Balkan Reise und anschliessend Weihrauch-Tour Oman 2015 (20. Sept. - 28. Nov. 2015)

Erster Teil der Reise von Bern - Österreich - Ungarn - Rumänien - Bulgarien - Griechenland - Türkei - Iran - Vereinigte Arabische Emirate nach Oman.

Zweiter Teil der Reise von Djibuti Djibuti über Ätiopien nach Kenya.

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Gesamte Reisekarte ab 20.09.2015 bis 2017

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20.09.2015: Das Fahrzeug steht bereit es wird für längere Zeit nicht mehr in die Schweiz zurückkommen

Teil 1 Balkanreise

Vor Ozzy Osbourne's Gitarre HRC Budapest
Vor Ozzy Osbourne's Gitarre HRC Budapest


Woche 38/39 / 20. - 27.09.2015


Die Reise gestaltet sich in zwei Teilen, zum Ersten wollen wir Teile der im letzten Jahr abgebrochenen Balkanreise nachholen und ca. ab 27. Oktober schliessen wir uns mit zwei weiteren Fahrzeugen zusammen um dann die eigentliche Weihrauch-Tour Iran, Arabische Emirate und Oman gemeinsam zu fahren.


Reisetag 1 / Sonntag 20.09.2015: Wie geplant starteten wir zu Hause bei angenehmen Wetter um ca. 8:00 Uhr in Richtung Österreich Grenzübergang Feldkirch, Vignette gekauft und dann via Autobahn und Arlberg Pass zielstrebig Richtung Westen. Am Radio immer wieder Meldungen von verstopften Grenzübergängen zwischen Österreich und Deutschland und Ungarn-Österreich, an diesem Sonntag haben erneut, gemäss Nachrichten, über 20'000 Flüchtlinge die Grenzen nach Österreich passiert. Das Drama nimmt kein Ende und wird auch noch so weiter gehen so lange die Symptome, resp. die Folgen und nicht die Ursache vor Ort angegangen wird. Alles in allem sind wir gut voran gekommen und nächtigten in Kiefersfelden nahe Kufstein. Nach einem gut bürgerlichen Nachtessen im Hotel Post sanken wir ziemlich müde in unsere Koje.


Reisetag 2 / Montag 21.09.2015: Da wir gestern auf einer Raststädte ein kleines Problem mit unserem Zündschloss hatten, es blockierte sich und wir konnten es nur mit viel Probieren wieder deblockieren, suchten wir in Kufstein die örtliche Land Rover Vertretung auf und wir wurden, angesichts der bevorstehenden Reise, resp. Reisedauer rätig dass wir das Schloss welches Spiel aufweist, um auf Nummer sicher zu gehen, auswechseln. Das kostete uns einen Reisetag, den wir auf einem kleinen Campingplatz ausserhalb Kufstein verbrachten bis wir am Dienstag unser neues Zündschloss montiert bekamen.

So wir zogen einen sehr schönen Herbsttag rein und haben den ganzen Tag an der herrlich wärmenden Herbstsonne verbracht! Der Grill wurde angeworfen und unsere E-Books kamen fast zum glühen, also alles andere als ein verlorener Reisetag, auch wenn dieser technisch verordnete Tag nicht geplant war!

Herrliche Oldies und wiederum unsere E-Bücher machten den Abend zu einem ruhigen Happening in unserer Azalai-Kabine.


Reisetag 3 / Dienstag 22.09.2015: Früh sind wir aufgestanden, denn wir hatten um 8:00 Uhr den Termin zum auswechseln des Zündschlosses bei der Land Rover Vertretung in Kufstein. Wir gaben das Auto für eine gute Stunde ab, prompt und speditiv wechselten sie das Schloss! Doch dann kam für uns eine neue Hiobsbotschaft, ob wir vom Importeur in der Schweiz kein Rückrufschreiben erhalten hätten? Wir haben von Emil Frey nie etwas erhalten, und Overlandtech als nichtoffiziellen LR Händler erhält leider keine Rückruf-Informationen der betroffenen Fahrzeuge. Der Rede kurzer Sinn wir haben offenbar drei Probleme!!! Zwei davon sind leichter Natur eine gewisse Schlauchfeder muss angeschaut werden und Ladeluftschlauch muss gewechselt werden (diesen haben wir auf Island bereits auf Land Rover tauglich gewechselt und das Dritte: Ein weitaus grösseres Problem die Ölpumpe muss gewechselt werden!!! Die Ölpumpe ist beim Händler in Kufstein nicht am Lager, also beschliessen wir zuerst mal weiter zu fahren und unterwegs bei einem LR Händler diese Garantiearbeiten durchzuführen. Dann nach einem kurzen Telefonat mit Anna (Overlandtech) wurden wir rätig diese Arbeiten unbedingt und möglichst in Österreich oder Deutschland machen zu lassen. Wir fanden unweit in Rosenheim einen Land Rover Händler (Premium Cars Rosenheim GmbH), wir erkannten schon beim auf den Werkhof fahren, dass sie nicht nur ein Herz für Range Rover's und Jaguar haben es standen ziemlich viele Defender auf dem Platz. Was dann geschah ist für uns nicht selbstverständlich. Eigentlich seien sie bis auf 14 Tage hinaus ausgelastet aber er wolle sehen was sich machen lässt, er wolle mal in die Werkstatt fahren um sicher zu gehen, dass unsere Motorennummer einem betroffenen Motor zugewiesen werden kann und ob die Ölpumpe an Lager ist. Nach 10 Minuten kam der Disponent zurück und sagte der Mech hätte bereits mit der Arbeit begonnen wir sollen in gut zwei Stunden wieder kommen. Völlig platt und happy das Problem aus der Welt geschafft zu bekommen. Nachdem wir in der Nachbarschaft gemütlich gegessen hatten gingen wir zurück und das Auto fuhr in dem Moment zwecks Probefahrt aus den Hof! Nach einem Obolus in die Mitarbeiter Kaffeekasse, denn wir haben für diese Arbeiten nicht bezahlen müssen, verabschiedeten wir uns und fuhren mit einem guten Gefühl weiter.

Im Newsletter hatten wir bereits von diesem guten Gefühl gesprochen, da wir überzeugt waren alles mögliche getan zu haben um die Reise in Angriff zu nehmen. Wir sind froh, dass das alles noch in der Nähe passierte, resp. erledigt werden konnte.


Reisetag 4 / Mittwoch 23.09.2015: Das gute Gefühl hat uns ein ruhige Nacht beschert, am Morgen weckten uns die Regentropfen der angekündigten Kaltfront. Um 8:00 Uhr fuhren wir bereits los mit Ziel Ungarn je östlicher wir kamen je besser wurde das Wetter und so passierten wir bei Körmend einem kleinen Grenzübergang, von Flüchtlingen keine Spur. Wir fuhren bei schönstem Wetter einen Campingplatz mit angegliedertem Thermalbad Nähe Zalaegerzeg an. Kaum angekommen suchten wir das Bad auf, doch wahrscheinlich sind wir bereits sehr verwöhnt, die Realität entsprach nur etwa zu einem Drittel dem Prospekt, die meisten Attraktionen waren defekt aber das Wasser war schön warm, es hatte fast keine Leute und wir haben für Beide 9,80 Fr. bezahlt, das steht aber auch in keinem Vergleich mit dem BernAqua.


