzen Tag weiter und so gegen Abend gab es eine kurze Schönwetterstörung. Die Strecke führte uns zuerst zu einem geschichtlichen Erreignis „The Battle of Culloden“ eine erbitterte Schlacht zwischen den englischen Regierungstruppen von Prince Charlie und den Schotten. Am 16. April 1746. Mit dem Willen Delfine zu sehen, resp. zu fotografieren, fuhren wir nach Chanonry Point, doch aus den Delfinfotos wurde nichts, einzig ein Seehundkopf ganz weit draussen werden wir unserer Tierfotosammlung zufügen können, ohne grossen WOW-Effekt. Dingwal war unser Übernachtungsort, wo die oben erwähnte Schönwetterstörung stattfand, so in der Mitte der Grillzeit unserer schönen Steacks.


Reisetag 22 / Dienstag 23.06.2015: Zeitig machten wir uns auf den Weg, als erstes wollten wir einen kleinen Ort der den Namen Nigg trägt besuchen, es stellte sich heraus, dass es zuerst einen Nigg Roundabout, also einen Nigg Kreisel und danach ein Nigg House gibt, wahrlich einen mikroskopischen Weiler, es gib aber auch ein Hill of Nigg. Wir erfuhren, dass der Name Nigg in der Ölförderindustrie eine Rolle spielt, Cathrine die Hostess der Glenmorangie Brennerei sagte uns, wenn sie den Namen Nigg tragen müssen sie reich sein.

Somit ist der Einstieg in unser zweites High Light des Tages eine Führung duch die Glenmorangie Brennerei, by the way viertgrösste Whiskey Brennerei der Welt, produzierte im letzten Jahr 6 Millionen Liter Whiskey. Glenmorangie gehört der Louis Vuitton Gruppe an und Ardbeg Whiskey gehört Glenmorangie. War eine interessante Führung.

Dann setzten wir unsere Fahrt nordwärts fort mit Ziel Dunrobin Castle, wo wir das Schloss besuchten und eine einzigartige Falken-Show geboten bekamen. Falken und Eulen und die Jagd- und Flugtechniken wurden gezeigt, sollte man nicht verpassen wenn man dort vor Ort ist. Weiter in Richtung Norden besuchten wir Gray Caims of Camste, 5000 Jahre alte gut erhaltene Steinhaufen, die als Gruften gedient haben, sie finden in der Gegend immer wieder solche, jedoch jüngere, Gräber und deren Hintergründe und Herkunft sind nicht immer klar.

Abends um 19:00 Uhr erwischten wir die letzte Fähre nach den Orkney Islands und kamen nach eineinhalb-stündiger Fahrt dort an, kurze Fahrt zum Camping zwei Whiskey und dann in die Pfanne, gegessen hatten wir auf der Überfahrt.


Reisetag 23 / Mittwoch 24.06.2015: Seit langem wieder ein Tag ohne einen Tropfen Regen, äusserst erfreulich. Auf Orkney sucht man vergeblich nach Bäumen, denn da gibt es keine, aber dafür umsomehr Steine und wir hatten somit den Tag der Steine, der Steinkreise, stehende Steine liegende Steine, von der der Stein- bis in die Eisenzeit ge- und begangen von Morgens früh bis spät am Abend, von 2'000 bis 5'500 Jahren alten Sehenswürdigkeiten. Das Ganze endete mit einem Steinflash. Während unser Nachtessen auf kleinem Feuer brodelte gingen wir über einen Weg, der nur bei Ebbe trockenen Fusses begangen werden kann zu einem neuerlichen Steindenkmal. Dieses schaute ich, bedingt durch meine heutige Overdosis an Steinen nur ganz flüchtig an, mein Ziel waren die schroffen, steilen Felsen der Landspitze wo ich unbedingt Papageientaucher fotografieren wollte. Der Marsch hoch über den Klippen hat sich gelohnt, ich konnte, wenn auch nicht wie gewünscht aus unmittelbarer Nähe, Papageientaucher sehen. Weiter brüten Möven, Kormorane und weitere Seevögel in diesen traumhaften Klippen.Den wunderbaren Abend, das Nachtessen und die kurze Nacht, es ist nur etwa 2 Stunden dunkel hier oben im Norden, verbrachten wir an einer kleinen Ecke im Paradies mit dem Namen Brough Head im Nordwesten der Insel auf einem kleinen Parkplatz von wo wir dann noch Sonnenuntergang und Seehunde beobachteten.

Auflistung der begangenen Sehenswürdigkeiten: Maeshowe Chambered Crain, Skara Brae and Skaill House, Broch of Gurness, Brough of Birsay, Stromness Standing Stones, Ring of Broogar usw.


Reisetag 24 / Donnerstag 25.06.2015: In sechs Monaten ist Weihnachten, da werden wir in Afrika sein. Ein wunderbar sonniger Tag bricht an, ich dusche bereits um sieben Uhr draussen neben der Kabine mit Blick auf die See, es ist fast windstill und das ist selten! Wir beschlossen die Kathedrale von Kickwall zu besichtigen ein sehr schöner Bau. Kirkwall ist die grösste Stadt auf den Orkney Inseln und beherbergt die nördlichste Brennerei von Schottland Die Highland Park Brennerei, natürlich besuchten wir auch diese! Vieles bleibt sich gleich und doch jedes Mal lernen wir neue Aspekte der Whiskey Brennkunst. Diesmal war es das: Torf ist nicht einfach Torf, der Orkney Torf enthält kein Holz und ist deshalb sehr mild und wird im Trocknungsprozess zwischen 22 und 24 Stunden, je nach Ofen, mit reinem Torf und danach mit Kohle fertig getrocknet.

Eignentlich wollten wir noch am Abend von der Insel gehen, aber die Fähre von St. Margret's Hope war ausgebucht und für die letzte Fähre in Stromness waren wir zu spät dran. Das Wetter das so prächtig angefangen hatte verschlechterte sich zusehens es wurde immer windiger und vor allem kälter. Wir konnten trotzdem unser Fleisch auf dem Grill, im Windschatten des Ländis machen.Die Nacht wurde dann stürmisch und nass.


Reisetag 25 / Freitag 26.06.2015: Der Wind hatte in der Nacht zum Teil heftig am Fahrzeug gerüttelt und der Regen prasselte auf uns nieder. Frühstücken und den obligaten Service an der Kabine plus Brauchwasser auffüllen und dann ging's zur North-Link Fähre. Die Fähre die uns wieder nach Scabster brachte war nur etwa zu zwei Drittel gefüllt. Der Wind legte sich und wir hatten im Lee der Insel nicht mal richtigen Wellengang, vorbei am Rora Head einem grossen um die 100 Meter hohen stehenden Felsen "standing Stoin" wie die Schotten sagen vorbei hatten wir sogar etwas Sonne. Nach eineinhalb Stunden Fahrt legte die Fähre an und wir fuhren ohne Verzug der Küste nach westwärts auf der A836 und bogen südwärts ab auf die kleinere Single Track Road A897, B871 und B873 bis zum Loch Loyal. Unterwegs sammelten wir viel Feuerholz und sahen jede Menge zum Teil sehr stattliche Hirsche, so wie Hasen Fasane und viele Schafe. Eine sehr schöne und idyllische Region, kaum bewohnt, Natur pur. Angekommen an unserem Nachtlager am Loch Loyal war das Erste Feuer machen angesagt trotz mehr und manchmal weniger Regen brachten wir mit dem zum Teil auch nassen Holz ein wunderbares Lagerfeuer hin. Die Witterung erlaubte uns nicht die Stühle auszupacken um ums Feuer zu sitzen, aber unseren Schottischen Lachs, leider nicht selber gefangen, haben wir auf dem Dreibein und Rost in Alufolie fachmännisch gegart. Ein schöner Tag im Einklang mit der Natur, es regnete immer noch, der Tag ging zu Ende.


Reisetag 26 / Samstag 27.06.2015: Morgens um vier hatten wir bereits eitel Sonnenschein und die Mücken hielten für kurze Zeit Einzug. Res ging gnadenlos um 8:00 Uhr baden im Loch Loyal es war A....kalt, das tat ich mir nicht an! Dann führten wir unsere Reise fort. Zuerst Tongue, weiter Talmine mit einer Fahrt zu den Klippen. In einem weiteren Schritt hiess unser Ziel Domness wo wir gerade richtig ankamen um mit der kleinen Fähre und danach mit einem Mini-Bus zum Cape Wrath mit seinem Leuchturm, dem nordwestlichstem Punkt vom Schottischen Mainland. Genau im Westen über dem Atlantik befindet sich Kanada. Es war eine sehr lohnenswerte Fahrt mit einem sehr lustigen Schottischen Fahrer der allerhand Sprüche drauf hat mit seinem Schottischen Akzent. Ziemlich geschafft von der fast vier stündigen Übung zu diesem rauhen Cap beschlossen wir uns auf dem Camping niederzulassen um dort unser wohlverdientes Nachtessen zu nehmen. Das Wetter war sehr freundlich und für schottische Verhältnisse sehr sommerlich. Das Gebiet hier um Domness ein Traum, schroffe Felsen wechseln sich ab mit Karibik- ähnichen weissen Sandstränden jedoch ohne einen Sonnenschirm und Badefreudigen. Auch hier praktisch keine Bäume.