Reisetag 5 / Donnerstag 24.09.2015: Ausser dem Rauschen des Windes und gegen den Morgen mein Schnarchen, gemäss Rita, war in der Nacht nichts zu höhren. Frühstücken und danach hies es wieder der Weg ist das Ziel in Richtung Balaton (Plattensee) ein schönes touristisch stark genutztes Gebiet auf dem Weg in den Winterschlaf die Trauben für den Balaton – Wein sind geerntet und viele Gaststätten haben bereits geschlossen. Weiter fuhren wir nach Budapest wo unser Ziel resp. Camp für die nächsten zwei Nächte im Camping Arena eingerichtet wurde. Ideale Lage um mit Bus und U-Bahn ins Zentrum zu fahren. Am späteren Nachmittag und Abend machten wir bereits einen ersten Abstechher in die Donau-Stadt. Natürlich konnten wir es nicht bleiben lassen uns ein noch fehlendes Hard Rock Cafe rein zu ziehen. Ziemlich geschafft kehrten wir am Abend zum Ländi zurück!


Reisetag 6 / Freitag 25.09.2015: Die Tage folgen sich, aber gleichen sich nicht! Gestern einen schönen warmen Spätsommertag mit 25 Grad C heute nicht kalt aber ein Dauerregen, wir fuhren erneut in das Stadtzentrum. Wir möchten lobend erwähnen, dass ü65ig in den ÖV nichts bezahlen, ID genügt bei Kontrollen! Das sei EU Gesetzgebung die hier zum tragen kommt, werden das überprüfen müssen.

Natürlich sind bei so einem Wetter Stadtbesichtigungen nur halb so interessant, auf Museen hatten wir beide keine Lust! Wir drehten unsere Runde vom Parlament bis zurück ins Zentrum, um dann bei einem angesagten Ungarischen Restaurant einheimische Küche zu geniessen, Hirschgulasch, Hühnerschenkel mit Spätzle und dazu einen kräftigen Pinot Noir vom Balaton. Das Wetter lud auch nach dem Essen nicht zum flanieren ein, es goss wie aus Kübeln wir glaubten zeitweilen in Schottland zu sein. Bald einmal brachen wir die Übung ab und machten uns auf den Weg zur U-Bahn und Linienbus, welche uns zu unserem rollenden Azalai-Häuschen brachten.


Reisetag 7 / Samstag 26.09.2015: Mitten in der Nacht haben wir neue Nachbarn bekommen. Eine dreiköpfige polnische Familie, ziemlich schräg denn sie haben trotz jeder Menge Platz einen knappen Meter neben uns lautstark ein Zelt aufgeschlagen. Nachdem mehrere Male die Autoalarmanlage losging und das Kind schreiend dem Vater beim aufstellen half. Sie stellten, ohne Licht, ein uraltes kleines Zelt auf ,welches dann mit einer Bauplane überdeckt wurde. So eine Stunde bis gegen 1:00 Uhr verschwendeten wir keinen Gedanken mehr an schlafen! Irgendwie interessant andere Länder andere Sitten.

Genau um 6:45 Uhr begann es, wie aus Kübeln zu regnen. Wir beneideten im immer tiefer werdenden Sumpf auf dem Platz unsere spartanisch ausgerüsteten Nachbarn gar nicht!

Wie immer waren wir, mit unserer wortlosen Teamarbeit, ziemlich schnell bereit und es goss unvermindert weiter, raus aus Budapest und über die Landstrassen westwärts in Richtung ungarischer Pusta. Die Weltuntergangstimmung hielt an, so beschlossen wir einfach ohne grossen Halt durch die Pusta zu fahren. Die Pusta ist vergleichbar mit der Camargue eine flaches Gebiet mit viel Schilf und mit Aussichtsplattformen um bei schönem Wetter Tier- und Vogelbeobachtungen zu machen.

Uns war sofort klar, es bringt nichts diesem Regen zu trotzen und in der Pusta Zeit zu verbringen, die Wetterkarte versprach weiter östlich besseres Wetter, so beschlossen wir bereits heute nach Rumänien zu fahren um die Sonne zu suchen. Wir benutzten einen kleinen Grenzübergang bei Letavertes und Säcueni wo wir von den ungarischen und rumänischen Grenzwächtern gemeinsam in Empfang genommen wurden. Es war so offensichtich, alle vier waren vom Fahrzeug angetan und natürlich mussten wir auch hinten aufmachen und sie stellten mit leuchtenden Augen die verschiedensten Fragen. Einer der Grenzer klopfte mir auf die Schulter und meinte ein gutes Fahrzeug!!! Danach fuhren wir durch sehr ländliches, rumänisches Gebiet immer wieder sahen wir Storchennester, natürlich zu dieser Jahreszeit unbesiedelt. Hatten gut gepokert, denn wir hatten sogar kurze Passagen mit eitel Sonnenschein. Unsere erste Nacht in Rumänien verbrachten wir Nähe Clou Napoca.


Reisetag 8 / Sonntag 27.09.2015: Wir liessen es ganz ruhig angehen, nach Dusche, Frühstück und Wasser auffüllen fuhren wir zuerst nach Clu Napoca danach über kleine Strässchen nordwärts bis ganz zu der Ukraiinischen Grenze. Ein sanft hügeliges, dünn besiedeltes Gebiet, die Strassen zum Teil sehr schlecht, also geradezu geschaffen für unser Fahrzeug. Ganz speziell sind uns die vielen für die Region typischen Holzkirchen so wie andere farbig dekorierte gemauerte, zum Teil nur aussen erhaltene gemauerte Kirchen ohne Innenleben. Das Gebiet Maramures ist bekannt für seine Holzarbeiten, resp. Schnitzereien, omnipräsent der angenagelte Gott (Kruzifix) in Garten und überall! Warum diese Aussage? Ich lese im Moment das Buch „Der leere Thron“ von Bernhard Cornwell und dort sprechen die heidnischen Krieger immer vom angenagelten Gott! Wir besuchten unter anderem den lustigen Friedhof in Sapanta, ganz nahe der Ukraiinischen Grenze, mit seinen farbenfrohen hölzernen Grabkreuze, mit Motiven aus der Lebzeit des verstorbenen Bäckers, Landwirt, Arzt usw. Weiter auf dem Weg sehr eigenwillige quadratische Heuschöfchen auf vier Pfosten welche je nach Höhe des darunter lagernden Heu's rauf und runter gelassen werden kann. Die vielen Bahnübergänge sind auch ein Erreignis, denn die Meisten sind nur mit einem Stop-Schild markiert und die Autos halten an schauen auf beide Seiten bevor sie ihre Fahrt fortsetzen, dies auch bei Übergängen die schon seit Jahren nicht mehr im Betrieb sind und das Gras die Geleise überwuchert. Wenn wir schon beim Auofahren sind: Die Reiseführer empfehlen den Ausländern die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen zu befolgen auch wenn die Rumänen diese auf keine Weise wahrnehmen. Bei innerorts 50 wird man von den Einheimischen mit zum Teil doppelter Geschwindigkeit überholt. Uns ist aber auch aufgefallen, dass wir an überaus vielen Verkehrunfällen vorbeigekommen sind. Ein Mass zwischen rasen und schleichen kennen sie nicht. Auf unserem weiteren Weg hielten wir, mehr zufällig, in Borsa bei der „Pension Agnes“ an, weil die neben ihren Zimmern und einem kleinen Restaurant noch Plätze zum Campen anbieten. Wir gönnten uns bei gutbürgerlicher Küche Apéro, Nachtessen mit Wein und Kaffee so wie Übernachtung für umgerechnet 22,- CHF.

 

Woche 40 / 28.09. - 04.10.2015

Süd Karpaten 30.09.2015
Süd Karpaten 30.09.2015

 

Reisetag 9 / Montag 28.09.2015: Ein weiterer Tag in Rumänien bricht an, da es fast die ganze Nacht leicht geregnet hat nahmen wir es ruhig, nachdem wir uns von unserer Wirtin Agnes verabschiedet hatten ging es weiter in die Nord-Karpaten auf einer kurvigen Passtrasse bis auf 1400 müM wo eine weitere Kirche in Renovation stand. Nur ganz wenige Holz- oder Steinkirchen werden zur Zeit nicht renoviert. Und deren gibt es gewiss viele, jedes Dorf weist mit seinen braunen Tafeln auf ihre, meist einzige Sehenswürdigkeit hin. Hätten wir alle diese Kirchen besichtigt, hätten wir ein Kirchenflash sondergleichen. Das Gebiet eine zeitweilen sehr ärmliche Gegend ist in den höheren Lagen sehr dünn besiedelt. Der Regen war heute unser Begleiter, so dass wir nicht in Versuchung kamen vom Weg abzukommen um ein lauschiges Pic Nic Plätzchen zu suchen. Weiter unten im Tal hat jedes Dorf auf einem oder zwei der Telegraphenmasten ein, zu dieser Jahreszeit, verlassenes Storchennest. Wir kamen heute wieder zum Schluss, dass die rumänischen Autofahrer unmögliche Fahrer sind, denn wir trafen auch heute jene Autos im Strassengraben oder Brückenpfeiler, auf der Seite, auf dem Dach. Wir kennen die europäische Unfallstatistik nicht aber die Rumänen sind bestimmt ganz vorne mit dabei! Es verschlug uns für die Nacht auf den Camping „Trotus Valley“ bei Därmänesti, wo uns der Besitzer persönlich in Empfang nahm und sich beklagte, dass er sich viel mehr Gäste wünschte! Die Saison ist auch hier zu Ende.


Reisetag 10 / Dienstag 29.09.2015: Wir setzten bei mehr oder weniger starkem Regen unsere Reise durch Siebenbürgen fort bis Brasov und Bran. Unterwegs vorbei an riesigen Gasleitungen und auch da wieder jede Menge Storchennester auf den Masten der Strom- und Telephonversorgung. Die Umgebung der Dörfer gibt den vielen Störchen genügend Nahrung, sonst wären bestimmt nicht so viele hier heimisch. Unser heutiges Tagesziel Bran und die Besichtigung des Schlosses Bran auf Draculas Spuren. Die heftigen Regenfälle der letzten Tage, mit den völlig aufgeweichten Böden, laden nicht wirklich ein sich auf Abwege zu begeben um allenfalls noch den einen oder anderen Braunbären vor die Linse zu bekommen. Es sollen ca. 6'000 freilebende Braunbären in den Karpaten leben.


Reisetag 11 / Mittwoch 30.09.2015: Die letzten drei Tage bewegten wir uns im Gebiet der Ost-Karpaten „Carpatii Oriental“ und heute fuhren wir in die Süd-Karpaten „Carpatii Meridionali“. Es war landschaftlich unser schönster Tag in Rumänien, die Süd-Karpaten eine tolle Mischung zwischen Jura und Alpen, anfänglich fuhren wir von Bran aus durch zuerst sanftes Hügelgebiet, welches uns an die Freiberge im Jura erinnerten und danach in nördlicher Richtung zwischen Curtea de Arges und Arpasu de Sus zwei sehr schöne Pässe, oben entlang einem grossen Stausee „Lac Vidranu“ eine wilde auf alle Seiten sehr steil abfallende Bergwelt. Metereologisch gesehen hatten wir fast die ganze Palette, von Regen über strahlenden Sonnenschein und stockdickem Nebel. Oben auf dem Berg „Muntii Fägärasului“ ist ein langer dunkler Tunnel (2000 müM)! Auf der Südseite hatten wir wunderbaren Sonnenschein, kaum im Tunnel kam uns immer dichterer Nebel entgegen! Auf der Nordseite herrschte stockdichte Nebelsuppe, Sichtweite keine fünf Meter, die vor uns liegende Strasse war einzig auf dem Bildschilm des Navi's erkennbar. Der Nebel lichtete sich leider erst auf halber Strecke ins Tal und liess uns erahnen, wie schön die Sicht von oben von dieser steilen Abfahrt, hätte sein können, sehr schade! Im Tal löschten wir an der Tankstelle zuerst den Durst von Sir Black Jack und fuhren dann weiter nach „Sibiu“ (Hermannstadt) und dann weiter nach „Räsinari“ wo wir auf dem Camping Ananas unser Camp 11 einrichteten.


Reisetag 12 / Donnerstag 01.10.2015: Ein sehr freudiges Erwachen, Sonne pur und nach einer klaren Nacht empfindlich kühle Temperatur. Doch in Kürze hatte die Sonne alles schön aufgewärmt. Ueber den heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten, es war ein Überführungsetappe von Sibiu nach Bukarest wo wir uns auf dem nördlichen Stadtcamping für zwei Nächte eingerichtet haben. Der Camping Baneasa ist strategisch gut gelegen um, ein paar Schritte vom Camp, mit dem Bus 201 ins Zentrum zu gelangen. Morgen steht eine Besichtigung von Bukarest auf dem Programm.