Reisetag 27 / Sonntag 28.06.2015: Diese Nacht hat uns die Schottische Realität wieder eingeholt, das gestern war in der Tat eine Schönwetterstörung. Wind und Regen übernahmen das Wetter-Zepter wieder. Kurz neben unserem Schlafplatz haben wir unser erstes Tagesziel besucht die Smoo Cave eine durch Wasser und Wind geformte Grotte mit einem Wasserfall im Inneren, normalerweise können weitere Kammern mit Hilfe eines kleinen Schlauchbootes besucht werden,dies blieb uns versagt, der Wasserstand in der dritten Höhle sei zu hoch und dadurch nicht passierbar. Unser nächster Stop galt einem Künstler Village "Balnakeil Craft Village" mit Shop's und Werkstätten, den Besuch kann man sich locker sparen, das holt niemanden hinter dem Ofen hervor.

 

Dann fuhren wir durch eine wunderbare Küstenregion, die Westküste von Schottland ist traumhaft. Ein Abstecher ins kleine Dorf Kinlochbrevie mit einem überdurschnittlich grossen Fischumschalghaus und Old Horemore mit seinem traumhaften weissen Sandstrand Sonne und Regen wechselten sich ab. Bevor wir nach Scourje fuhren schauten wir uns die Ablegestelle der kleinen Fähre zu den Handa Island, wo wir morgen die Schottische Vogel- und Seewelt erkunden wollen.

 

 


Woche 27 / 29. 06. - 5.07.2015

Nähe dem Örtchen Opinan in der Gruinard Bay ausgesucht, schöner kann man fast nicht übernachten
Nähe dem Örtchen Opinan in der Gruinard Bay ausgesucht, schöner kann man fast nicht übernachten
Nähe dem Örtchen Opinan in der Gruinard Bay ausgesucht, schöner kann man fast nicht übernachten
Nähe dem Örtchen Opinan in der Gruinard Bay ausgesucht, schöner kann man fast nicht übernachten


Reisetag 28 / Montag 29.06.2015: Das leidige Thema Wetter hat uns dazu gezwungen auf die Wanderung auf der Handa Island zu verzichten, eine drei stündige Wanderung bei dem Wetter macht definitiv keinen Spass, so zogen wir einmal mehr dem Slogan der Weg ist das Ziel in südliche Richtung. Auf den kleinen weiss markierten Single Tracks der Küste nach an Mikroörtchen vorbei bis nach Ullapool. Die Westküste von Schottland ist ein Traum und wäre das Wetter nur halb so schön wie die Landschaft könnten wir von perfekten Verhältnissen sprechen, ok schon klar nach Schottland geht man nicht wegen der Sonne!

In Ullapool standen wir vor der Enscheidung auf die äusseren Hibriden Isle of Lewis and Harris einzuschiffen oder der Schottischen Küste weiter zu folgen bis auf die Isle of Skye um von dort bei hoffentlich schönerem Wetter die Hibriden zu bereisen. Wir haben uns für einen 15 Tage gültigen Islandhopping Billet entschieden mit welchem wir sämtliche westlichen Inseln Schottlands befahren können und haben die Möglichkeit alle diese Inseln in beliebiger Reihenfolge zu befahren um Verpasstes bei besserem Wetter nachzuholen.

Für die 28ste Nacht unserer aktuellen Reise haben wir uns ein traumhaftes Plätzen in Rubha Beag, Nähe dem Örtchen Opinan in der Gruinard Bay ausgesucht, schöner kann man fast nicht übernachten.


Reisetag 29 / Dienstag 30.06.2015: Am frühen Morgen war der Blick auf die Gruinard Bay erneut berauschend der Atlantik flach und der Himmel viel lockerer bewölkt und liess auf längere Aufhellungen hoffen. Jeder der nach Schottland reist wiess dass die Sonne nicht immer mitmacht wie man sich erwünscht, ist ja auch besser so, denn sollte das Wetter immer schön sein, würden die schönen fast unbefahrenen kleinen weissen Strässchen ausgebaut und diese wunderbaren weissen Sand-Buchten würden überbevölkert und die ganze Küste überbaut, das wäre wahrlich schade, so freuen wir uns über jeden Regentropfen. Schottland in dieser Form können wir einfach nur empfehlen.

Wir reisten heute südwärts im Gebiet Wester Ross alles der Küste nach. Die Halbinsel zwischen Loch Torridon im Norden und Lach Carron im Süden mit fast ausschliesslich Single Track Strässchen abwechslungsreicher Umgebung muss man der Küste nach umfahren! Die Krönung stellt auf der südlichen Seite ist der Meal Gorm mit einer Höhe von 600 müM steil und schmal einfach sehr toll. Weiter besuchten wir das Eilean Donan Castle eine richtige Touristenfalle aber schön zu sehen. Dann fuhren wir über die Brücke Kyle of Lochals auf die Isle of Skye. Die Nordostküste von Skye ist sehr touristisch die Strassen breit und dadurch werden sehr viel mehr Leute angezogen. Heute hatten wir Temperaturen bis 28 Grad gemessen, Aussenfühler Auto. Unser Weg nach Edinbane führte an der Talisker Brennerei vorbei! Heute nicht mehr, wir wollen unser Quartier auf dem Camping von Edinbane erreichen. Noch nie war ein Camping so voll wir haben die letzten Plätze bekommen. Es war ein traumhafter schwerlich schlagbarer Schottischer Sommertag, schade dass der Abschluss der Tagesetappe mit kurzen Regenschauern etwas getrübt wurde man fühlte sich sofort wieder in die Schottische Realität gezogen.


Reisetag 30 / Mittwoch 1.07.2015: Eitel Sonnenschein beim Aufstehen, die erste Nacht auf Skye war mild. Ruhig liessen wir alles angehen und fixten mit Pärli's einen Treffpunkt für den Abend und zogen los. Unser erstes Ziel das Lighthouse von Neist, ein kleines Single Track Strässchen führt zu einem Parkplatz mit wunderbarer Aussicht Moonen Bay und dann machten wir einen zwei Mal halbstündigen Fussmarsch zum Leuchtturm, schwitzen war angesagt und das ist wunderbar. Nach dieser sportlichen Betätigung fröhnten wir uns einem anderen Hobby wir besuchten unsere vierte Whiskey-Brennerei. Talisker Distillerie die einzige so sagt man auf Skye in 57sten Breitengrad. Von dort aus querten wir auf der B885 die Insel, machten einen kurzen Besuch der Stadt Portree, keine Offenbarung, muss man nicht unbedingt gesehen haben. Die Insel mit seinen Buchten ist sehr schön, jedoch aus unserer Sichtweise und für unseren Geschmack etwas zu touristisch.


Reisetag 31 / Donnerstag 2.07.2015: Heute sind wir genau einen Monat unterwegs, Zeit kurz mal eine Kilometer Bilanz zu machen: Wir haben bis Dato auf unserer Schottland Irland Reise 4'860 Km.

Heute fuhren wir auf einem Umweg über die Nordwest Spitze von Skye eine touristisch sehr beliebte Strecke mit Olad Man of Storr, Kilt Rock, Duntulm Castle nach Uig um dann die Fähre nach den äusseren Hibriden, genau gesagt Lochmadi auf der North Uist Insel. Nach eindreiviertel Stunden Bootsfahrt fuhren wir in Richtung Süden besuchten die Standing Stones von Bubble Finn fuhren bis Stilligari, drehten um und fuhren die gleiche Strecke zurück, nahmen dann die westliche Strasse und fanden einen traumhaften wilden Platz in der Valley Strands Bucht. Obligate Fotosession und danach ab in die Küche und feierten mit allem drum und dran den Geburtstag von Res.


Reisetag 32 / Freitag 3.07.2015: Wir sind um 5:00 Uhr aufgestanden wir hatten die 7:15 Uhr Fähre von North Uist nach South Harris gebucht. Es zeichnete sich ein traumhafter Tag ab mildes Wetter und viel Sonnenschein. Als erstes machten wir eine Umrundung von South Harris, im Osten fiordartige Landschaft, kleine Buchten wo wir Seehund Kolonien sahen. Im Westen erneut karibikähnliche weisse Sandstände. Danach fuhren wir zum Hushinish Point eine schöne Fahrt an einen zauberhaften privaten Schloss, wo die Schottische Fahne gehisst war, vorbei. Bis zum Ende des Strässchens wo sich links und rechts zwei wunderbare weisse Strände befinden. Beim Schloss fliesst über natürliche Felstreppen klasklares Wasser in die Bucht, wo ein Segelschiff vor Anker lag. Dann waren wieder Stoins (Scottish Stones) Standings Stones of Callanish auf dem Programm. Dann war wieder Wiskey auf dem Plan. Die westlichste und jüngste Brennerei Schottlands „Abhainn Deard Distillery“ machen alles von Hand und den Whiskey haben wir mehr aus Sympathie gekauft. Unweit von der Brennerei bezogen wir direkt am Atlantik mit freier Sicht auf Kanada unser Nachtlager. Einmal mehr einen traumhaften wilden Platz.