Reisetag 13 / Freitag 02.10.2015: Es bewahrheitet sich immer wieder, „wenn einer eine Reise tut dann weiss er was zu erzählen. Heute in der Früh haben wir Mads & Phil Custance, seit längerem unterwegs, kennengelernt! Sie kommen aus Down Under und sind mit einem 4x4 Truck unterwegs von China, Mongolei kommend sind sie nun wieder auf der Heimreise nach Australien. Wir hatten einander viel zu erzählen und haben, da wir in einer weiteren Reisephase Australien ansteuern wollen, unser Daten ausgetauscht. Sie reisten heute weiter und wir besuchten Bukarest!

Na ja, bereits die Reiseführer sprechen von sehr gegensätzlichen Meinungen bezüglich Bukarest. Wir konnten uns unsere eigenen Gedanken darüber machen: Eine Stadt mit einem ständigen Verkehrskollaps, so verbrachten wir den halben Tag in Bus, mehr oder wenig stehend im Verkehr, der einzige Weg zum vorwärts kommen ist die U-Bahn, doch die fährt nicht überall hin. Bukarest hat uns nicht berauscht, kein Ort zum flanieren. Sind froh ein weiteres Hard Rock Cafe besucht zu haben und das Palament, der ehemalige Prunkpalast des Diktators Nicolae Ceausescu und seiner Frau Elena, die noch verhasster war als der Diktator selbst, gesehen zu haben. Ein wenig rühmliches Kapitel Bulgarischer Geschichte. Die Beiden wurden 1989 hingerichtet. Der Palast ist das zweitgrösste Gebäude der Welt und hat 3.5 Mia. US$ verschlungen.


Reisetag 14 / Samstag 03.10.2015: Gesten Abend nachdem der Bericht bereits online war ein nettes Pärchen Globetrotter kennengelernt sie sind unterwegs mit einem VW Bus mit deutschem Kennzeichen, sie Holländerin vormals in Berlin lebend, er Brasilaner. Die Beiden, Valine und Crom sind einfach unterwegs, das ihre Webseite: http://www.livin4wheel.com Beide waren sehr angetan vom Ländi mit der Azalai-Kabine.

Die Beiden schliefen noch als wir die Zelte abbrachen und Bukarest verliessen! Haben uns noch etwas Gedanken gemacht über die Stadt und ihrem Verkehrskollaps, fehlende strikte Verkehrskontrollen lassen den undisziplinierten Rumänischen Autofahrer freien Lauf. Alles ist zugeparkt, die ÖV haben keine eigene Fahrspuren, alle sind genervt es wir gehupt was das Zeug hält und trotzdem geht nicht's mehr! Wir waren irgendwie froh diesen Salat verlassen zu dürfen.

Es ging weiter in Richtung Osten und in Stobozia ging's Nordostwärts bis nach Murghall am Südrand der Donaudeltas. Der Einstieg ins Deltagebiet mit einer kleinen,uralten Fähre bei Braila war schön, die Gegend mehrheitlich topfeben, erstreckt sich über weite Teile der Ukrainischen Grenze nach. Wir hatten so richtig Freude am Wetter, war bereits seit Frühmorgens in kurzer Hose unterwegs und die Temeperaturen knackten locker die Sommergrenze von 25 Grad C.


Reisetag 15 / Sonntag 04.10.2015: Wir sind nun seit zwei Wochen on the Road und sind im Spätsommer angekommen, die letzten beiden Tage in Rumänien und der Eintritt nach Bulgarien waren mit wunderbarem Spätsommerwetter bestückt. Wir waren ja diesen Sommer in Schottland und Irland nicht unbedingt verwöhnt worden was Sonne betrifft. Deshalb geniessen wir hier jeden Sonnenstrahl. Die Fahrt brachte uns vom Donaudelta in südlicher Richtung in die Nähe von Warna Bulgarien, wo wir ein gemütliches Camp eingerichtet haben und im späteren Nachmittag im schwarzen Meer gebadet haben.


Woche 41 / 16.10. - 11.10.2015

Sonnenuntergang im Golf von Pagasitikos
Sonnenuntergang im Golf von Pagasitikos




Reisetag 16 / Montag 05.10.2015: Ein neuerlicher wunderschöner Spätsommermorgen brach an, wir waren ziemlich früh bereits auf den Beinen, hatten vor zuerst der Schwarzmeerküste nach, nach Burgos zu fahren. Burgos die Heimatstadt unseres lieben Nachbarn Yvo, am Riedernrain. Nach einem Selfi für Yvo und Boriana zog es uns wieder aus der, zurzeit einer riesigen Baustelle gleichenden Stadt. Die Schwarmeerküste ist mit verschiedenen kleiner und grösseren, touristisch erschlossenen Dörfchen und Städtchen bestückt. Wir denken, dass zunehmend auch ausländische Gäste diese Küste während der Sommersaison besglücken.

Dann beschlossen wir ein gutes Stück, ca. 250Km Westwärts nach Plovdiv zu fahren, die in unserer Karte noch im Bau befindliche Autobahn ist nun durchgehend von Burgos nach Sofia befahrbar. Die ca. zweieinhalb stündige Fahrt war wenig spektakulär, durch ein flaches, von der Landwirtschaft genutztes Gebiet. Auch wenn wir noch ein gutes Stück weiter hätten fahren können, suchten wir in Plovdiv den örtlichen Campingplatz auf. Wir kamen bei einer ziemlich heruntergekommenen Rezeption an. Unsere Frage: „Ist es möglich, dass dier der Camingplatz ist?“ Die Frage wurde uns von einem jungen Herrn bejaht. Wir sollen uns mal den Platz ansehen meinte er! Unter dem Torbogen durch in das Gelände, alles ziemlich heruntergekommen sahen wir jede Menge zum Teil zerfallene und zu Teil besser erhaltene Häuschen. Wir drehen eine Runde auf dem Gelände und wussten nicht so recht was wir sagen sollten. Der Portier mit einem Schlüssel in der Hand zeigte uns Toilette und Dusche! Häuschen 203 einen derart muffigen, schmutzigen Raum war uns schon lange nicht mehr begegnet, er könne den Schlüssel behalten da gehen wir sowieso nicht hin, war unsere Antwort.

Wir stellten uns die Frage was wollen wir nun? Bleiben oder gehen? Da wir etwas müde waren beschlossen wir zu bleiben. Wir suchten uns ein Plätzchen und kamen nach den ersten Erkundungen zum Schluss, dass das Gelände eine aus sozialistischer Vergangenheit eine Bungalow- resp. Feriensiedlung sei, welche den Glanz vergangener Zeiten schon längst überwunden hatte. Doch es kam noch besser, denn wir wunderten uns, dass bei vielen der noch mehr oder weniger intakten Häuschen Autos davor standen. Wir dachten zuerst an Arbeiter, die in der Stadt arbeiteten, hier eine billige Bleibe haben. Es dauerte nicht lange hatten wir das Spiel erkannt! Männlein Weiblein oder Männlein Männlein kamen an, ganz ohne Gepäck, und verschwanden für von einer halben bis zu eineinhalb Stunden und gingen wieder. Jedes Mal wenn das Häuschen leer wurde eilte rasch das Zimmermädchen herbei um die Bettwäsche zu wechseln. Wir machten uns ein Vergnügen daraus das Treiben zu beobachten, während wir das Nachtessen zubereiteten. Wir waren zu unserer Belustigung also, mit unserem Ländi, in einem Stundenhotel mit Camping abgestiegen. Es gibt nicht was es nicht gibt!