Reisetag 33 / Samstag 4.07.2015: In der Nacht fing es an zu stürmen die Böen wurden bis zum Morgen immer heftiger und unser Schlafzimmer wurde kräftig durchgeschüttelt. Und es wurde mit dem Wetter nicht besser, kurz nachdem wir wieder unterwegs waren, schüttete es wieder Mal wie aus Kübeln. Unserem Reiseführer entnahmen wir die Koordinaten verschiedener Sehenswürdigkeiten: „Duncarloway Broch“ (ein Piktenwehrturm wird im 4ten Jahrhundert v.Chr. In der Eisenzeit vermutet), „Gearrannan Blackhouse Vilage“, (Reihe von liebevoll restaurierten Crofter-Häuser: so haben die Menschen hier vor gerade Mal 60ig Jahren gelebt und gearbeitet), Arnol zum dortigen Blackhouse (eine traditionelle Hebriden-Katen ohne Kamin so dass sich der „Naturdach-Filter“ recht schnell schwarz färbte), Truiseil Stone mit seiner 6 Meter Höhe zu den grössten Standing Stones Schottland's gehört. Und wenn man in Lewis ist darf ein Besuch des Leuchturmes „Butt of Lewis“ nicht fehlen, (am meist windigen Ende der europäischen Welt). Dann fuhren wir retour in Richtung Stornoway und bogen entlang der Ostküste nordwärts bis zu unserem Nachtlager Strand von „Tolsta Head“. Hier verbringen wir die letzte Nacht mit unseren Nachpärli's, denn Ihr Aufenthalt in Schottland neigt sich dem Ende und sie müssen den Weg nach Edinburgh einschlagen. Wir bleiben noch eine Weile in den Highland's und Hebriden und machen noch etwas Island-Hopping. Auch dieses Camp ein tolles wildes Campingerlebnis. Wir kochten gemeinsam eine Kappe Spaghetti und genossen die Abendsonne, denn das erwähnen wir sehr gerne, das Wetter hat sich erholt und zeigt sich nun wieder von seiner besten Seite!


Reisetag 34 / Sonntag 5.07.2015: Die Nacht konnte ruhiger nicht sein. Sehr interessant zu erleben, dass sich innerhalb weniger Stunden, das Wetter auf dem Hebriden, sich aus all seinen Facetten zeigen kann. Genau das haben wir in den letzten 24ig Stunden erlebt.

Heute ist der Tag an dem wir uns bereits wieder von unseren NachPärlis trennen müssen Res und Martina reisen über Tarbert nach der Insel Skye in Richtung Edinburgh und wir wollen nochmals nach Ullapool um morgen die vor einer Woche wegen schlechtem Wetter verpasste „Handa Island“ nachzuholen. Eine schöne und spezielle gemeinsame Zeit findet sein Ende. Doch bevor wir die Fähre von Stornoway nach Ullapool um 14:30 Uhr nehmen, schauten wir uns noch etwas um Kebock Head und Tiumpan Head, fehlten uns noch als weisse Flecken auf unserer Karte.

 

Die Überfahrt dauerte zweieinhalb Stunden und wir hatten das Vergnügen einige Delfin Schulen und Papageientaucher in unmittelbarer Nähe der Fähre zu beobachten. In Ullapool haben wir vor der Weiterfahrt die Vorräte aufgefüllt und fuhren, da wir brennendes Bedürfnis nach duschen verspürten zum uns bekannten Campingplatz in Scourie.

 

 


Woche 28 / 06. - .12.07.2015

6.07.2015: Handa Island. Unmengen von Seevögel und natürlich Papageientaucher konnten wir beobachten und fotografieren.
6.07.2015: Handa Island. Unmengen von Seevögel und natürlich Papageientaucher konnten wir beobachten und fotografieren.

 

Reisetag 35 / Montag 6.07.2015: Am Abend und in der Nacht hatten wir noch etwas Regen und am Morgen als wir um 7:00 Uhr aufstanden, Sonne pur. Handa Island wir kommen! Schottland wäre nicht Schottland wenn nicht plötzlich wie aus dem Nichts von Atlantik her Nebel aufgekommen wäre. Wir fuhren in zum Teil dichter Nebelsuppe zum kleinen Fährhafen in Tarbet wo pünktlich um Neun die Truppe von Scottisch National Trust ankam, den Ticketschalter öffneten und der Fährbetrieb aufnahmen zusammen mit anderen Leuten, unter anderem einem sehr netten Paar aus der Schweiz, Ursula und Peter bestiegen wir das Gummiboot, alle mit angezogener Rettungsweste und stachen in die Nebelsuppe. Eine kurze Überfahrt brachte uns auf Handa Island zu einem kleinen weissen Sandstrand. Wir folgen zwei Damen zu einem kleinen Shelter wo wir über die Möglichkeiten und Gepflogenheiten auf der Insel instruiert wurden. Mit Ursula und Pesche machten wir uns auf einen viereinhalbstündigen Marsch mit Rucksack, guten Schuhwerk Kameras und Feldstecher auf den Weg. Wir wurden belohnt, denn was gemäss den Leuten der Handa Island Crew bei dieser Wetterlage nicht immer der Fall ist, der Nebel löste sich auf und die Insel und seine traumhaften Klippenbrutplätze standen im Sonnenschein. Unmengen von Seevögel und natürlich Papageientaucher konnten wir beobachten und fotografieren. Seehunde in den Buchten und überall auf der Insel Hasen. Von den Klippen, das blieb uns jedoch vergönnt, könnte man sogar Wale, Delphine und Orka's beobachten, waren aber keine im glasklaren Wasser. Weise Entscheidung nochmals zu dieser Insel zu fahren. Nach einem Drink im einzigen Restaurant bei der Fähre trennten wir uns von Usrula und Pesche. Haben gemeinsam eine nette Zeit auf der Insel verbracht.

Wir beschlossen über die A838 vorbei an Loch Shine, Inveran, Maryburgh, zum Loch Ness, sehr touristisch, und am Ende des Loch Ness in Fort Augustus, ohne Nessy gesehen zu haben, bezogen wir nach einem langen, erlebnisreichen Reisetag so gegen 19:00 Uhr unser Nachtquartier.


Reisetag 36 / Dienstag 7.07.2015: In der Nacht, wie könnte es anders sein hat es geregnet und wir zogen nach dem Frühstück los auf der Strecke resp Tal „Glen Albin of Glenmor“ zuerst nach Fort William um danach die kleine Fähre von Inchree nach Gorran und weiter über einen schönen Hügel zur Fähre nach Mull, von Lochaline nach nach Fishnish. Den grün markierten Routen der Michelinkarte folgend zuerst an der Nordost Küste an Torosey- und Duart Castle vorbei nach Fionnphort. Ein Stück zurück und dann zum „Loch Na Keal“, wo wir ganz nahe am Wasser in traumhafter Lage unser 36stes Camp bezogen. Tisch und Stühle waren schnell aufgestellt, das kalte Bier auf dem Tisch und das Reiseberichtbüro eingerichtet.


Reisetag 37 / Mittwoch 8.07.2015: Die Nacht auf unserer kleinen Fels- und Grasspitze ein voller Erfolg. Einzig das Rauschen der leichten Brandung in der grossen Bucht so wie anfänglich ein paar blökende Schafe sonst nichts bis so gegen drei Uhr Morgens kam Wind auf, der gelegentlich etwas an unserem Schlafzimmer rüttelte. Der Atlantik hat während dem wir geschlafen haben sich zuerst zurückgezogen (Ebbe) und ist für uns zum Frühstück bereits wieder fast am obersten Punkt (Flut). Dann fuhren wir auf den kleinen Single Trail Strässchen weiter um die Insel bis nach Tobermory wo wir das Städtchen, so wie die Tobermory Distillerie besuchten. Tobermory hat seit Gründung 1790, eine Schliessung 1837 kurz wieder eröffnet 1880 usw. Eine ziemlich wilde Geschichte. Nun seit 1993 bei seinem jetzigen Besitzer Burn Stewart. Nach einer kurzen Fahrt mit der Fähre Tobermory - Kighoan erneut durch eine sehr schöne Landschaft Schottlands auf der B8007 und A880, kurze Überfahrt mit der Fähre Corran - Inchee und dann weiter bis Oban.


Reisetag 38 / Donnerstag 9.07.2015: Heute haben wir es tagen lassen, denn wir haben einen Besuch des Hafenstädtchens Oban geplant: Wir haben gleich mit den Allerwichtigsten begonnen, dem Besuch der Oban Distillerie wo wir die erste Führung des Tages um 10:00 Uhr mitmachten, geführt von einer sehr kompetenten Dame namens Cathrin. Nachdem wir unsere Whiskey-Sammlung erweitert haben schlenderten wir noch etwas durch das schöne Städtchen Oben, etwas Shopping war angesagt. Bei der nördlichen Weiterfahrt machten wir einen Fotohalt beim „Dunstaffnage Castle“. Der anschliessende Besuch des Sea Life Center eine herbe Enttäuschung die Otter- und Seehund Becken und Gehege haben nichts mit artgerechter Haltung gemeinsam und das gleiche gilt für die Aquarien. Aus unserer Sicht ein Ort zum nicht berücksichtigen.