Reisetag 17 / Dienstag 06.10.2015: Das ein und aus der Stundengäste hielt sich in der Nacht in Grenzen, doch ziemlich genau um Mitternacht wurden wir durch lautes Grollen geweckt, innert Minuten waren wir mitten in einem Riesengewitter. Drei Blitze kurz nacheinander müssen in unmittelbarer Nähe eingeschlagen haben. Für uns ein Grund mehr etwas tiefer unter die Decke zu rutschen. Der Spuk war kurz aber heftig und so fanden wir kurzum unseren Schlaf wieder. Frühmorgens sind wir aufgestanden um von Plovdiv – Stamboljski danach südlich durch ein grün gekennzeichnetes Tal duch die Bataska Berge, entlang an zwei Stauseen, eine sehr schön Fahrt weiter westwärts nach Dosbat und Goce Delcey. Wo wir dann in Richtung Süden nach Kato Nevrokopi und Serres in Griechenland ankamen. Von da aus war es nur noch Fleissarbeit auf der Autobahn: Tessaloniki, Katerini nach Volos am Golf von Pagasitikos wo wir uns für 2-3 Tage eingerichtet haben um verschiedene Retablierungsarbeiten wie Wäsche waschen und Unterhalt am Auto zu tätigen. Aussdem ist hier noch Sommer und die Bucht lädt zum baden ein.


Reisetag 18 / Mittwoch 07.10.2015: Ein traumhafter Morgen brach an, hatten am Vorabend im Lädeli frisches dunkles Brot bestellt, Frühstück war gerettet! Rita's Wäsche trocknete im Nu bei den Traumwetter und ich gönnte mir nach den getätigten Unterhaltsarbeiten am Ländi ein ausgiebiges Bad in der kleinen, schon fast privaten Badebucht im Golf von Pagasitikos, Wassertemperatur 24-25 Grad C, macht Spass. Des weiteren wurden wir von der temporär adoptierten Katzenfamilie den ganzen Tag unterhalten, Mutter mit drei kleinen Kätzchen. Da ging echt den ganzen Tag die Post ab! Apropoz Post wir fanden auch Zeit den ganzen E-Mail Kram, der so während der Reise liegen bleibt, aufzuarbeiten.


Reisetag 19 / Donnerstag 08.10.2015: In der Nacht zog eine Gewitterfront über uns weg, das schöne ist dabei, es wird auch im Oktober nicht kalt nach dem Regen. Die Front war von kurzer Dauer und wir nutzen die Zeit die Webseite zu aktualisieren. Ja die stetig zunehmende Anhängerschaft des Newsletter, setzt uns immer mehr Druck auf uns intesiv mit der Pflege der Webseite zu beschäftigen.


Reisetag 20 / Freitag 09.10.2015: Bei Kaiserwetter zogen wir am Morgen wieder los. Zuerst der Bucht von Pagassitikos entlang nach Nea Anthialos und auf kleinen kurvigen Stässchen über die Bergkette von Othris, Lamia, Amfissa runter zum Golf von Kolpos Korinthou. Der Küste in westlicher Richtung folgend über Napfaktos und über die Rio – Andirrio – Brücke auf die Peloponnes Halbinsel, an Patras vorbei, wo wir noch kurz einen Blick auf den Camping warfen wo wir im 2010 mit unserer Selbsthilfegruppe „Biker Buddies“ zu Gast waren. Dann fuhren wir zum „Kato Alissos“ was nicht weniger heisst als grosser Olivenbaum auch eine Stätte bei der wir mit dem Biker Buddies getafelt haben. Leider war dieses ausgezeichnete Etabissemant bereits geschlossen, mussten selber kochen!


Reisetag 21 / Samstag 10.10.2015: Da das Restaurant geschlossen ist mussten wir uns etwas anderes suchen und sind 60 Km weiter in Aginara Beach fündig geworden, Strandbar so wie Taverne geöffnet. Da sassen wir eine kurze Regenfront ab und versuchten uns kullinarisch zu vergnügen. Die Taverne ist sehr schön aber das Essen kommt nicht an die Klasse der Taverne im Golf von Pagasitikos wo wir uns zwei Mal kullinarisch verwöhnen liessen.


Reisetag 22 / Sonntag 11.10.2015: Es was trotz Wind und zeitweiligem Regen eine sehr warme Nacht, haben beide die ganze Nacht ohne Decke geschlafen! Der Wind der direkt aus der Sahara, und über dem Mittelmeer Wasser aufnahm, brachte afrikanische Grüsse in Form von rotgelbem Sand. Sind froh, dass wir gestern nicht wie wir ursprünglich wollten, den Wagen gewaschen haben, wäre alles umsonst gewesen. Der Sand aus der Sahara brachte die meisten Wohnmobil-Nachbarn in einen regelrechten Putzstress, immer wieder schön zu sehen wie die ganzen Tupperware-Camper akribisch ihre Wohnmobile auf Hochglanz halten!

Mitte Oktober wir leben seit Tagen, trotz zeitweiligen kurzen Regengüssen im T-Shirt, das entschädigt uns für das schlechte Wetter in Schottland und Irland.

 

Wir sind nun genau drei Wochen on Tour und haben wieder sehr viel gesehen und erlebt. Und haben bis Dato die Strecke von 5'130 Km zurückgelegt, schon ganz beachtlich!

 

Woche 42 / 12.-18.10.2015:

Im Taygetos Gebirge mit Sybille und Erwin.
Im Taygetos Gebirge mit Sybille und Erwin.

Reisetag 23+24+25+26 / Montag-Donnerstag 12.-15.10.2015: Hatten erneut eine durch Saharawinde aufgeheizte Nacht, 22 Grad am Morgen zum aufstehen! Kurzum setzten wir uns in Gang und fuhren entlang der Ionischen Küste in Richtung Süden. Unser heutiges Tagesziel „Pigada Oase“ das sind seit unserer letzten Reise im Peloponnes im 2013 Freunde von uns! Sybille und Erwin ein Paar aus der Schweiz, die bereits seit 15 Jahren in der Mani, Griechenland wohnen. Die Beiden sind Land Rover begeistert, der Erwin ist immer noch im Klub LRoS (Land Rovers of Switzerland). Weiter haben die Beiden Pferde, Esel, Katzen und Hunde und bieten Standplätze für Offroader oder WoMo's an. Ausserdem hat Erwin eine sehr gut ausgebaute Werkstatt und wir nutzten die Gelegenheit, die defekte Micro-Dieselpumpe zu wechseln, zudem haben wir einen kleinen Anhängetisch für Grill und Aussen-Kocher, der am Ländirad befestigt werden kann konstruiert und gebaut.

Am Abend waren entweder gemeinsames griechisches Essen oder gemeinsames Fischessen in einem kleinen Fischrestaurant angesagt. Am Donnerstag haben wir mit Erwin und Sybille einen wunderschönen Panorama-Ausflug ins Taygetosgebirge gemacht! Ein traumhafter Tag beglückte uns für unser Vorhaben bei dem wir zuerst ein Bergkloster, so wie einen Ferienrückzugsort der Griechen um auf ca. 1'400 m.ü.M im Sommer der Hitze zu entfliehen, besuchten. Dann ging es über schöne unbefestigte Strässchen runter nach Kardhamili wo dann auf dem Heimweg ein ausgiebiges Apéro und ein griechisches Essen unseren schönen Tag krönten, danke Sybille und Erwin.

Kommen nochmals auf Sybille und Erwin zurück und möchten auf dem Weg eine Empfehlung für Reisende in den Peloponnes aussprechen, besucht die Beiden hier den Link auf Pigada-Oase.


Reisetag 27 / Freitag 16.10.2015: Wir fuhren nur eine kurze Strecke weiter zum Camping Gythion-Bay wo wir im Frühjahr 2013 einen knappen Monat verbracht hatten, um für eine Nacht einen kleinen Besuch abzustatten. Wir haben uns in der Nähe des Strandes eingerichtet. Am Abend als wir am kochen waren kommt ein Paar auf uns zu, spricht uns an und sagt sie kennen uns! Wir ganz erstaunt, woher denn? Sie hätten uns angeschrieben zum Thema Kubareise und wir hätten ihnen wertvolle Tips gegeben! In der Tat hatten wir aus dem Kuba Reisebericht sehr viele Anfragen! Die Beiden als „FRE-VRE“ bekannt, Fredi und Vreni aus Zürich, sind mit einem 8 Tonnen Mercedes Truck namens „Moby“, sie waren damit auch in Südamerika, unterwegs wir haben ihre interessanten Photobücher angeschaut. So klein ist die grosse Welt der Globetrotter. Am Abend unterhielten wir uns bei einem Glas Wein und tauschten gegenseitig schöne Reisegeschichten aus!


Reisetag 28 / Samstag 17.10.2015: Da erneut ein Traumtag erwachte beschlossen wir einen Tag länger in Gythio zu bleiben. Da das EDA für die Türkei Reisewarnungen ausgegeben hat, wollen wir uns nicht länger als nötig in der Türkei aufhalten und verzichten daher auf den Besuch von Gallipoly und Kapadokien und halten uns länger in Griechenland auf. Am 26.10. treffen wir dann in der Türkei auf die anderen beiden Fahrzeuge mit Jürg, Hans und Mathias.

Dieser Umstand bescherte uns einen weiteren traumhaften Sommertag in der Mani. Einen eineinhalb stündigen Waggel machten wir um unsere Vorräte etwas aufzustocken, danach genossen wir den Spätsommer! Baden im Lakoischen Golf und Sonnenbad am schön angelegten Pool, solche Tage muss man einfach in vollen Zügen geniessen!


Reisetag 29 / Sonntag 18.10.2015: Ein weiterer Sommertag kündet sich an, wir wollen heute die Mani verlassen und uns schwebt vor, Walter und Elfriede, unsere Österreichischen Freunde, zu treffen!

Der Weg ist das Ziel war heute auch wieder die Devise! Von Gythio der Küste entlang nach Skala, nordwärts Richtung Gheraki und dann die schöne Passstrasse über das andere grosse Gebirge im Peloponnes den „Parnonas“ rüber nach Leonidio. Die Küstenstrasse führte uns dann weiter nach Napflio, wo uns nur noch ein kurzes Stück zum Camping „Iria Beach“ wo Elfriede und Walter dem Winter in Österreich entfliehen. Doch oh weh ihre Ankunft hier hat sich zu Hause in Österreich verzögert und wir werden die Beiden leider nicht treffen können, schade! Dort angekommen, wir gönnten uns ein schönes Bad am nahegelegenen Strand und genossen die Ruhe des ganzjährig geöffneten Camping's!


Video von einer Fahrt mit Sybille ubd Erwin im Taygetos Gebirge, Peloponnes Griechenland.

Woche 43 -47 / 19.10. bis 16.11.2015

Monastraki Square, wir lieben die Altstadt von Athen.
Monastraki Square, wir lieben die Altstadt von Athen.





Reisetag 30 / Montag 19.10.2015: Wir beschlossen diesen sehr ruhigen Ort zu verlassen und nordostwärts zu fahren. Alles ging glatt, Kanal von Korinth bis zu dem Punkt, wo wir bevor wir auf die Autobahn wollten, getankt haben. Kaum auf der Bahn mit 2000 Touren unterwegs, oh jeh weisser Rauch und keine Motorenleistung mehr. Unsere erste Vermutung: scheiss Diesel getankt, doch als wir die Motorhaube öffneten war da ziemlich alles im vorderen Teil des Motors mit Motorenöl bespritzt. So wendeten wir uns an unsere Reiseversicherung und ein Transport in eine Garage wurde organisiert, eine Stunde später war der Ländi aufgeladen und zu einer Werkstatt gefahren, es war ausgerechnet eine Toyota-Werkstatt oh weh. Er hängte ein Diagnosegerät an und wir unterhielten uns über den Google-Translater, so beantwortete ich seine Fragen! Als ich das Gefühl hatte, dass wir nicht weiter kommen äusserte ich den Wunsch in eine Land Rover Garage geführt zu werden. Die Strassenbergungsfirma wollte eine neue Bewilligung von der Versicherung um uns ca. 80 Km nach Athen zu fahren wo sich 4 LR-Werkstätten befinden. Bei der ersten Werkstatt angekommen mutmasste ein Mechaniker, er glaube das Problem ist schlechter Diesel, doch die Werkstatt hatte so niedrige Werkstatt-Tore dass unser Ländi nicht reinpasst und sie empfahlen uns zu einer anderen Land Rover Vertretung, mit höheren Toren, zu fahren. Es war bereits 20:30 Uhr als wir vor den Schaufenstern der LR-Vertretung abgestellt wurden. Eine die ganze Nacht stark befahrene Strasse als Schlafplatz ist doch ziemlich gewöhnungsbedürftig.