 

Für uns ist es wieder an der Zeit alles wieder auf die Reihe zu bringen, Wäsche waschen und allgemeine Unterhaltsarbeiten unserer rollenden Behausung vorzunehmen und so bleiben wir bis Samstagmorgen auf diesem netten ruhigen Campingplatz in einem runden von einer Mauer umgebenen Platz wo einst ein Kloster stand, in Barcaldine by Connel wo wir vom Betreiberehepaar sehr nett empfangen wurden.


Reisetag 39 / Freitag 10.07.2015: Heute haben wir einen Ruhetag eingebaut, ausgeschlafen und einfach entspannt und die Ruhe genossen. Am Morgen haben wir uns von unserem schönen, kleinen, praktischen, grauen Mischtchübeli, welches wir so geliebt, und mehrmals repariert haben, verabschiedet. Unglücklicherweise wurde es beim rückwärtsfahren von mir übersehen und somit vom Landy in tausend Stücke zerlegt. Eine kleine Legende ist Geschichte. Ging am frühen Nachmittag fischen, habe gar nichts gefangen hat aber sehr kompetent ausgesehen. Nieselregen begleitete uns den ganzen Tag. Während des Fischens habe ich mit einigen Jachtbesitzern gesprochen und alle sagten unisolo, dass das Wetter in diesem Jahr bei weiten nicht dem Durchschnitt entspricht, alle zeigten sich enttäuscht.


Reisetag 40 / Samstag 11.07.2015: Wir hatten heute Samstag 16:30 Uhr die Fähre Oban – Colonsay – Port Askaig (Islay). Zuerst jedoch machten wir einen Ausflug in die Highlands. Die Strecke führte von Barcaldine am Ufer des Loch Linnhe zum Loch Leven über das Rannoch Moor, dann am Ufer des Loch Awe entlang danach über die westliche Küstenstrasse nach Oban.

Die Fähre fuhr mit etwas Verspätung los, und wir nach viereinhalb Stunden um 21:00 Uhr in Port Askaig an Land gingen. Das ist der Beginn unserer Whiskey Tour auf Islay. Wir suchten uns einen Platz für die 40ste Nacht direkt am Strand neben der „Bunnahabhain Distillerie“. Das Niesel- und Regenwetter war unser treuer Begleiter. Während wir diese Zeilen in die Tasten hauen prasselt der Regen ganz leicht gegen unser Schlafzimmer.


Reisetag 41 / Sonntag 12.07.2015: Das einzige was wir diese Nacht zu hören bekamen war das leise Rauschen des nahe gelegenen torfhaltigen Wasserfalls der sich in den Kiesstrand wirft und dann unter dem Kies ins Meer fliesst, die leichte Brandung die bei Flut unter dem Auto zu sein schien und das altern des Whiskey's in den ehemaligen Burbonfässer aus amerikanischer Eiche im Whiskey-Lager der Bunnahabhain Destillerie. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Auch Nieselregen fehlte in der Nacht und an diesem Sonntagmorgen nicht, die Aussentemperatur betrug beim Aufstehen 12,5 Grad C, nicht gerade berauschend. Wie in Schottland einfach!

Auf der kleinen Insel Islay gibt es 8 Whiskey Brennereien und gilt als Mekka der mehrheitlich rauchigen Whiskey-Liebhaber. Nun schön der Reihe nach: Die unserem Nachtlager am nächsten gelegene Brennerei Bunnahabhain (ausgesprochen Bunnahaven) besuchten wir als zweite, denn die öffnet am Sonntag erst um 11:00 Uhr, so stand zuerst die uns sehr bekannte Caol Ila Brennerei auf der Liste dann zurück zu Bunnahabhain dann einen Abstecher zu den Ruinen von Finlaggan alter Lordschaftssitz der Insel aus dem Mittelalter. Dann setzten wir unsere Fahrt fort nach Orsay Bridgend, Bruichladdich, Port Charlotte. Auf dem Rückweg besuchten wir die Bruichladdich Brennerei und anschliessend rundeten wir unsere Whiskeytour mit der sehr schön gelegenen Bowmore Distillerie ab. Vier Brennereien und entsprechendem Einkauf an einem Tag haben wir bis heute noch nie fertiggebracht. Die weiteren vier der Insel behalten wir uns für Morgen auf.

 

Bereits unterwegs nach Bowmore haben wir unseren idyllischen Platz direkt an der Beach in der Bay von Loch Indraa erkundet und fuhren nach unserem letzten Whiskey-Taste wieder dorthin zurück um schon früh unseren Platz für die Nacht zu beziehen, erneut ein super Plätzchen draussen in der Natur umgeben von einer riesigen Herde Kühen. Das Wetter hatte sich sehr gebessert, die Sonne schien zaghaft hervor, der starke Wind vereitelte jedoch ein gemütliches draussen sitzen. Beim Nachtessen beobachteten wir eine Ratte, die im satten Gras herumschnüffelte, sich auf die Hinterbeine setzte und uns frech angrinste.


Woche 29 / 13. - 19.07.2015

19.07.2015: Nach längerem Suchen fanden wir in der „Stragill Beach“ wieder ein lauschiges Plätzchen für die Nacht direkt am, resp auf dem Strand, es fehlten bei Flut noch knappe 15 Meter bis zum Wasser.
19.07.2015: Nach längerem Suchen fanden wir in der „Stragill Beach“ wieder ein lauschiges Plätzchen für die Nacht direkt am, resp auf dem Strand, es fehlten bei Flut noch knappe 15 Meter bis zum Wasser.

 

Reisetag 42 / Montag 13.07.2015. Wir verbrachten eine weitere wunderbare Nacht draussen in der Natur, wir sind jedoch froh unsere Azalai-Kabine zu haben, denn wir hätten im Zelt auf dieser Reise, da es erneut rechtzeitig, bevor es staubig werden könnte zu regnen anfing. Die Geräusche der Nacht: zuerst pfiff der Wind eine einschläfernde Sonate, die im Gras und Busch brütenden Vögel stehen die ganze Nacht unter Strom und lenken mit ihren Pfiffen Nesträuber von den Eiern, später setzte der Regen ein und prasselte stärker und schwächer auf unser Dach. Es war immer noch dunkel als eine Herde Schafe blökend an und um unser Fahrzeug vorbeizogen.

Nach dem Frühstück fuhren wir zu unserer ersten Station des zweiten Tages der Islay Whiskey-Tour: „Kilchoman Farm-Distillerie“ eine nun 10 jährige, in Expansion befindliche, sehr nette kleine Brennerei mit einer sehr kompetenten Führung. Anschliessend gönnten wir uns um die angehende Wetterdepression zu beseitigen, Austern mit Bowmore Whiskey und danach Islay Lobster im Harbour Inn, Bowmore, um bevor wir die Fähre Port Ellen nach Kennacraig nahmen, die letzten drei verbleibenden Whiskey Brennereien reinzuziehen. Der Reihe nach Ardbeg-, Lagavulin- und Laphroaig-Distillerie. So besuchten wir die acht Brennereien der Insel Islay, insbesondere die Rita hat nun ein ausgewachsenes Whiskey-Flash und wollte vorerst nichts mehr von Whiskey hören und sehen. Mir erging es nicht ganz so, bin ganz froh meinen Whiskey-Horizont, auch wenn wir nicht bei allen Marken die Führung mitgemacht haben, erweitern konnte. Islay ist so etwas wie der Inbegriff der schottischen Peatet Whiskey's.


Reisetag 43 / Dienstag 14.07.2015: Endlich wieder mal bei schönem aber kühlen Wetter erwachen! Wir hatten drei Fähren auf dem Programm zuerst Tarbert – Portavadie, dann ein Schleife durch ganz enge Single Track Strässchen durch die Halbinsel Cowal (Argyil's secret Coast). Unterwegs sahen wir, wie bereits Wochen zuvor, verschiedenste Figuren (Puppen) in Gärten auf Plätzen an Gelädern, die zu einem Artaktionsprogramm „Scarecrows arround Argyll's secret Coast“ gehören und auf www.tic-gallerie.com bewertet werden können. Danach erneut eine kleine Fähre von Colintrave – Rhubodach auf der Insel Bute. Eine kurze Fahrt nach dem schönen Hafenstädtchen Rothersay. Wieder eine halbstündige Fähre brachte uns von Rothersay nach Wemyss Bay. Das war unsere letzte Fahrt mit unserem 15 Day's Island Rover Abo der Caledonian Mac Brayne Fährgesellschaft. Ein Island Hopper Abo das sich nur lohnt, wenn man sich bewusst viel auf diesen kleinen Inseln bewegt. Wir haben unser Abo rentabilisiert.

Wir bewegten uns dann der Küste nach südwärts über Adrossan, Ayr, Culzian Castle, nach Stranrear wo wir unsere vorerst letzte Nacht in Schottland verbrachten.