Reisetag 31 / Dienstag 20.10.2015: Um 8:00 Uhr öffnete die Werkstatt und wir wurden auch sofort vom Werkstattmanager empfangen, ein Mechaniker wurde auf unser Fahrzeug angesetzt. Das Diagnosegerät zeigte ein Problem mit dem Turbolader, alle Schläuche wurden zuerst abmontiert, kontrolliert und dann zeigte das Diagnosegerät Probleme mit der dritten und vierten Einspritzdüse. Alle Düsen wurden ausgebaut und zum ersten Mal sprach der Werkstattchef vom Problem schlechter Diesel, und dann beschlossen wir uns im Herzen Athens ein Hotel zu suchen, da das Auto an dem Tag nicht fertig wird. Wir verbrachten einen schönen Tag in der Altstadt von Athen. In der kleinen Altstadt-Kneipe „EYXAPIE“, die wir vor zwei Jahren bereits aufsuchten, genossen wir eine schöne, wie vor zwei Jahren, Fischplatte und Zaziki.

Um 15:00 Uhr hätte mich der Werkstattchef über den neusten Stand der Dinge informieren sollen! Um 17:00 Uhr habe ich ihn angerufen. Der Typ der die Einspritzdüsen bis 15:00 Uhr hätte prüfen sollen war überlastet so dass er erst am nächsten Morgen um 9:30 Uhr mehr weiss!

Wir besuchten die Altstadt bei Nacht nochmals, toll bei über 25 Grad durch die engen Gässchen des „Monastraki Square“ zu flanieren! Wir denken aus der blöden Situation mit der Panne, das Beste gemacht zu haben!


Reistag 32 / Mittwoch 21.10.2015: Wir sind am Morgen enthusiastisch aufgestanden. Nach dem Frühstück riefen wir George Mitrou den Garagenchef an: Er habe die Einspritzdüsen erhalten es sei dran den ganzen schlechten Diesel auszupumpen und das ganze System zu reinigen und Filter zu wechseln wir könnten am Nachmittag fahren. Wir hielten unsere Reiseversicherung auf dem neusten Stand, rechneten unsere Hotelnacht ab, checkten um 11.00 Uhr aus, und fuhren mit dem Taxi zur Garage. Der George war aufgestellt, die Rita las in der Cafeteria ihr Buch und ich schaute bei der Fertigstellung unseres Sir Black Jack zu. Ihr werdet, sagte mir George, so gegen 14:00, statt wie ursprünglich versprochen um 16.00 Uhr fahren können und freute mich über die gute Nachricht.

Ca. 13:30 Uhr war es soweit, 20lt. sauberen Diesel waren im gereinigten Tank eingefüllt, der zusammengebaute Motor konnte gestartet werden. Nach dem Entlüften der grosse Moment auf den wir alle warteten. Der Motor lief sehr schnell an, doch oh weh: unaufhörlich weisser Rauch aus der Auspuffanlage und der Motor lief nicht rund.

Enttäuschte und ratlose Gesichter in der Runde, der langen Rede kurzer Sinn um 17:00 Uhr stand fest, dass der schlechte Diesel sehr grossen Schaden angerichtet hatte, auf dem dritten Zylinder gar keine Kompression mehr, der Motor war hinüber.

Ich unterhielt mich ein weiteres Mal mit der Anna von Overland Technics, ich hatte sie laufend über den Sachverhalt informiert, meinte das schnellste und sicherste in diesem Fall sei ein Austauschmotor. Unsere Stimmung war das erste Mal so richtig am Boden! Gegen Mittag hatten wir unser Zuversicht, in Form eines sehr positiven Postes auf Facebook zum Ausdruck gebracht.

Das alles wäre lösbar, wäre da nicht der Zeitdruck unseres Termins mit Jürg, Hans und Mathias in der Türkei am 26.10. Zeitraster: Im besten Fall, so George, in drei Tagen ein Austauschmotor aus England und ca. 3 Tage Einbau, Wochenende ... Zudem sind wir hier ca. 1'000 Km von der Türkischen Grenze entfernt was unseren Rückstand auf das Reiseprogramm der Gruppe nicht verkürzt. Wir sehen Morgen weiter!

Mit dem Taxi fuhren wir zurück zum Hotel, unterwegs neuerliche Absprache mit Jürg dem Reiseleiter der Weihrauchtour, danach versuchten wir etwas runter zu fahren bei Wein und griechischem Essen in der Altstadt von Athen.


Reistag 33 / Donnerstag 22.10.2015: Wir haben beide schlecht und wenig geschlafen, so gross das Problem und die Enttäuschung unseres Reisepechs. Vier Tage fehlen zu unserem Termin mit der Reisegruppe! Ok heute ein erneuter Tiefschlag scheinbar ist der Austauschmotor Td4 2.2 in England nicht verfügbar so die Aussage von George. Wir haben schon Mal die Weihrauch-Tour 26.10. bis 28.11.2015 mit Jürg, Hans und Matthias schweren Herzens abgesagt, auch ein Wunder kann uns nicht aus dieser Situation retten!

 Unser neues Ziel ist nun das Auto fit zu machen um am Montag 16.11.2015 in Basel nach Djibouti in den Container zu bringen. Haben im späten Nachmittag den Rücktransport des Fahrzeuges in die Wege geleitet. Alles Weitere wird folgen.


 

Reisetag 34 - 38 / Freitag - Dienstag 23. - 27.10.2015 Der Freitag war ganz im Zeichen "wie geht es weiter?" Was verfolgen wir weiter, Reparatur in Griechenland oder Rücktransport des Fahrzeuges in die Schweiz und Reparatur zu Hause! Am schnellsten schien uns Reparatur in der Schweiz nach Rücktransport. Von Anna Overland Technics bekamen wir die positive Meldung, dass sich in nötiger Frist ein Austauschmotor organisieren lässt. So begannen wir auf zwei Schienen den Rücktransport auf die Reihe zu bekommen. Wir hatten von unseren Freunden, Edith und Röbi in der Schweiz ein Angebot bekommen, dass sie ihre Transportbeziehungen nach Bulgarien spielen lassen könnten, um das Auto in nötiger Frist in die Schweiz zu bekommen, die Reiseversicherung, die unsere Eigeninitiative begrüsste, war andererseits auch auf der Suche nach einer Transportlösung. Ich hatte gerade die Nachricht von Edith erhalten, dass ihre Freunde in Bulgarien am Montag, spätestens Dienstag das Fahrzeug in Athen abholen können um es in die Schweiz zu fahren, meldete sich unsere Versicherung. Good News sie hätten eine gute Lösung gefunden, Auto wird am Mittwoch 28.10. abgeholt und wird am Dienstag 3.11. bei Overland abgeladen. Wir einigten uns die Variante der Versicherung zu berücksichtigen, und zudem unseren Rückflug am Do. 29.10. in die Wege zu leiten. Wir bedankten uns bei Edith und Röbi, die wussten, dass der Transport zweigleisig in die Wege geleitet war und sagten die Variante Bulgarischen Transporteur ab.

 

Samstag bis Dienstag machten wir das Beste aus unserem erzwungenen Aufenthalt in Athen, Sehenswürdigkeiten, Shoping und gut Essen erfüllten unseren Aufenthalt im Hotel im Herzen von Athen.