Kleine Schottland Statistik:


Kilometer inkl. Anfahrt: 7'000 Km

Übernachtungen: 35

Besuchte Inseln: 11 /Arran, Bute, Islay, Mull, Skye, South Uist, North Uist, Harris, Lewis, Handa und Orkney Island's.

Benutzte Fähren: 18


 

Mittwochmorgen, traumhafter Tag war erwacht, Wehmut lag wieder mal in der Luft, denn Schottland, trotz seines diesjährig missratenen Sommers hat uns gut gefallen und viel neues gebracht, reisen erweitert immer den eigenen Horizont. Doch wie bereits auf Island im 2013 festgestellt, möchten wir beide nicht dort leben, die langen Tage da kann man sich gut daran gewöhnen, doch der Winter mit den langen Nächten mit schlechtem Wetter begleitet würden bei uns zu Depressionen führen. Whiskey würde wahrscheinlich die Therapie bedeuten.

 

 

Irland:


Reisetag 44 / Mittwoch 15.07.2015: Um 10:30 Uhr verliessen wir Schottland in Richtung Irland. Eine zweistündige Fährfahrt brachte uns von Cairnryan nach Larne. Wir entschieden uns sofort nach Belfast zu fahren, wo wir auf dem Stadtcamping Platz bezogen und anschliessend mit dem Bus ins Stadtzentrum fuhren. Eine City Tour mit dem Touri-Bus brachte uns einen Überblick über das was wir Morgen detailliert anschauen wollen. Es beeindruckte uns, dass nach wie vor die präsente, jedoch weit friedlichere Variante, der politisch/religiösen Stadtteilung allzeit sichtbar ist. Wir sind erstaunt wie, trotz herrschender Hochsaison, wenig Touristen anzutreffen sind.


Reisetag 45 / Donnerstag 16.07.2015: Die erste Nacht in Irland war sehr ruhig, da wir an einer Hauptachse die nach Belfast führt befanden ging morgens um sechs der Berufsverkehr los. Stark befahrene Strassen waren wir uns von den Orten in Schottland in denen wir uns bewegten nicht mehr gewohnt, haben uns auch nicht gefehlt.

Ein neuerlich freundlicher Morgen erwachte, wir scheinen uns in einer längeren Schönwetterstörung zu befinden, was uns natürlich sehr recht ist. Wir nahmen nach dem Frühstück den Bus ins Zentrum und setzten unseren Belfast-Besuch fort. Auf das Belfast Castle hatten wir nachdem was wir gestern gesehen hatten keine Lust, zudem kann das Schloss nicht wirklich besichtigt werden. Wir setzten einen Schwerpunkt auf Titanic-Belfast alles begann, bevor die Titanic am 14. April 1912 / 23:40 Uhr einen Eisberg rammte. Eine interessante teils virtuelle Tour in eine Zeit die noch gar nicht so alt ist.

In der Zwischenzeit, die Wettervorhersagen hatten es angekündigt, setzte im späteren Nachmittag Wind und Regen ein und das zeitweise nicht spärlich, der nordische Sommer scheint uns auch nach Irland zu begleiten. Na ja wenn wir links und rechts von uns schauen haben wir im Azalai paradiesische Zustände, unsere Zeltnachbarn, zum Teil mit Velos unterwegs, sind nicht zu beneiden.


Reisetag 46 / Freitag 17.07.2015: Es hat mehr als die halbe Nacht gepisst vom Feinsten, der frühe Morgen zeigte sich etwas versöhnlicher. Auf jeden Fall wollten wir weiter ziehen, nordwärts alles der Küste nach. Larne, und der Antrim Coast hoch, Ballycastle und dann machten wir einen Ausflug über die „Carricke-a-rede Rope Bridge“ einer kleinen Seilbrücke zu einer kleinen Inselgruppe touristisch schön inszeniert. Von diversen Aussichtspunkten konnten wir trotz nicht optimaler Wetterverhältnisse die Schottischen Inseln Arran, Islay und Mull so wie vom Mainland Kintyre sehen. Weiter gings der Nordküste entlang bis zu unserer mehr zufällig gefundenen Schlafstelle am Strand von Magilligen, wo wir vom starken Wind geschüttelt unser Nachtessen zubereiteten.Wir hatten in Balleycastle schönen Fisch gekauft und machten diesen an einer Whiskey-Honig Sauce mit Curry und Creme-Fraiche, dazu gab es eine tolle Gemüsepfanne.


Reisetag 47 / Samstag 18.07.2015: Es war eine ziemlich stürmische Nacht, wir entschlossen uns unten, mit geschlossenem Dach, um die Angriffsfläche des Windes zu verringern, zu schlafen. Wir haben wunderbar geschlafen auch wenn der Wind zumal unsanft am Häuschen rüttelte. Erwachten bei Sonnenschein, der Wind hatte etwas abgegeben. Sind dankbar solch traumhafte Schlafplätze geniessen zu dürfen.

Unser erstes Tagesziel Londonderry/Derry wo wir die noch intakte Ringmauer „Derry Wall“ zu Fuss abschritten. Ein beeindruckendes Stück Irische Geschichte. Setzten dann unsere Fahr fort und begaben uns von Nordirischen auf Irisches Hoheitsgebiet, wo der Diesel wesentlich billiger ist und den € als Währung hat. Folgten der Küstenstrasse bis zum Inishoven Head, danach zum nördlichsten Punkt Irlands zum Malin Head und ab da wirds für uns nunmehr südlich weitergehen bis wir zu Hause sind. Wir machten Halt beim „Doagh Famine Village“ wo Familien und Gemeinschaften die Hungerszeiten vom 1840 bis heute überlebten. Eine etwas inszenierte Darstellung der früheren, durchaus harten Zeiten am Rande der Gesellschaft und der Entwicklung. Nach längerem Suchen fanden wir in der „Stragill Beach“ wieder ein lauschiges Plätzchen für die Nacht direkt am, resp auf dem Strand, es fehlten bei Flut noch knappe 15 Meter bis zum Wasser.

Als wir nach dem Nachtessen und Abwasch, gemütlich unsere Lektüren angingen fing es wieder mal an zu regnen, dazu lauschten wir den Möwen die gute 10 Meter neben uns in der Bandung der Hight Tide laut kreischend Krustentiere fischten.


Reisetag 48 / Sonntag 19.07.2015: Wir haben sehr gut geschlafen. Waldbrandgefahr kennen die Iren wohl nicht, denn es hatte wieder die ganze Nacht kontinuierlich geregnet. Als ob sich die Insel entschuldigen möchte, empfing uns beim Aufstehen zaghafter Sonnenschein, den wir durch die verregneten Scheiben sehr gerne wahrnahmen.

 

Dann kurz nach 8:00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Unsere Route verlief der Westküste nach in nördlicher und südlicher Richtung. Eine super Route wunderbar ausgeschildert und trägt den Namen „Sli an Atlantaigh Fhiain“ resp. „Wild Atlantik Way“ das Logo eine weisse Welle auf blauem Hintergrund mit Bezeichnung (n) oder (s). Diese Küste trägt seinen Namen sehr gut und wartet nach jeder Kurve mit neuen Wow-Effekten. Wir nutzten den wunderbaren Sonnenschein und das T-Shirt-Wetter um einen Abstecher auf die kleine „Cruit Island“ zu machen, ein paar Häuser, einen Golfplatz und wunderbare Sandstrände, welche Sonntags bei Traumwetter viele Leute anzieht. Wir liessen uns an einem dieser kleinen Stellen am Strand nieder, stellten Tisch und Stühle auf und genossen unser Mittagessen. Dann fuhren nicht mehr sehr weit, denn wir wollten wieder mal duschen allgemeinen Service machen und Wasser auffüllen, deshalb wurde es ein Campingplatz in der „Loughros More Bay“. Bei weitem nicht so romantisch wie die letzten beiden Camps an der Beach aber für uns jetzt und heute angesagt und praktisch.



Woche 30 / 20. - 26.07.2015:

25.07.2015: Wir fanden diesen auch auf einem wenig besuchten Strand, wo wir uns, um 15:00 Uhr, für die Nacht einrichteten und uns als Apéro eine Pfanne frischer „Cozze a la Marinara“ kochten
25.07.2015: Wir fanden diesen auch auf einem wenig besuchten Strand, wo wir uns, um 15:00 Uhr, für die Nacht einrichteten und uns als Apéro eine Pfanne frischer „Cozze a la Marinara“ kochten

 

Reisetag 49 / Montag 20.07.2015: Nachdem wir gestern einen Traumtag erleben durften, hat der Wetterbericht Recht behalten in der Nacht hat der Regen eingesetzt und am Morgen kam noch böiger starker Wind dazu. Es gibt Momente da geht einem das Wetter so auf den Geist und heute war so ein Moment. Da hilft alles nichts, dass dir die Einheimischen sagen: ja in dem Jahr ist der Sommer aussergewöhnlich schlecht, und Aussagen es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Ausrüstung, helfen einem nicht wirklich weiter. Echt nicht zu beneiden sind die vielen Zeltler.

So setzen wir unsere Reise in Richtung Süden fort. Alles entlang des beschilderten „Wild Atlantik Way“. Es hat mehr oder weniger den ganzen Tag gepisst zudem blies den ganzen Tag ein sehr stürmischer Westwind vom Atlantik her. Für kurze Zeit verliessen wir den „Wild Atlantiv Way“ um nach Foxfort zu fahren, dort besuchten wir die „Foxfort Woolien Mills“ mehr kannst Du unter www.foxfordwoollenmills.ie erfahren. Nachdem begaben wir uns wieder auf den „Wild Atlantiv Way“ um unser Lager auf dem Parkplatz des „Downpatrick Head“ einem Klippen-Finger der in den wilden Atlantik ragt. Ein Platz der ziemlich ausgesetzt ist, aber freie Sicht auf den wilden Atlantik gewährt.


Reisetag 50 / Dienstag 21.07.2015: In der Nacht fühlten wir uns mehrmals wie in einem Schüttelbecher, der liebe Wind hebelte an unserem Landy. Zudem hatte es auch nicht wenig geregnet.

Nach dem Frühstück machten wir uns zuerst zu Fuss zum Downpatrick Head einer klippigen Halbinsel mit diversen Blowholes wo bei entsprechend hoher Flut und Wellengang Luft und Gischt durch diese Löcher in die Luft steigt. Machten bei den schönen schroffen Klippen einige Fotos und schauten einem Fischer zu, der aus geschätzten 30 Meter Höhe fischte und massenhaft Makrelen herausholte. Der Morgenspaziergang hat sich gelohnt.

Danach fuhren wir wieder in südlicher Richtung los, machten an diversen Aussichtspunkten Halt, besuchten die „Mullet Peninsula“ und danach noch die „Achill Islands“ ein ganz wilder Atlantikstreifen, ein wahre Augenweide. Unser 50stes. Camp mussten wir auf den Strandparkplatz der wunderbaren „Silver Beach“ aufbauen, sie haben ein Verbot hingestellt worauf jegliche Fahrzeuge den Strand nicht befahren dürfen, schweren Herzens hielten wir uns an diese Regel. Hätte in den Dünen ein unschlagbares 50stes Camp werden können, stattdessen haben wir einen Nachbarn in einem Tupperware-Camper.


Reisetag 51 / Mittwoch 22.07.2015: Es hätte ruhiger nicht sein können, praktisch windstill, einzig aus der Ferne konnte man das Rauschen der Atlantikbrandung hören. Bereits kurz nach 8:00 Uhr setzen wir unsere Fahrt in Richtung Süden fort und umrundeten einige Halbinseln im „Galway County“. Landschaftlich eine traumhafte Region mit tiefen Fjorden, grossen Buchten und unzähligen kleinen und grösseren Süsswasserseen dazwischen. Das muss man gesehen haben, ist in Bild und Worten kaum zu fassen.

Wir waren relativ schnell in Galway so beschlossen wir kurzerhand bereits heute den „Wild Atlantiv Way“ zu verlassen um die 200 Km Autobahn nach Dublin unter die Räder zu nehmen. Auf dem Stadtcamping angekommen, ein Betrieb mit all den Tupperware Camper. Zum Glück hatten wir am Mittag angerufen um einen Platz zu reservieren, sonst wären wir leer gelaufen. Der Camping ein idealer Standort um die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzusehen, was wir Morgen tun werden.


Reisetag 52 / Donnerstag 23.07.2015: Unseren 52sten Reisetag verbrachten wir in Dublin. Mit den ÖV gings in die City wo wir als erstes das legendäre „Guinness Storehouse“ Home of Guinness Dublin besuchten. Eine riesiges Bint-Glas, ein Ausmass von 14'300'000 Pints. Wo der sozialdenkende Arthur Guinness am 31.12.1759 den langjährigen Pachtvertrag unterschrieb. Siehe mehr unter: www.guinness-storehouse.com Am Ende der interessanten Führung durch die Geschichte und die Braukunst von Guinness, gab es als Krönung eine Pint Guinness im 7 Stock (Gravity Bar) mit Blick über Dublin. Dann schlenderten wir durch die „Temple Bar“ dem legendären Pubviertel von Dublin. Der Besuch im Hard Rock Cafe Dublin darf dabei, für uns, nicht fehlen. Wir besuchten dann noch das eine oder andere Pub mit Guinness und Irischer live Musik, war Klasse. Einmal mehr haben wir einen interessanten, ziemlich anstrengenden Tag erleben dürfen.


Reisetag 53 / Freitag 24.07.2015: Bereits früh verliessen wir Dublin in westlicher Richtung nach Galway. Unser Ziel war erneut die Atlantikküste. In Galway machten wir den Kühlschrank wieder voll und setzten was wir begonnen hatten, unsere Reise in südlicher Richtung dem „Wild Atlantiv Way“ fort. Eine wirklich sehr schöne Küste. Unterwegs besuchten wir das 4'000 - 5'000 Jahre alte Megalithengrab das schönste und meistfotografierte Exemplar, den „Pulnabrone Dolmen.“ Einen weiteren touristischen Markstein besuchten wir in der Form vom „Cliffs of Moher“ acht Kilometer lange Klippen. Auf der Suche nach einem geeigneten Pic Nic resp. Schlafplatz erlebten wir heute Enttäuschendes, so viele schöne Plätzchen sind mit Höhenbegrenzungsbarrieren, oder mit Beschriftungstafeln vorauf steht „no overnight“, bestückt.

Nach einem langen Tag fanden wir trotzdem ein Plätzchen auf „Bridge of Roos“. Einem tollen Plätzchen, direkt am Atlantik, mit kleinen Klippen.


Reisetag 54 / Samstag 25.07.2015: Der starke Westwind hat am Abend schnell nachgelassen, wir verbrachten im Gegensatz zu den zwei vorhergehenden Nächten auf dem Dubliner Stadtcamping eine sehr angenehme ruhige Nacht, einzig das Rauschen der Wellen und ab und zu das Lachen einer Möwe, war zu hören. Sonnenschein gibt uns ein tolles Sommergefühl, trotz der morgendlichen 12 Grad C.

Als Erstes besuchten wir die Baby Cliffs und fuhren dann los zum „Loop Head Lighthouse“ einem weiteren Leuchtturm auf dieser Reise. Es zog uns dann weiter und wir nahmen die Fähre nach Tarbert über die Shanon-Mündung. Das führte uns zur restaurierten Windmühle, „Blennerville Windmill“.

Nach der Besichtigung dieser Mühle wollten wir, so lange das Wetter noch hübsch ist, einen Platz für die Nacht finden. Wir fanden diesen auch auf einem wenig besuchten Strand, wo wir uns, um 15:00 Uhr, für die Nacht einrichteten und uns als Apéro eine Pfanne frischer „Cozze a la Marinara“ kochten. Die Muscheln waren der Hammer aber wir durften diese leider nicht draussen geniessen, denn wie könnte es auch anders sein, viel früher als gedacht, setzte der Regen ein. Der Platz ist sensationell und wäre bei Sonnenschein fast unschlagbar. Die paar Leute die sich bei der Zufahrt zum Strand niederliessen haben um 16:00 Uhr den Heimweg angetreten und wir blieben die einzigen die am Strand dem Wetter trotzten. Die Flut kam nach und nach herein und sollte bei Erreichen des Höhepunktes, 10 bis 15 Meter an den Landy kommen. Wir erachten das als ein erarbeitetes Privileg, draussen in der Natur zu Kochen und zu Grillieren, zwischen zwei Regengüssen den Abwasch und den Grill wegräumen um danach ganz ruhig in die geheizte Kabine zu sitzen und gemütlich einen Whiskey zu trinken, zu lesen und ganz einfach die Schönheit und Ruhe der natürlichen Umgebung zu geniessen.


Reisetag 55 / Sonntag 26.07.2015: Wir waren kaum eingeschlafen drehte der Wind vollends. Wir hatten uns bei unserer Ankunft optimal in den Wind gestellt, es war eine teils ruppige Brise vom Atlantik her. Bereits im Verlauf des Abends drehte der Wind immer wieder. Doch plötzlich drehte der ablandige Wind auf, wir standen nicht mehr optimal im Wind und die Böen wurden so stark, dass wir beschlossen unsere Schafposition umzubauen um mit, wie bereits vor ein paar Tagen notwendig, geschlossenem Dach zu schlafen. So wütete der Wind von ca 23:00 bis 4:00 Uhr und wir wurden einmal mehr so richtig durchgeschüttelt. Mit Ausnahme einigen kurzen Wachphasen haben wir sehr gut geschlafen. Das Erwachen am Morgen keine wirkliche Offenbarung alles grau in grau, der eigentlich wunderbaren Schlafstelle nicht würdig. Ein nasser trüber Sonntag stand vor der Tür, wie bei uns im November nur etwas wärmer.