 

Dienstagmorgen, wir wollten auf Nummer sicher gehen und nichts unterlassen um für das am Mittwoch geplante Abholen des Fahrzeuges vorbereitet zu sein. Wir rufen auf die Notfallnummer an und erhalten um den Fahrplan des Lastwagens zu erfahren, die Mobile Nummer vom Fahrer (ein Schweizer Transportunternehmen). Die Sachbearbeiterin der Versicherung sagte uns es handle sich um einen Transport der ausschliesslich für uns auf die Beine gestellt wurde. Wir freuten uns über die tolle Dienstleistung. Doch das Telefongespräch mit dem französisch sprechenden Fahrer ergab eine ganz andere Ausgangslage, er müsse in Bosnien noch Fahrzeuge aufladen und werde Freitag oder Samstag in Athen sein. Er habe nie gehört, dass er am Mittwoch in Athen sein müsse und werde dann auf dem Rückweg Autos in Italien mitnehmen.

 

Für uns brach so eine Welt zusammen, wir haben allmählich das Gefühl nur noch von Lügnern und Idioten umgeben zu sein.

 

Bei neuerlichem Rückruf bei der Versicherung traute die Sachbearbeiterin, die uns Minuten zu zuvor gesagt hatte das der Transport einzig für unser Fahrzeug unterwegs sei, ihren Ohren nicht. Sie werde sich der Sache annehmen, dass könne doch nicht sein, und uns im Verlauf des Tages zurückrufen. Kurz darauf sassen wir in einer Taverne Ouzo, Rotwein und ein Mousaka sollte uns helfen den neuerlichen Tiefschlag zu überwinden.

 

Nun einmal mehr kam kein Rückruf, so wurden wir aktiv den x-ten Stopp in der Warteschleife: "Im Moment sind alle unsere Mitarbeiter besetzt, wir bitten sie bla, bla bla", natürlich wieder eine andere Sachbearbeiterin erneutes Aufrufen des Falles...... Wir bekamen, wie konnte es auch anders sein, keine Antwort auf Aussagen "der Transporter ist nur für euch unterwegs" oder warum Abmachungen wie, "das Auto wird am Mittwoch aufgeladen", Fact ist nun, Freitag, vielleicht Donnerstag abgeholt. Es war plötzlich, was noch vor Tagen auch aus Sicht eines Transportverantwortlichen wichtig erschien, dass wir beim Verlad des doch nicht ganz gewöhnlichen Fahrzeuges dabei sind, nicht mehr nötig der Transporteur mache das selber. Wir hätten demnach bereits am letzten Samstag und nicht am Donnerstag fliegen können. Wer will da noch etwas verstehen.

 


 

Reisetag 39 - 40 / Mittwoch - Donnerstag 28. - 29.10.2015. Wir versuchen nochmals für die letzten Stunden in Athen das Beste daraus zu machen. Es gibt uns zu denken, dass die erlebten kontroversen Aussagen so wie das über den Haufen werfen von Abmachungen von einer Schweizerischen Versicherungsgesellschaft und von einem Schweizerischen Transportunternehmen aus kamen. Doch wir blicken vorwärts, der Austauschmotor wird in dieser Woche bei Overland Technics ankommen und unser Ziel, unter der Voraussetzung, dass der Wagen am 3. oder 4.11. in Dürnten abgeladen wird, den Container-Verlad in Basel am 16.11. nach Djibouti.

 

Wir denken und sprechen immer wieder über die gezwungenermassen verpasste Weihrauch-Tour, und wozu das auch gut sein möge, nicht mit Jüre, Hans und Matthias die Länder Türkei, Georgien, Armenien, Iran, Arabischen Emirate und Oman zu bereisen. Mit SMS unterhalten wir uns mit Jüre über den Stand der Reise und unseres Rücktransports.

 

Bevor wir am Donnerstag den Heimflug antraten besuchten wir am Mittwochmorgen das Akropolis Museum, genossen unser vorläufig letztes griechisches Nachtessen in der Altstadt Athens.

 


 

Reisebilanz bis Dato:

 

Reisekilometer der Reise bis zum abrupten Abbruch: 5'900 Km

 

Bereiste Länder: (5) Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Haben wieder viele nette, interessante Leute kennengelernt und Freunde besucht.

 


 

Gesamtkilometer unseres Land Rover Defender Td4 2.2 bis zum Motorschaden: 88'530 Km, davon etwa 28'000 Km mit der Azalai Kabine.

 


 

Blick in die Zukunft, 05.11. – 26.12.2015: Wir haben uns in der Zwischenzeit zu Hause wieder gut eingelebt und alles daran gesetzt, dass der weitere Verlauf der Reise nicht auch noch ins Wasser fällt. Das Auto wurde am 3.11.2015 in Dürnten bei Overland abgeladen. Montag und Dienstag 9. und 10.11 sollte der Aus- und Einbau des neuen Motors stattfinden, ich werde als Hilfsmechaniker, um Teile zu waschen und Hand zu bieten, mitwirken können. Doch der Motor scheint noch einige Mühe zu haben den Weg von England in die Schweiz zu finden. Es deutet, bei unserer positiven Denkweise, alles darauf hin, dass wir unser Fahrzeug trotzdem am Montag 16.11.2015 in Basel auf die grosse Reise nach Djibouti schicken können.

 

Danach können wir die Sache gelassen angehen, wir werden nach Weihnachten, am 26.12. von Zürich nach Djibouti fliegen um das Fahrzeug dort auszulösen, um die Reise von Djibouti über Äthiopien, Kenia, Uganda, Ruanda und Tanzania ........ fort zu setzten.

 

 

Reisebericht Balkan-Tour 2015
Reisebericht Balkan Weihrauch-Tour 2015.
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Schlechter Diesel und ein daraus resultierender Motorenschadens zwangen uns den Zweiten und auch weitaus interessanteren Teil der Reise, die "WEIHRAUCH-TOUR" kurzfristig und schweren herzens abzusagen!

Der Rücktransport, die Reparatur, der Austauschmotor, das Bangen reicht es für den nahenden Container Verlad in Basel nach Djibouti?

Mit dem Rücktransport hat es bestens geklappt das Fahrzeug war sogar einen Tag vor dem versprochenen Datum bei Overland Technics AG abgeladen worden. Und dort wurde einmal mehr grosses geleistet. Vielen Danke den beiden Mechaniker Mättu und Päscu für den unermüdlichen Einsatz so wie der Anna für die Planung und dem ganzen Overland - Superteam.

Es ist geschafft am 16.11.2015 verladen wir unser Auto in Basel in den Container nach Djibouti.

Teil 2 Weihrauch - Tour

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Unser Landi bekam im Sommer 2014

eine Azalai Kabine verpasst.

Land Rover Defender TD4-2.2 / 2012

Sir Black Jack's  Tür - Tattoo
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