Allmählich beginnen wir zu verstehen warum überdurchschnittlich viele Alkoholprobleme, in Schottland und Irland, vorherrschen. Bei dem Wetter bleibt einem nicht viel anderes übrig als einen Schluck Sonne aus der Flasche zu nehmen. Der Tag war in Sachen Wetter der schlimmste seit Antritt unserer Reise wir kamen ziemlich schnell voran da sich ein Anhalten bei den Aussichtspunkten erübrigte, die Sicht war miserabel und es hatte in höheren Lagen dicken Nebel und es nieselte oder regnete den ganzen Tag. Die zwei „Stone Forts“ und das Castle welches wir unterwegs besuchten ertranken im Regen, wir wurden nass bis auf die Knochen.

 

Um wieder schön duschen zu können, und allgemeinen Service zu machen, liessen wir uns auf einem feinen Campingplatz auf einer kleinen Landzunge in der „Bantry Bay“ hinter Ballylickey nieder.

 


Woche 31 / 27.07 – 02.08.2015:

29.07.2015: Wir fuhren früh los, unser erstes Ziel „Stonehenge“ eine heilige prähistorische Stätte, deren Ausrichtung sich nach dem Lauf der Sonne richtet.
29.07.2015: Wir fuhren früh los, unser erstes Ziel „Stonehenge“ eine heilige prähistorische Stätte, deren Ausrichtung sich nach dem Lauf der Sonne richtet.

 

Reisetag 56 / Montag 27.07.2015: Wir beschlossen heute kurzfristig die Übung Irland abzubrechen. Das Wetter heute Morgen, die Wetteraussichten und der sehr starke Wind konnten uns nicht dazu bewegen noch etwas länger in Irland zu bleiben. Mit einem sehr netten kulinarischen Halt in Midleton bei der Jameson Whiskey Brennerei und Restaurant. Eine etwas andere Erfahrung, bei einem Blendet Whiskey Brenner, unserem einzigen Brennerei Besuch in Irland. Im Gegensatz zu den Schottischen Brennereien trocknen sie den Barley auf erhitzten Tonplatten und das Feuer darunter hinterlässt, im Gegensatz zu dem Torffeuer, keinen Geschmack. Den Whiskey den wir versucht, resp. gekauft haben, hinterlässt einen lieblichen Geschmack nach Vanille.

Danach begaben wir uns an die Süd-Ost Spitze der Insel wo wir am Dienstagmorgen um 9:00 Uhr die Fähre nach Fishguard (Wales) nahmen.


Kleine Irland Zusammenfassung:


Tage in Irland: 12

Tage ohne Regen: 0 (leider)

Kilometer 2'910 Irland / Total 9'910

Fähren: 3


Die grüne Insel trägt seinen Namen sehr gut, es hat uns sehr gut gefallen insbesondere die wilde Atlantikküste mit ihren spektakulären Klippen. Wir besuchten die Städte Belfast und Londonderry, wo die politisch-religiösen Tumulte aus jüngster Geschichte noch omnipräsent sind. Dublin mit seinen Pub's und mit der Guinness Brauerei haben es uns auch angetan. Insbesondere im Süd-Westen der Küste sind die kleinen touristisch erschlossenen Dörfchen sehr liebevoll hergerichtet mit vielen Farben und Blumen. Was uns angeht hatten wir in Sachen Wetter keinen Sechser im Lotto. Niemand geht jedoch wegen dem Wetter nach Irland oder Schottland. Uns fehlte es, am Abend noch etwas draussen sitzen zu können. Wir haben unser Campingstühle leider nur einmal für kurze Zeit aufgestellt. Wir durften einige traumhafte Strände als unser Camp im Anspruch nehmen. Es gibt sehr restriktive Gebiete, bei denen jeder Parkplatz mit 2 Meter Höhenbegrenzungsbarrieren bestückt ist, jede kleinste Stelle mit No Overnight angeschrieben ist und andere Gebiete wo auch der Strand frei befahren werden kann. In Reiseführern steht mehrheitlich wildes Campen sei nicht erlaubt. Wir haben da ganz andere Erfahrungen gemacht und mehrheitlich wild, an sehr ausgefallenen Orten, campiert. Eine gute Erfahrung und wir freuen uns auf den Herbst und Winter mit mehr Sonne im Balkan, Iran, UAE und Oman so wie im Winter in Ostafrika.


Wales/ England


Reisetag 57 / Dienstag 28.07.2015: Unser Abschied von Irland begann mit einem strahlenden Sonnenschein. Wir hatten direkt im Hafen auf einem kleinen Sandplatz wild übernachtet, und mussten am Morgen nicht lange zur Fähre fahren.

Nach dreieinhalb Stunden ruhiger Überfahrt kamen wir in Wales Fishguard an! Mit der Idee so lange zu fahren bis die Temperaturen angenehm sind landeten wir in Salisbury auf dem Camping, wo wir einen Platz bezogen um im nahegelegenen Pup schön zu essen. Ein zwanzig minütiger Rückweg half uns verdauen.

Die Idee besseres Wetter zu suchen hat sich gelohnt, wir wurden mit einem wunderbaren englischen Sommerabend belohnt.


Reisetag 58 / Mittwoch 29.07.2015: Die Nacht war sehr ruhig auf dem Campingplatz und in der Nacht gab es einige starke Regenfälle aber am Morgen war die Welt wieder in Ordnung, strahlendes Wetter und einen leichten aber kühlen Westwind. Die morgendliche Temperatur 9 Grad C.

Wir fuhren früh los, unser erstes Ziel „Stonehenge“ eine heilige prähistorische Stätte, deren Ausrichtung sich nach dem Lauf der Sonne richtet. Die Steine wurden vor rund 4'500 Jahren vermutlich von hochkultivierten Menschen errichtet. Eine beeindruckende Stätte, touristisch perfekt erschlossen. Die nächsten historischen Ziele waren „Silbury Hill“ ein riesiger Erdhügel und danach die“West Kennet Long Barrow“ eine historische Grabstätte. Dort trafen wir auf eine Reisebus Gesellschaft, französische Frauen, eine ziemlich abgefahrene, esoterisch angehauchte Truppe! Wir trauten unseren Augen fast nicht wie die alternativen Lady's mit dem Kopf an den Steinen, oder im Schneidersitz im Grablöchern sassen, ausgerichtet am Boden liegend oder Löcher in die Luft starrend offenbar historische Power reinzogen. Wahrscheinlich sind wir Banausen aber wir verliessen nach ganz kurzer Zeit diese Grabstätte. Der nächste Halt war auf dem Weg und in „Avebury“ wo jeden Menge stehende Steine und Stein-Kreise sind, die Massen von Touristen anziehen.

Wir hatten für heute unsere Ration Steine abbekommen und ich überredete Rita nach „Solihull“ einen Vorort von „Birmingham“ ca. 160 Kilometer entfernt anzufahren. Wir wollten unseren Landy „Sir Black Jack“ an die Stelle zurückführen, wo er am 12.12. 2011. das Licht der Welt erblickte. Leider war das Werk für zwei Wochen wegen Betriebsferien geschlossen, so konnten wir keine Werksbesichtigung machen. Wir wurden sehr nett empfangen von den diensthabenden Rezeptionisten/in. Sie bemühten sich uns einen Campingplatz in der Nähe zu finden und gaben uns Unterlagen für unseren morgigen Besuch des „Heritage Motor Centre, Gardon“ was sie uns wärmstens ans Herz legten.

Der Camping ist in einem Farm Park angelegt und wird des öfteren von Heritage Motor Centre und Land Rover Werksbesucher besucht, wir waren jedoch in dieser Nacht die einzigen Campinggäste.


Reisetag 59 / Donnerstag 30.07.2015: Einfach eine ruhige Nacht am Morgen, der Gockel vom Hof, mehr nicht! Liessen es ruhig angehen um unser erstes Ziel anzulaufen „Heritage Motor Centre“ ein schönes Automobilmuseum das aus allen Nähten platzt. Es machte uns Spass inmitten der filmischen, Zeitgeist, resp. zeitlosen Oldtimers zu flanieren! Dann fuhren wir westwärts nach Harwich wo wir vergebens eine Fähre suchten, bis Dienstag, zu unserem Erstaunen, sei alles ausgebucht. Ein Anruf zu den P&G Fähren ergab eine Buchung, etwas weiter im Norden als geplant von Hull nach Rotterdam, Morgen Abend. So begaben wir uns auf einen kleinen liebevoll eingerichteten Campingplatz in Polstead im Landesinneren.


Reisetag 60 / Freitag 31.07.2015: Ein Morgen wie im Bilderbuch, Sonne wohin das Auge reichte. Wir hatten den ganzen Tag Zeit für unsere Reise nach Hull. Wir fuhren durch eine sehr schöne und landwirtschaftliche Region Englands, die schön erhaltenen Häuser, sehr viele noch mit Strohdach haben es uns angetan. Die Dörfer allesamt sauber und mit viel Blumen geschmückt. So verbrachten wir den letzten Tag auf der Insel und verabschieden uns vom Linksverkehr als wir in Hull auf unsere Fähre die „Pride of Rotterdam“ fuhren. Den ganzen Tag war wunderschönes Wetter, wir hatten sogar einmal 24 Grad C Aussentemperatur, das hatten wir seit fast zwei Monaten nie mehr. Das Wetter hat sich, als ob es sich mit uns versöhnen wollte, noch einmal alles gegeben. An Board haben wir uns so richtig kulinarisch verwöhnen lassen, mit schönem Hummer und einem Italienischen Wein. Bevor wir nach einem kleinen Absacker in Form eines Jameson Irish Whiskey unsere Koje aufsuchten.


Reisetag 61 / Samstag 01.08.2015: In unserer Koje auf der Pride oF Rotterdam mit Blick voraus haben wir gut geschlafen. Auf dem Weg zum Frühstück haben wir zufällig einen Blick auf den Britischen Wetterbericht geworfen, wie könnte es anders sein als die zwei letzten Monate, einzig im Süden Englands etwas Sonne, Nordengland, ganz Schottland und Irland versinken wieder in einem grossen Tiefdruckgebiet mit viel Regen, die werden in diesem Sommer nicht verschont.

Hier in Holland schönes Sommerwetter wir fuhren umgehend in Richtung Amsterdam und bezogen auf dem Stadtstandplatz unser 61tes Camp. Nicht gerade lauschig inmitten der Tupperwaregeschirre aber schön warm, halt einfach Sommer.

Kurzum verliessen wir das Camp um zu Fuss, der Platzwart empfahl uns heute das Velöli nicht zu nehmen, denn es sei Gay Parade in Amsterdam und da seien 1 Mio. Gäste angereist. Ein Anlass, den wir wahrscheinlich nicht unbedingt berücksichtigt hätten, aber da wir schon da waren stürzten wir uns auch ins Getümmel. Es war eine laute, schrille eine völlig durchgeknallte Stimmung auf den Grachten, unglaublich wie viele Menschen durch diesen Anlass mobilisiert wurden. Am früheren Abend zog es uns, vom vielen durch die Gassen und Grachten schlendern, zurück ins Camp. Später nahmen wir zum ersten Mal auf dieser Reise unsere Velöli's und fuhren zum nahegelegenen Amsterdam Kookt Musik & Food Festival. Ein bunter Anlass mit Musik und vielen Essständen. Später als wir zurück wollten, oh weh mein schönes grünes Riese und Müller Birdie Faltvelo war weg. Es gibt in Amsterdam Millionen Velos und ausgerechnet meines musste geklaut werden, hoffe diejenigen die es geklaut haben trifft der Schlag.


Reisetag 62 / Sonntag 02.08.2015: Die Gay Parade ist Geschichte nun ist Amsterdam wieder sich selbst. Nicht wie geplant mit unseren Velöli's, aus bekannten Grund, begaben wir uns auf die Fähre zum Hauptbahnhof, wo wir zuerst den Polizeiposten aufsuchten um den Diebstahl meines Velöli's zu melden, resp. um einen entsprechenden Polizeirapport vorlegen zu können.

Danach schlenderten wir wieder durch die Gässchen und Grachten der Amsterdamer Altstadt bis runter zum wunderbar gelegenen Hard Rock Cafe, dieser Besuch durfte natürlich nicht fehlen. Die Stadt noch schwer gezeichnet und voller Müll und leeren Flaschen von der gestrigen Gay Parade. Abends kehrten wir hundemüde zu unserem Camp wo wir draussen auf unseren Campingstühlen sassen bis die Sonne unterging, endlich Sommer.

 


Woche 32 / 03. - 09.08.2015:

5.08.2015: „Centre de Réintroduction à Hunawihr“
5.08.2015: „Centre de Réintroduction à Hunawihr“

 

Reisetag 63. / Montag 03.08.2015: Haben in der Früh Amsterdam bei Kaiserwetter und bei bereits 20 Grad C verlassen. Mehrheitlich auf der Autobahn quer durch Holland nach Belgien und danach nach Luxemburg wo wir uns an der Our, Grenzflüsschen zu Deutschland zum fischen und baden niederliessen. Zum zweiten Mal nach Bad Kissingen haben wir das Tarb aufgestellt um etwas Schatten neben dem Landy zu machen, es ist für uns nun auch endlich richtig Sommer geworden, was wir sehr zu schätzen wissen nach dem verregneten Schottland und Irland.

 

Reisetag 64 / Dienstag 04.08.2015: Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben, doch am Morgen um 06:00 Uhr begann es zu regnen und wir beschlossen noch etwas südwärts zu fahren. Unser Camp für die Nacht schlugen wir in Ribeauville auf, ein bekannter Ort an der grossen elsässischen Weinstrasse. Hier in Ribeauville spürt man, dass Camper willkommen sind neben einem Campingplatz, einem bis zwei Standplätzen mit minimaler Infrastruktur darf man, während den Schulferien auf einem Schulbusparkplatz kostenlos nächtigen. Haben uns auf eben diesem Parkplatz niedergelassen. Kaum dort war auch schon der Dorfpolizist bei uns! Er kam in friedlicher und persönlicher Absicht, unser Fahrzeug stand, er als Fahrer eines Mercedes G, in seinem Fokus und wir unterhielten und schauten uns eine halbe Stunde das Fahrzeug in allen Details an. Danach machten wir eine Besichtigung der Stadt und haben als Abschluss eine Chouxcroute Royale mit genügend Riesling und Gewürztraminer gegessen, so ging ein weiterer interessanter Reisetag zu Ende!

 

Reisetag 65 / Mittwoch 05.08.2015: Der Tag begann wie im Bilderbuch, wie gemeldet Sonne pur. Wir fuhren in Richtung Riquewihr zu der Storchenstation „Centre de Réintroduction à Hunawihr“ Otter, Störche, Enten, Kormorane, Wasserschildkröten, Fische und Bisamratten bevölkern diesen Park, der insbesondere für Kinder viel wissenswertes vermitteln kann. www.cigogne-loutre.com Anschiessend wollten wir Riquewihr ansehen, die Suche nach einem Parkplatz erwies sich sehr schwierig, so dass wir lieber diesen Touristenmassen entflohen um auf der Rhein-Insel „Camping L'il du Rhin“ uns, trotz Nachholbedarf an Sonne ein schattiges Plätzchen suchten um noch etwas zu entspannen.

 

Reisetag 66 / Donnerstag 06.08.2015: Heute haben wir ausser die schöne Hitze des Sommers zu geniessen nichts gemacht. Ausspannen pur.

 

 

 

Reisetag 67 / Freitag 07.08.2015: Nochmals so richtig eingekauft im in vielen Sachen kostengünstigeren Frankreich, danach machten wir den Ballon d'Alsass, diesen haben wir vor ein paar Jahren mit der Harley gefahren, doch sowohl Rita noch ich wussten nicht wie es dort oben aussehen könnte, denn mit dem Bike war an dem Tag Regen und in der oberen Region des Ballon dermassen viel Nebel, dass wir kaum die Strasse ausmachen konnten. Sind froh diesen schönen Teil des Elsass doch mal richtig gesehen zu haben. Unsere Heimkehr in die Schweiz machten wir beim kleinen Grenzübergang von Goumois am schönen Doubs. Unser Camp richteten wir in Saignelégier ein.


Reisetag 68 / Samstag 08.08.2015: Heute war für uns der Tag der Überraschungen. Wir liessen es in Saignelégier am Morgen sehr ruhig angehen und fuhren dann nach Arch, wo unsere Biker Buddies Selbsthilfegruppe ein Baggerfahren bei unserem BB-Member Housi www.wuethrich-kies.ch organisiert hatten. Ein Anlass, bei dem sich alle wie kleine Kinder im übergrossen Sandkasten fühlen, die schweren Geräte bewegen dürfen, danke Housi für den Anlass.

Danach ein weiterer Überraschungsbesuch und zwar am Bêtes Sauvages – das Treffen für ehemalige ATW – Tourteilnehmer in Niederried bei Kallnach. Ein gelungener Anlass mit Gleichgesinnten, das Wetter spielte mit! Wir gingen in der Aare schwimmen und wurden kulinarisch verwöhnt.


Reisetag 69 / Samstag 09.08.2015: Die Nacht in Niederried war sehr ruhig und so genossen wir unser Frühstück vor dem Azalai. Wir nutzten die Zeit uns noch mit unseren Freunden auszutauschen bevor wir den kurzen Heimweg unter die Räder nahmen. So endet wieder einmal eine Reise mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen.


Einnge Bilder aus der Cockpit Sicht (GoPro)



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Reisebericht Schottland / Irland 2015
Reisebericht Schottland-Irland 2015.pdf
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Schottland, Videos die Sicht aus unserem Cockpit.

Fahrt mit einem Zwischenstop um Seehunde zu Fotographieren, uns Schweizer mit Velo's angetroffen!

Traumhafte Gegend und schöne Single Track Roads

Und fast niemand auf der Strasse

Einfach eine schöne Gegend

Irland die Sicht aus unserem Cockpit.

Schöner hätte der Übernachtungsplatz nicht sein können, wenn die Sonne, statt Regen und Sturm insbesonder in der Nacht regiert hätten.

Wir hatten leider viel zu viel Regenwetter.

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